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Viel Lob bei der Hauptversammlung

GZ Plus IconWarum Altenaus Feuerwehr im Ort nicht nur für die Sicherheit sorgt

Auch beim Heimatfest 2025 ist die Feuerwehr Altenau mit dabei. In diesem Jahr wird selbst gefeiert.

Auch beim Heimatfest 2025 ist die Feuerwehr Altenau mit dabei. In diesem Jahr wird selbst gefeiert. Foto: Neuendorf/Archiv

Die Freiwillige Feuerwehr ist wichtig für Altenau, das wurde bei der Jahreshauptversammlung deutlich. Es gab Anerkennung nicht nur für die eigentliche Feuerwehrarbeit.

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Von Holger Schlegel
Dienstag, 03.02.2026, 07:00 Uhr

Altenau. Was wäre Altenau ohne seine Freiwillige Feuerwehr? Zunächst natürlich mal ein ganzes Stück unsicherer, immerhin war die 46-köpfige Truppe um Ortsbrandmeisterin Anna-Katharina Ehrenberg im vergangenen Jahr 48 Mal unterwegs, um im Ort und auch im übrigen Oberharz Einsätze abzuarbeiten. Aber die Freiwillige Feuerwehr Altenau, das wurde während der Jahreshauptversammlung am Freitag wieder einmal deutlich, ist noch mehr: Sie ist eine wichtige Stütze im Leben des Ortes. Nicht von ungefähr waren so ziemlich jeder Verein und viele Organisationen Altenaus bei der Versammlung mit Abordnungen vertreten. Sie alle dankten der Feuerwehr für ihren Einsatz, der über das normale Maß dessen hinausgeht, was man von einer Feuerwehr erwartet.

Das Einsatzgeschehen der Altenauer Feuerwehr war im vergangenen Jahr ein wenig ruhiger als 2024 mit damals noch 71 Einsätzen, so der Bericht der Ortsbrandmeisterin. Auch die Zahl der Brandeinsätze hielt sich in Grenzen beziehungsweise ist wieder auf einem normalen Level angekommen. Exemplarisch erinnerte Ehrenberg an eine Vermisstensuche im Hüttenteich, leider mit traurigem Ausgang, den Waldbrand am Goslarer Steinberg, bei dem die Altenauer mit im Einsatz waren, an den Brand der Clausthaler Marktkirche und natürlich den Saunabrand beim Wintersportverein Braunschweig in Torfhaus. Stadtbrandmeister Markus Finck, der die 336 Einsätze umfassende Bilanz der Stadtfeuerwehren resümierte, machte später auch noch die gestiegene Anzahl von Türöffnungen und Vermisstensuchen zum Thema. Wohlgemerkt: Natürlich eilt die Feuerwehr zu einer Türöffnung, wenn man davon ausgehen muss, dass hinter dieser Tür ein Mensch in Not sei. Aber wenn der Briefkasten schon überquillt, also erkennbar keine Gefahr (mehr) in Verzug ist – tut es dann nicht auch ein Schlüsseldienst?
Ortsbrandmeisterin Anna-Katharina Ehrenberg (l.) und Stadtbrandmeister Markus Finck (r.) mit den Geehrten und Beförderten.

Ortsbrandmeisterin Anna-Katharina Ehrenberg (l.) und Stadtbrandmeister Markus Finck (r.) mit den Geehrten und Beförderten. Foto: Schlegel

Doch zurück nach Altenau: Dort hat die Feuerwehr im vergangenen Jahr neben ihrer normalen Arbeit bei vielen Festen mitgewirkt und geholfen. Und genau das wurde während der Versammlung noch einmal besonders hervorgehoben. Der Oberharzer Polizeichef Steffen Jach brachte es auf den Punkt, als er sagte, dass die Bevölkerung meist gar nicht wisse, was sie an der Feuerwehr habe. Und die Vertreterinnen und Vertreter der Vereine, von den Schützen bis zur Kurbetriebsgesellschaft, stimmten in dieses Loblied ein: Ohne Feuerwehr geht in Altenau gar nichts. Sei es Heimatfest, Schützenfest, Walpurgis, die DRK-Altkleidersammlung – immer ist die Feuerwehr dabei und packt mit an. Und das alles zusätzlich zum normalen Dienst, bei dem die Männer und Frauen nicht selten ihr Leben aufs Spiel setzen. Die Freiwillige Feuerwehr hat also einen guten Stand in Altenau. Das macht Mut für das, was in diesem Jahr ansteht: der 125. Geburtstag der Wehr. Das wird vom 21. bis 23. August groß gefeiert mit Kommersabend, einem Kindernachmittag, Blaulichtpartys mit Live-Musik und, wie es sich für den Oberharz gehört, mit einem zünftigen Tzscherper. Der Unterstützung des ganzen Ortes kann sich die Feuerwehr sicher sein.

Und wenn alles gut läuft, könnte es zu diesem Geburtstag auch noch ein ordentliches Geschenk geben: den Anbau ans Feuerwehrhaus. Stadtbrandmeister Finck jedenfalls machte Mut: „Aller Voraussicht nach geht es dieses Jahr los.“

AUF EINEN BLICK

Ortskommando: Ortsbrandmeisterin Anna-Katharina Ehrenberg; stellvertretender Ortsbrandmeister Carsten Müller; Schriftwart (am Freitag erneut im Amt bestätigt) Thomas Pinnow; Jugendwart Daniel Gröters, stellvertretender Jugendwart (seit Freitag neu im Amt) Peter Platzdasch.

Mitgliederzahlen: 46 Aktive (39 Männer, sieben Frauen), fünf Mitglieder in der Alters und Ehrenabteilung.

Einsätze: 48 Einsätze, darunter 12 Brandeinsätze und 27 Hilfeleistungen.

Ehrungen und Beförderungen: Julie Deike zur Feuerwehrfrau, Chris Jacobs und Peter Platzdasch zu Oberfeuerwehrmännern. Carsten Müller zum Hauptbrandmeister, Klaus König zum 1. Hauptbrandmeister; Thomas Gerasch zum Oberbrandinspektor. Daniel Gröters (in Abwesenheit) und Carsten Müller für 25 Jahre aktiven Dienst; Thomas Gerasch für 50 Jahre aktiven Dienst.

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