Laith Al-Deen verzaubert – „Oomph!“ lässt Goslar erzittern
Mit ausdrucksstarken Gesten zieht Sänger Der Schulz sein Publikum in den Bann. Foto: Eichler
Zwei unterschiedliche Auftritte bilden den Abschluss der ersten Glückauf-Konzerte: Laith Al-Deen liefert emotionale Balladen, „Oomph!“ sorgt für harte Töne.
Goslar. Auch wenn nun fast ein ganzes Jahrzehnt verflogen ist seit seinem „Miner‘s Rock“-Auftritt anno 2016, die Erinnerung ans ehemalige Bergwerk sei bei der Anreise sofort wieder präsent gewesen, plaudert Laith Al-Deen aus dem Nähkästchen.
Laith Al-Deen (Mitte) kehrt nach fast einem Jahrzehnt auf die Bühne in der Rammelsberg-Schlosserei zurück. Foto: Wiesel
Der Rammelsberg soll beben

Der Schulz gibt alles. Foto: Eichler
Glück-Auf-Konzerte
Rückschläge, Ängste und Erfolg: Flux von Oomph! im GZ-Interview
In dicke Fellmäntel gehüllt, jedenfalls für die ersten Minuten, spielt die 1989 in Wolfsburg gegründete Band mit hartem Gitarrensound Lieder über die Liebe und Herzschmerz, aber auch „Richter und Henker“. Wie ihre Songs gehen auch die Bandmitglieder direkt nach vorne, steigen auf Podeste und animieren ihr Publikum: „Springt.“

Rund 600 Zuschauer lauschen den harmonischen Klängen Laith Al-Deens. Foto: Wiesel
Heute kommt der Virusmann
Dabei steht das Konzert krankheitsbedingt unter keinem guten Vorzeichen. Die Band ausgedünnt, die Stimme ihres Frontmannes angeschlagen. „Es wird Winter. Und vor dem Weihnachtsmann kommt der Virusmann“, scherzt der in Mannheim gebürtige Sänger. Eine Absage war dennoch keine Alternative. „Ehrlich gesagt: Wir tun einfach so, als ob wir den Virusmann heute Abend nicht kennen.“
Ausverkauftes Konzert am Rammelsberg
Heinz Rudolf Kunze präsentiert in Goslar ein intensives Solo
In der ehemaligen Reparatur-Werkstatt des früheren Zink-, Blei- und Kupferbergwerkes erleben die Gäste an diesem Abend eine Show, die kontrastreicher als ihr Beherbergungsort nicht sein könnte: Pop vermischt mit Poesie, Stimmung und eine großartige Soulstimme. Eine musikalische Reise voller Gefühle
„Die Texte sind einfach nur wundervoll poetisch – und machen Mut, den Kopf nicht hängenzulassen auch in schwierigen Phasen des Lebens“, ist Al-Deen-Fan Debby Böttcher angetan. Die 33-jährige Berlinerin ist zum ersten Mal in Goslar und begeistert von der Atmosphäre im Rammelsberg: „Ein richtig cooler Ort für so ein Event.“
Eine besondere Industriekulisse

„Oomph!“ sorgen für Stimmung in der Schlosserei, sowohl mit alten Hits als auch mit aktuellen Songs. Foto: Eichler
„Glückauf“-Konzerte
Premiere mit Joachim Witt am Rammelsberg

Kaltes Licht, passend zum harten Sound. Foto: Eichler
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