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Fußball-Bezirksliga

Auf den Derby-Sieger wartet vielleicht ein Extrapreis

Drei Fußballspieler in blauen und weißen Trikots kämpfen um den Ball auf dem Spielfeld, im Hintergrund Werbetafeln und zwei Zuschauer an einem Tisch

Kampf um jeden Ball im Hinspiel, das 1:1 endet. Hier versucht sich der Goslarer Jonas Gaida gegen Slavcho Uzunov durchzusetzen. Links dreht Irhad Ahmatovic vor dem am Boden liegenden Kilian Kirchner ab. Alle vier stehen auch am Mittwoch im Kader ihrer Teams für einen Einsatz zur Verfügung. Foto: Epping

In der Fußball-Bezirksliga kann es im Derby zwischen der TSG Bad Harzburg und dem Goslarer SC 08 sogar um den Aufstieg gehen.

Von Andreas Konrad Dienstag, 12.05.2026, 17:00 Uhr

Es geht um Prestige, Saisonziele und vielleicht sogar noch mehr: Das Derby zwischen der TSG Bad Harzburg und dem Goslarer SC 08 am Mittwochabend (19Uhr) verspricht wieder ein ganz besonderes zu werden. Parallel dazu sind auch der VfL Oker gegen Tabellenführer MTV Wolfenbüttel II und die FG Vienenburg gegen den KSV Vahdet Salzgitter gefordert. Wegen des Regens standen allerdings die Partien in Bad Harzburg und Vienenburg am Dienstag auf der Kippe. In Oker wird auf dem Kunstrasen gespielt.

TSG Bad Harzburg – Goslarer SC 08. Beide Teams haben den zweiten Tabellenplatz zum Saisonende als Ziel ausgerufen. Vier Spiele davor rangiert dort die TSG mit 55 Punkten vor dem GSC mit 53 Zählern – im Fall eines Heimsiegs dürfte in diesem Zweikampf also eine Vorentscheidung fallen.

Der zweite Platz könnte in dieser Saison allerdings, wie berichtet, auch den Aufstieg in die Landesliga bedeuten, den beide Mannschaften mitnehmen würden. „Wir sind mit unserer Planung zwar noch nicht so weit, aber wir wären bereit, dieses gewisse Risiko einzugehen“, sagt Bad Harzburgs Trainer Kenneth Schuller. „Die Spieler, die wir für kommende Saison ansprechen, wären für die Top-Drei in der Bezirksliga identisch mit denen für den Landesliga-Klassenerhalt.“

TSG und GSC gut gerüstet

Für das Derby sieht Schuller sein Team gut gerüstet. „Bis auf die sechs Langzeitverletzten habe ich alle Spieler zur Verfügung, besser wird es in dieser Saison nicht mehr.“ Dennoch sieht der Bad Harzburger Trainer die Goslarer aufgrund ihrer aktuellen Form als „favorisiert“ an.

Sein Gegenüber Ingo Vandreike möchte „definitiv Platz zwei zurückerobern“, mit allen Konsequenzen, die das am Saisonende haben könnte. Vandreike hat die TSG zuletzt gegen Viktoria Thiede und Vahdet Salzgitter beobachtet und sich je nachdem, „mit welchem Personal sie spielen, zwei taktische Varianten“ parat gelegt. Aber auch er sieht den Gegner aktuell in einer guten Form. Fehlen wird aufseiten des GSC Mittelstürmer Jonas Sprengelmeyer, der im Urlaub ist. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Marvin Weiske.

VfL Oker – MTV Wolfenbüttel II. Der VfL Oker hat sich im Abstiegskampf durch vier Siege in Folge in eine gute Situation gebracht. „Wir haben jetzt noch drei Heimspiele“, sagt Mehmet-Ali Tozlu, „und mit noch vier Punkten sind wir sicher durch.“ Deshalb betrachtet der Spielertrainer die Partie gegen den Tabellenführer auch als eine Art ersten Matchball. „Wenn wir taktisch gut organisiert spielen, sind wir auch gegen Wolfenbüttel nicht chancenlos“, sagt Tozlu, der auch glaubt, dass die Hängepartie um den Aufstieg nicht spurlos an der MTV-Zweiten vorbeigeht.

Vor allem aber sehnt er für sich und sein Team nach der englischen Woche die Pfingstpause herbei. „Wir müssen die Spiele am Mittwoch und am Sonntag noch irgendwie überstehen, dann haben wir uns auch ein wenig Ruhe verdient.“

FG Vienenburg – KSV Vahdet Salzgitter. Um den Platz für die Partie zu schonen, hat die FG extra das Abschlusstraining am Dienstag abgesagt. „Wir sind heiß, wir wollen spielen“, sagt Co-Trainer Fabian Bock, der an der Seitenlinie stehen wird, weil Massimo Soranno auf Dienstreise ist. „Wir haben aus dem Spiel in Salzgitter einiges gutzumachen“, sagt Bock, „und wollen die gleiche Energie wie am Sonntag auf den Platz bringen.“ Die Partie ist das Wiederholungsspiel des abgebrochenen Hinspiels, und das Rückspiel hat die FG 2:4 verloren.

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