Eine österliche Spurensuche in Goslars Großem Heiligen Kreuz
Dass sich im schon von außen altehrwürdig aussehenden Großen Heiligen Kreuz die bunte Vielfalt in kleinen Kunsthandwerker-Kammern erstreckt, muss Passanten erst mal signalisiert werden. Die Kreativen wie (v.li.) Bärbel Philipp, Sigi Göder, Iris Schulz und Gabriele Rochow haben in neue Werbemittel investiert. Foto: Kempfer
In den Kunsthandwerkerkammern im Großen Heiligen Kreuz kann Ostern kommen. Mit viel Liebe zum Detail wurde hier dekoriert – eine vorösterliche Spurensuche.

Österlicher geht‘s nicht: Ein Ei dient als Körper für diesen Osterhasen, der irgendwie an die Sendung mit der Maus erinnert... Foto: Kempfer
Die Öffnungszeiten wurden wieder an die Hauptsaison angepasst – mittwochs bis samstags sind die Kammern von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Nur in dieser Woche ist alles anders. Karfreitag bleiben die Räume geschlossen; dafür kann am Ostermontag nach Herzenslust gestöbert werden – wer Lust hat, kann Osterhasen zählen – eine schöne Beschäftigung, wenn Kinder dabei sind. Wie viele Langohren in den Kammern Einzug gehalten haben, davon sind am Ende die Kunsthandwerkerinnen selber überrascht, die doch nur „ein bisschen dekoriert“ haben und sich bei der Frage nach Österlichen zunächst zurückhaltend äußerten.
Österliche Spurensuche
Doch schon in Kammer 10, der „Aufhübschkammer“, finden sich Stoffeier und Osterhasen mit Knickohren aus Stoffresten. Sie sei ein „Deko-Fan“, gibt Bärbel Philipp zu, sie dekoriere mit Leidenschaft. Hier sitzen die Häschen mitten im Geschmeide; nicht wenige Besucher wollen da die Deko kaufen. Das ist weiter hinten in Kammer 16 auch so: „Das ist schon meine zweite Deko“, verrät Gabriele Rochow, die erste Charge sei komplett verkauft: Die aus Sackstoff gefertigten, mit Watte gefüllten Hasen sehen aber auch zu niedlich aus.
Manchmal ist die Deko der Renner: Die kleinen Sackhäschen sind schon die zweite Generation, denn viele Besucher wollten die Hasen haben. Foto: Kempfer

Für wenige Wochen im Jahr kommen die Hasenstoffe ganz groß raus – danach verschwinden sie bis zum nächsten Osterfest in der Kiste. Foto: Kempfer

Manche der Fensternischen im Großen Heiligen Kreuz ist für Ostern besonders schön dekoriert. Foto: Kempfer
Hase und Elefant
Vor den Kammern 15 und 16 sitzen Hasen auf der Leiter. Hier gibt es „handgemachte Lieblingsstücke für die Kleinsten“. Heißt: Schnuffeltiere. In diesen Kammern sind die Hasen etwas ganz Besonderes: Es seien Ganzjahreshasen, sagt Gabriele Rochow und erläutert: „Bei Kindern gehen Hasen das ganze Jahr.“ Gleich beliebt sei lediglich noch der Elefant. In der Doppelkammer, in der auch Annett Arndt Kreatives aus Holz anbietet – mit Hasen, Eiern und Haseneiern – ist viel Österliches zu entdecken. Neben den „Kopfüberhasen“ werden sogar „Hasenköttel“ verkauft: Schoko-Rosinen. Da sage noch einer, die „Kammer-Frauen“ hätten sich nicht auf Ostern vorbereitet. Nur in Kammer 17 ist derzeit so gar nichts zu finden. Aus gutem Grund: Die Kammer ist noch immer leer. Eine geöffnete Tür und ein Aufsteller weisen darauf hin, dass hier noch ein Kunsthandwerker einziehen kann. Für die Frauen mehr als ein Osterwunsch. Wer Interesse hat, meldet sich bei Sprecherin Gabriele Rochow unter www.gabriele.rochow@gmx.de – oder schaut einfach während der Offnungszeiten mal rein – ganz wie die neuen Werbemittel es nahelegen.
Es müsse nicht immer Hasen sein: Auch die bunten Hühner machen sich zu Ostern gut. Foto: Kempfer
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