Warum steht in der Harzburger Bäckerstraße eine Ampelanlage?
Seit Anfang der Woche steht eine Ampelanlage an der Kreuzung Bäckerstraße/Dr.-Heinrich-Jasper-Straße. Foto: Schlegel
Auf der Kreuzung Bäckerstraße/Dr.-Heinrich-Jasper-Straße steht seit Montag eine Ampelanlage, bei der sich die Autofahrer fragen, was sie da soll. Die GZ hat sich erkundigt. Auch nach neuen Bauarbeiten in der Schmiedestraße, die am Montag beginnen.
Bad Harzburg. Straßenbauarbeiten beziehungsweise die dazugehörigen „verkehrsrechtlichen Anordnungen“ von Stadt und Landkreis bleiben ein Dauerthema, nicht erst seit dem Chaos, das die Autofahrer selbst gerade am Bahnhof verursachen. In der kommenden Woche werden neue Bauarbeiten in der frisch sanierten Schmiedestraße für Verkehrsbehinderungen sorgen, außerdem wird in der Stadtmitte die Fahrbahn ausgebessert. Und was sollen eigentlich die Ampeln bezwecken, die seit wenigen Tagen im Bereich Bäckerstraße/Dr.Heinrich-Jasper-Straße und der Straße An der Rennbahn den Verkehr regeln? Eigentlich noch gar nichts.
In der Herzog-Wilhelm-Straße werden am Samstagmorgen Risse in der Fahrbahn repariert. Foto: Schlegel
Bauarbeiten in der Schmiedestraße
Anders sieht es in der Schmiedestraße aus, wo ab Montag, 12. Mai, vier Monate lang auf einem Privatgrundstück ein Außenlift gebaut werden soll. Dazu muss laut der verkehrsrechtlichen Anordnung der Gehsteig vor den Grundstücken 14 und 16 gesperrt werden, auch die beiden Parkboxen davor stehen nicht mehr zur Verfügung. Auch die Fahrbahn werde ein wenig verengt sein, heißt es aus dem Ordnungsamt. Das besonders dann, wenn an der Haltestelle ein Bus steht. Die Baumaßnahmen haben nichts mit der Stadt zu tun, sondern sind privater Natur. Sie hätten aber auch nicht während der Bauarbeiten in der Schmiedestraße angegangen werden können.

In diesem Bereich der Schmiedestraße werden Gehsteig und Parkbuchten gesperrt. Foto: Schlegel
Für richtige Verwirrung sorgt indes die neue Ampelanlage im Bereich Bäckerstraße/Dr.Heinrich-Jasper-Straße und der Straße An der Rennbahn. Sie gibt abwechselnd freie Fahrt aus einer dieser Straßen, während die anderen Autofahrer warten müssen. Dabei hat sich doch an der Baustellensituation eigentlich nichts geändert.
Verwirrend sind aber auch die Zuständigkeiten: Der Landkreis erteilt die verkehrsrechtliche Anordnung, da er für die Straße zuständig ist. Auftraggeber für den Radweg ist indes die Stadt und die Ampel wiederum wurde auf Bitte der Baufirma von einer anderen Firma, die für Verkehrssicherung zuständig ist, dort hingestellt.
Zu früh eingeschaltet
Aber warum? Die Arbeiten werden dem Kreuzungsbereich recht nahe kommen und erst dann soll der Verkehr per Ampel gesteuert werden, so die Auskunft aus dem Bauamt. Dort sind die Arbeiter aber noch gar nicht angelangt, am Dienstagvormittag jedenfalls nicht und doch war die Ampelanlage schon in Betrieb. Das, so heißt es aus dem Bauamt, sei aber noch gar nicht nötig gewesen. Warum die Firma, die für die Verkehrssicherung zuständig ist, die Anlage schon scharfgeschaltet sei, sei schleierhaft. Die Anlage werde erst einmal wieder ausgeschaltet. Denn die Bauarbeiten würden wohl nicht einmal in dieser Woche in den Kreuzungsbereich vorrücken.
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