Wie der Landkreis Goslar seine Blitzer-Möglichkeiten erweitert
Der Landkreis Goslar verfügt jetzt über zwei Blitzeranhänger. Einer ist am Wochenanfang an der B6 zwischen Posthof und der Landkreisgrenze zur Stadt Salzgitter im Einsatz. Foto: Gereke
Es erhöht die Verkehrssicherheit und verschafft auch Einnahmen durch Bußgelder: Geschwindigkeitsmessungen. Wie der Landkreis Goslar seine Blitzer-Möglichkeiten erweitert.
Nordharz. Wer im Landkreis Goslar einen Blitzeranhänger passiert hat, ohne ein unliebsames Foto kassiert zu haben, kann sich freuen und den Standort für die nächsten Tage merken. Er sollte sich aber ab sofort nicht zu sicher fühlen, dass ihm solch ein mobiles Messgerät nicht doch etwas nachweisen kann. Denn der Landkreis ist jetzt sozusagen mit doppelten Einsatz unterwegs, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Panne bei Einbruchsserie
Polizei fahndet mit Blitzer-Fotos nach Dieben
Doppelter Einsatz heißt in diesem Fall: „Der Landkreis verfügt seit Anfang dieses Jahres über einen zweiten Blitzeranhänger zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung. Der Anhänger wurde am 6. Januar zugelassen“, bestätigt Goslars Kreissprecher Maximilian Strache auf Nachfrage entsprechende GZ-Beobachtungen. Die Geräte sind parallel an verschiedenen Orten im Einsatz sind – Anfang dieser Woche beispielsweise im nördlichen Harzvorland. So fand sich ein Teil des Blitzer-Duos in Neuekrug an der B248, der zweite stand an der B6 zwischen Posthof und der Landkreisgrenze zur Stadt Salzgitter. Die Geschwindigkeiten von Fahrzeugen können sie in beide Fahrtrichtungen messen.
Rund 353.000 Euro Blitzeranhänger-Bußgeld
Die Anschaffungskosten für den neuen Blitzeranhänger belaufen sich auf gut 200.000 Euro. Allerdings könnte es sein, dass das Gerät schon bald diese Investitionssumme wieder hereingeholt hat. Denn der erste Anhänger sorgte allein im vergangenen Jahr für Bußgelder in Höhe von rund 353.300 Euro, wie Maximilan Strache informiert.

Ein zweiter Blitzeranhänger überwacht zeitgleich in Neuekrug an der B248 die gefahrenen Geschwindigkeiten. Foto: Gereke
Die gesamten Einnahmen des Landkreises aus der Geschwindigkeitsüberwachung liegen aber noch viel höher. So kamen durch stationäre und mobile Anlagen im Jahr 2025 mehr als fünf Millionen Euro zusammen, ergänzt Goslars Kreissprecher auf GZ-Nachfrage.
Insgesamt sind fünf stationäre Anlagen im Einsatz: B6 (Abfahrt Hildesheimer Straße in Goslar, Fahrtrichtung Salzgitter), B6 (Abfahrt Bad Harzburg), B243 (Abfahrt Ildehausen), B243 (Abfahrt Braunlage) und B82 (Langelsheim, Fahrtrichtung Seesen). Zudem sind es jetzt mit dem neuen Blitzeranhänger insgesamt vier mobile Messeinheiten. Eine solche ist quasi auch der Blitzer in Heimerode an der L500 – denn der ist nur „scharf“, wenn eine mobile Anlage eingebaut ist. „Messstellen der mobilen Anlagen richten sich nach dem Messtellenkatalog, der durch die Unfallkommission festgelegt wurde“, sagt Strache.
Blitzer-Bescheide unwirksam
Unzulässig: Seesen muss seine Tempo-10-Zonen abschaffen
Seit Mai 2018 setzt der Landkreis Goslar auf Blitzeranhänger zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung. Den ersten Einsatz gab es damals an der B248 in Höhe Nauen. Das Gerät stand seinerzeit auf dem General-Fuchs-Parkplatz und war für eine Testphase von einem halben Jahr gemietet worden. Die späteren Beschaffungen zeigen: Die Testphase verlief aus Sicht des Landkreises offenbar erfolgreich.
Copyright © 2026 Goslarsche Zeitung | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.