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Erneuerung der Autobahnbrücke

GZ Plus IconDiese Großbaustelle bei Bad Harzburg bricht mit einem Klischee

Seit gut einem Jahr erneuert die Autobahn GmbH die Brücke bei Harlingerode.

Seit gut einem Jahr erneuert die Autobahn GmbH die Brücke bei Harlingerode. Foto: IGS Ingenieure, Wernigerode

Normalerweise sind Großbaustellen berüchtigt für Verzögerungen und steigende Kosten. Doch beim Neubau der A-369-Brücke bei Bad Harzburg läuft alles anders. Woran das liegt – und wie es jetzt weitergeht.

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Von Holger Schlegel
Freitag, 08.08.2025, 18:00 Uhr

Bad Harzburg. Es gibt sie offenkundig noch: Baustellen, bei denen es einfach ohne Probleme läuft und bei denen Zeitpläne eingehalten werden. So zumindest sehen viele Bad Harzburger den Brückenneubau auf der A 369. Dort ist die Autobahn GmbH des Bundes tätig. Im Frühjahr soll alles über die Bühne gegangen sein. Wie geplant. Und auch der Kostenrahmen von immerhin 6,5 Millionen Euro wird nach dem bisherigen Stand der Dinge eingehalten.

Rückblende: Die Brücke RA1 über die Kreisstraße 46 (Harlingerode/Bettingerode) war marode und musste erneuert werden. Das Ganze sollte in zwei Abschnitten über die Bühne gehen: Fast genau vor einem Jahr wurde zunächst die Brücke in Fahrtrichtung Vienenburg abgerissen. Ein halbes Jahr später waren die neuen Fundamente so weit hergestellt, dass sieben Fertigteile daraufgelegt werden konnten. Sie bildeten die Basis für die neue Brücke. Jedes Teil ist 15,5 Meter lang und wiegt 25 Tonnen. Anfang Juni war dann alles fertig, die Fahrbahn in Richtung Vienenburg konnte wieder freigegeben werden.

Weitere Fundamente werden gegossen.

Weitere Fundamente werden gegossen. Foto: IGS Ingenieure, Wernigerode

Nahtlos wechselten die Arbeiten auf die andere Straßenseite, wo ebenfalls die Brücke abgerissen wurde. Und wie geht es da nun weiter? Anfang der Woche wurde das südliche Fundament betoniert – insgesamt sind laut einer Sprecherin der Autobahn GmbH somit drei von vier Fundamenten wieder hergestellt. Im nächsten Schritt erfolgt die Schalung, Bewehrung und das Betonieren des südlichen Fundaments. Diese Arbeiten werden in den kommenden zwei Wochen erledigt sein, heißt es weiter.

Keine neuen Überraschungen

Parallel dazu wird die Baugrube wieder verfüllt. In den nächsten Wochen steht die Herstellung der Widerlager an. Analog zum ersten Teilbauwerk wird auch dieses Mal wieder mit dem südlichen Widerlager begonnen, bevor das nördliche folgt. Sobald beide Widerlager hergestellt sind und die Baugrube entsprechend verfüllt ist, werden die Fertigteile eingehoben.

Insgesamt habe es bei den Arbeiten keine größeren Probleme und auch keine Überraschungen gegeben, so die Sprecherin. Das war im ersten Abschnitt anders: Da wurden im Boden riesige Betonklötze gefunden, die wohl beim Bau der alten Brücke vor 50 Jahren dort einfach verbuddelt worden waren.

Noch steht die Ampelanlage

Aktuell wird der Verkehr auf der K46 noch über eine Ampelanlage gesteuert. Diese soll aber zum 11. August, dem kommenden Montag abgebaut werden, sodass der Verkehr auf der K46 wieder frei fließen kann. Als Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme wird das Frühjahr 2026 angepeilt. Damit liegt das Projekt voll im Plan – etwas, das bei Großbaustellen nicht selbstverständlich ist.

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