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Nicht mehr mit allen Orten werben

GZ Plus IconTourismus-Gesellschaft will eine gemeinsame Dachmarke entwickeln

Die Wander-Werbeaktion, bei der Cathleen Hensel mit den Wanderführern Jörg Kühnhold (l.) und Axel Günther (r.) auf das Angebot aufmerksam machen will, zeigt es deutlich: Alle drei Orte Braunlage, St. Andreasberg und Hohegeiß sind auf dem Fuß des Plakats vertreten. Das ist lang, lässt sich nicht so gut bewerben und oft auch schlecht platzieren, heißt es.

Die Wander-Werbeaktion, bei der Cathleen Hensel mit den Wanderführern Jörg Kühnhold (l.) und Axel Günther (r.) auf das Angebot aufmerksam machen will, zeigt es deutlich: Alle drei Orte Braunlage, St. Andreasberg und Hohegeiß sind auf dem Fuß des Plakats vertreten. Das ist lang, lässt sich nicht so gut bewerben und oft auch schlecht platzieren, heißt es. Foto: Eggers

„Braunlage, das Herz im Harz“, „Bergdorf Hohegeiß“ und „Bergstadt St. Andreasberg“: Wenn für einen Urlaub in der Oberharzstadt geworben wird, dann immer nur mit allen drei Orten gemeinsam. Das soll sich künftig ändern, hieß es im Fachausschuss.

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Von Michael Eggers
Mittwoch, 04.12.2024, 14:00 Uhr

Braunlage. Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bau, Verkehr, Umwelt, Wirtschaft und Tourismus dem Rat, eine gemeinsame Dachmarke für den Tourismus in der Stadt Braunlage zu entwickeln. Gleichzeitig soll der Rat auch den Marketingplan mit einem Volumen von 335.000 Euro insgesamt beschließen, der diesmal unter anderem keinen Zuschuss mehr zum Sommernachtstraum aufweist.

Allein 45.000 Euro will sich die Braunlage-Tourismus-Marketing-Gesellschaft (BTMG) die Entwicklung und ersten Werbeaktionen der neuen Dachmarke kosten lassen. „Wenn wir als Marktführer im Harz das machen, das sorgt schon für Aufmerksamkeit“, sagte Holger Kolb in der Sitzung. Der stellvertretende Vorsitzende des Marketingbeirates stellte das Papier vor.

Entwicklung ausschreiben

Derzeit wirbt die BTMG auf allen Prospekten und Aktionen mit allen drei Orten, drei Farben, drei Logos und den drei Slogans „Braunlage, das Herz im Harz“, „Bergdorf Hohegeiß“ und „Bergstadt St. Andreasberg“. „Das ist zu lang und zu kompliziert“, meinte Kolb. Saalbach-Hinterglemm oder Kitzbühel beispielsweise würden auch nur jeweils mit ihrem Hauptort werben. Das sei einprägsamer. „Wer kennt schon die Ortsteile von Kitzbühel?“, fragte er rhetorisch.

BTMG-Geschäftsführerin Cathleen Hensel betonte, dass bereits bei der Vorstellung des Tourismuskonzepts von der „ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH“ eine gemeinsame Dachmarke gefordert worden ist. Vor einem Jahr bei der Vermieterversammlung war das wieder Thema. Jetzt solle die Entwicklung ausgeschrieben und das Thema angegangen werden.

Weil die 45.000 Euro für Entwicklung und Erstbewerbung finanziert werden müssen, schlug der Marketingbeirat vor, 2025 einmal keinen Sommernachtstraum mehr zu veranstalten. Dieses Event war in den vergangenen Jahren stets mit so um die 25.000 Euro gefördert worden. So hat es bereits der Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens beschlossen. Der Marketingbeirat hat den Plan wieder im Auftrag der BTMG entwickelt.

15.000 Euro für die Harzer Falken

Und dabei soll 2025 mehr Geld für Online-Marketing ausgegeben werden. Dieser Bereich erhalte allein 46,6 Prozent des Budgets, berichtete Cathleen Hensel. 18,5 Prozent fließen in die Veranstaltungen, bei denen vor allem die BTMG-Events demnächst auf den Prüfstand kommen, wie die Geschäftsführerin ankündigte. Zu dem Topf Veranstaltungen gehören auch die 15.000 Euro, mit denen die BTMG die Harzer Falken unterstützt, die ein wichtiger Werbefaktor seien.

Für das Standortmarketing werden 5,9 Prozent des Budgets genutzt, dazu gehören unter anderem die Winterbeleuchtung oder die Markthütten. 29 Prozent gibt es für die Sonderprojekte, zu denen unter anderem E-Car-Sharing, Wartung und Pflege der Wander-Infrastruktur sowie die Betreuung und Umsetzung der Ideen des Marketingbeirats und der Antragsteller gehören.

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