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Kommunalwahlen 2026

GZ Plus IconThore Reincke kandidiert für das Bürgermeisteramt in Seesen

Mann mit langem roten Bart, schwarzer Kapuzenjacke und grünem Armband steht im Freien vor Gebäuden und Bäumen

Thore Reincke kandidiert als Bürgermeister für Seesen. Foto: Privat

Das Rennen um das Bürgermeisteramt wird größer: Auch Die Linke bringt einen Kandidaten ins Spiel. Thore Reincke will im September gegen die drei Mitbewerber antreten.

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Von Ronja Heinemann
Mittwoch, 11.03.2026, 12:00 Uhr

Seesen. Nach CDU, SPD und einer unabhängigen Kandidatin hat sich nun auch Die Linke entschieden, einen Bürgermeisterkandidaten für Seesen aufzustellen. Thore Reincke will im September um das Amt kämpfen und ist damit der vierte Bewerber um den Posten.

Bei einer Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Goslar wurde Reincke zunächst einstimmig vorgeschlagen, informiert Kreisvorsitzender Michael Ohse. Offiziell nominiert werden soll er in einer Aufstellungsversammlung am 6. Mai.

Sozial engagiert

Der 35-jährige Seesener hat seine gesamte Kindheit und Jugend in der Sehusa-Stadt verbracht. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Forstwirt. Schon früh engagierte er sich ehrenamtlich, unter anderem bei den Pfadfindern sowie als Reiseleiter und Animateur bei Ruf-Jugendreisen. „Ich war schon immer sozial unterwegs“, sagt Reincke.

Später entschied er sich für eine zweite Ausbildung zum Heilerziehungspfleger und arbeitete mit Menschen mit Beeinträchtigungen. „Dadurch habe ich schon früh gelernt, dass es wichtig ist, Menschen zuzuhören“, erzählt der Seesener.

Eine Zeit lang lebte Reincke in Hildesheim, kehrte jedoch bewusst in seine Heimatstadt zurück. Heute arbeitet er im Jugendzentrum Plan.Bar, wo er vor allem mit jungen Menschen tätig ist. Darüber hinaus engagiert er sich seit Jahren in der lokalen Kulturszene: Er war beim Musicpoint aktiv und ist derzeit Vorsitzender der Jungen Bühne. „Kulturell bin ich gut aufgestellt“, sagt er.

Auch politisch ist Reincke bereits in Seesen aktiv. In seiner Fraktion der Linken setzt er sich unter anderem für den Erhalt Seesens als Berufsschulstandort ein. Mit seiner Kandidatur wolle er neue Perspektiven für die Stadt einbringen und sich stärker für soziale Themen, Kultur und junge Menschen einsetzen.

Vier Bewerber

Im Rennen um das Bürgermeisteramt trifft er auf mehrere Mitbewerber. Für die CDU tritt Gerrit Lober an, der die Christdemokraten im Rathaus halten will. Der 38-Jährige lebt in Seesen und arbeitet in der Automobilbranche. Zwar bezeichnet er sich selbst nicht als Verwaltungsexperten, verweist jedoch auf Erfahrungen etwa im Bereich Budgetverwaltung.

Die SPD schickt Michael Conzen (52) ins Rennen. Er will nach 14 Jahren wieder einen Sozialdemokraten ins Seesener Rathaus bringen. Der Ildehäuser ist in der Region tief verwurzelt und arbeitet seit mehr als acht Jahren als Fachbereichsleiter für Bildung und Kultur beim Landkreis Goslar.

Außerdem kandidiert die parteilose Anja Morell. Die 56-Jährige lebt seit 15 Jahren in Seesen und arbeitet seit 1989 als Beamtin bei der Stadt Kassel.

Damit zeichnet sich für die Bürgermeisterwahl im September ein Vierkampf ab. Ob eventuell sogar noch ein weiterer Bewerber antritt, bleibt abzuwarten.

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