Was Bad Harzburgs neues Logo bedeutet und was es gekostet hat
Erster Stadtrat Andreas Simon präsentiert zusammen mit (v.r.) Tobias Brandt und Dr. Jochen Wesemeier von der städtischen Wirtschaftsförderung das neue Logo, das (v.l.) Alexander Klutzny und Silke Duda-Koch erarbeitet haben. Foto: Schlegel
Die Stadt Bad Harzburg hat sich ein neues Logo erstellen lassen, um moderner zu werden und zu werben. Die GZ erklärt, was es bedeuten soll und wieviel es gekostet hat.
Bad Harzburg. Erstmals hat die Stadt Bad Harzburg ein eigenes Logo. Am Donnerstag wurde es im Rathaus präsentiert und erklärt. Im Prinzip ist es eine simplifizierte Variante des Stadtwappens mit einigem Spielraum für Interpretationen und Variationen. Gekostet hat es die Stadt 12.000 Euro. Dass solch ein Logo nicht sofort bei allen gleich gut ankommt, nehmen die Macher dabei in Kauf.
Bisher gibt es nur den Luchs
Logos gab es in Bad Harzburg bereits einige, aber nie, so Erster Stadtrat Andreas Simon, sei es eines der Stadt gewesen. Mit Logos arbeiteten bisher nur die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe, aktuell ist der Luchs da das zentrale Element.
Leichter Aufwärtstrend
Einwohnerzahlen: Ist Bad Harzburg wirklich eine Rentnerstadt?
Bewusst lokal vergeben
Bewusst, so Andreas Simon, habe sich die Stadt für ein örtliches Unternehmen entschieden. Und darüber freuten sich am Donnerstag Alexander Klutzny und Silke Duda-Koch von Design-Office: „Bad Harzburg hat sich halt keine Agentur aus Hamburg, Paris oder New York geholt“, so die Geschäftsführerin des Unternehmens. Das wäre womöglich auch teuer geworden und hätte mehr als die 12.000 Euro gekostet, die die Stadt für das Gesamtpaket gezahlt hat.

Auf dieser Darstellung ist die Ableitung aus dem Stadtwappen zu erkennen, das natürlich nicht von der Bildfläche verschwinden wird. Foto: Design Office
Und in diesem Gesamtpaket ist einiges drin. Zunächst natürlich das Logo an sich. Es ist angelehnt an das Stadtwappen, aber aufs Einfachste reduziert: Oben himmelblaue Zinnen, unten ein grüner Halbkreis mit einem kurzen Strich Richtung Mitte. Zusammen könnte beides als H und G verstanden werden, der erste und letzte Buchstabe von Harzburg. Natürlich dürfe und werde jeder Betrachter auch eigene Gedanken hineininterpretieren. „Ein Logo muss wirken, man muss es nicht erklären“, so Silke Duda-Koch.
Das neue Logo von Bad Harzburg
Kommentar: Da steckt viel drin – vor allem Erklärungsbedarf
Und doch gab zumindest beim Präsentationstermin ein kleines Erklärstück. Alexander Klutzny erzählte die Entstehungsgeschichte, an der eine ganze Arbeitsgruppe mitschrieb. Grundlage dieser „wertebasierten Marktentwicklung“ seien die charakteristischen Attribute der Stadt gewesen, die Standortfaktoren. Beispielsweise Natur, Umwelt, Familienfreundlichkeit, kurze Wege, das Preisniveau, Ruhe und Sicherheit.
Der zeitgemäße Look
Dann wurde das herausgesiebt, für das Bad Harzburg künftig stehen solle: Natur, Harz, Gesundheit, Heimat, Sicherheit, Herzlichkeit und nun mithilfe des Logos auch Kreativität. Und wiederum daraus entstand ein Dreiklang, der im aktuellen Wappen und im Namen bereits zu finden sei: „Bad“ für Gesundheit, Wasser, Luft und die Farbe Blau. „Harz“ für Natur, Flora, Fauna und somit Grün. Und „Burg“, für Sicherheit, Stein, Felsen und damit das Wappen. Und genau dieses Wappen sei zum simplifizierten Logo zusammengefasst worden zu einem dringend benötigten „zeitgemäßen Look“. Es seien einfache, klare Strukturen, ohne dass die Sinnhaftigkeit verlorengehe.

Das Logo kann in abgewandelter Form für viele Themenbereiche verwendet werden. Foto: Design Office
Ein neuer Schriftzug
Natürlich werde das Logo nicht von heute auf morgen allein für sich stehend automatisch mit Bad Harzburg verknüpft und vielleicht auch nicht gleich bei jedem für Begeisterung sorgen. „Die Stadt Bad Harzburg wird die ersten Reaktionen aushalten müssen“, so Duda-Koch. Zunächst werde es ohnehin immer in der Kombination mit dem Schriftzug „Stadt Bad Harzburg“ verwendet, kündigte Andreas Simon an. Wobei auch dieser Schriftzug Teil des Gesamtpaketes ist, das die Stadt bei Design-Office in Auftrag gegeben hatte.
Von Wahlkampf bis Windkraft
Was die Harzburger 2026 von ihren Lokalpolitikern erwarten können
Langfristig gedacht
Ob nun in der Urform oder den thematisch angepassten Variationen: Die Verantwortlichen sehen viele Möglichkeiten der Nutzung, die es früher nicht gab. Und das für lange Zeit. Silke Duda-Koch jedenfalls ist davon überzeugt, dass das Logo für viele Jahre Bestand haben werde.
Copyright © 2026 Goslarsche Zeitung | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.