Zähl Pixel
Millionenschweres Projekt

GZ Plus IconNeuer Betriebshof in Goslar als Pfahlbau geplant

Am Standort Immenröder Straße soll eine neue Betriebshof-Zentrale gebaut werden.

Am Standort Immenröder Straße soll eine neue Betriebshof-Zentrale gebaut werden. Foto: Epping

In Goslar soll eine neue Betriebshof-Zentrale an der Immenröder entstehen. Erste Details zum Millionenprojekt, für das die Stadtentwässerung Goslar GmbH verantwortlich zeichnet, haben nun den Weg in die Öffentlichkeit gefunden.

author
Von Hendrik Roß
Mittwoch, 12.03.2025, 12:00 Uhr

Goslar. Die Standortfrage für den städtischen Betriebshof taucht nach Jahren wieder auf, fast wie ein nur notdürftig geflicktes Schlagloch im Asphalt. Vor drei Jahren diskutierte die Politik zuletzt über die damals schon marode Betriebsstätte an der Immenröder Straße – und den dringenden Handlungsbedarf an der Stelle.

So sieht eine schematische Darstellung des Baugrunds aus, auf dem der neue Betriebshof entstehen soll. Die tragfähigen Schichten befinden sich in neun bis zehn Metern Tiefe.

So sieht eine schematische Darstellung des Baugrunds aus, auf dem der neue Betriebshof entstehen soll. Die tragfähigen Schichten befinden sich in neun bis zehn Metern Tiefe. Foto: Privat

Damals war Russland gerade in die Ukraine einmarschiert und die Energiekrise noch ganz am Anfang. Passiert ist in Sachen Immenröder Straße seitdem zumindest auf offener Bühne kaum etwas. Mittlerweile gibt es aber einen Plan für die Zukunft des Betriebshofs: Die abgängigen Gebäude sollen möglichst schnell verschwinden.

Zwei Mieter

Die Stadtentwässerung Goslar GmbH (SGG) will anschließend als Projektverantwortliche einen Neubau an der Immenröder Straße realisieren, in den der Betriebshof sowie die Straßenreinigung des Dienstleisters Eurawasser als Mieter einziehen. Bei der SGG handelt es sich um ein privat-öffentliches Gemeinschaftsunternehmen, bei dem sich Verwaltungsvize Dirk Becker sowie Eurawasser-Chef Holger Fricke die Geschäftsführung teilen. Ziel sei es, einen zentralen Standort für den Betriebshof zu schaffen, betonen die beiden. Becker hebt vor allem die „fantastische Lage“ an der Immenröder Straße hervor.

Das Schaubild zeigt, wie die Pfahlbauweise aussehen kann.

Das Schaubild zeigt, wie die Pfahlbauweise aussehen kann. Foto: Keller Grundbau (Skizze)

Was genau die Pläne für die weiteren Betriebshof-Niederlassungen an der Feldstraße oder der Vienenburger Glückauf-Straße bedeuten, sei noch nicht abschließend klar. Doch die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Neubau an der Immenröder Straße soll für 120 Mitarbeiter sowie mehr als 60 Fahrzeuge auslegt sein. Das entspricht etwa dem aktuellen Personalstamm sowie der Einsatzflotte für Gesamt-Goslar. Und zumindest für die aktuelle Vienenburger Betriebsfläche gibt es mit der Feuerwehr schon einen potenziellen Nachnutzer, ebenfalls mit drängenden Neubau-Wünschen.

Politik informiert

Ende Februar haben die SGG-Geschäftsführer die Goslarer Ratspolitik über die Betriebshof-Pläne an der Immenröder Straße informiert, weitere Beratungen folgen.

Über Zahlen wollen die Verantwortlichen noch nicht sprechen. Derzeit würden noch zahlreiche Abstimmungen mit Behörden anstehen. Dass es sich um ein „Millionenprojekt“ handeln werde, könne aber niemanden überraschen.

Denn auch der Untergrund des Grundstücks ist nicht ganz unkompliziert. Bereits 2022 waren Bodenproben genommen worden. Das entsprechende Gutachten dazu fand zwar nie den Weg in die Öffentlichkeit, doch die Konsequenzen sind klar erkennbar. Die neue Betriebshof-Zentrale soll in einer Pfahlbauweise entstehen, durch die die nötige Standfestigkeit erreicht werde. Wann das neue Gebäude stehen soll, ist noch offen, ebenso, wie die Betriebsabläufe während der Bauzeit aussehen. Becker geht aber nicht davon aus, dass dieses Jahr viel Bautätigkeit auf dem Gelände zu sehen sein wird. Erste Vorbereitungen würden aber bereits anlaufen. Schaue man auf den Zustand der Gebäude, sei Eile aber durchaus geboten.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region