Kommentar: Was versteht dieser Tierschutzverein unter Transparenz?
Vor Problemen die Augen verschließen, unliebsame Kritik nicht hören wollen und am besten auch nichts öffentlich dazu sagen: So wie auf diesem KI-generierten Bild scheint momentan der Tierschutzverein zu agieren. Foto: Ki-generiert
Wenn es im Tierheim wieder in geordneten Bahnen läuft, wieso hat dann der Verein Angst vor der Öffentlichkeit?, fragt GZ-Redakteur Holger Schlegel in einem Kommentar.
Bad Harzburg. Im Tierheim Eckertal soll wieder Ruhe eingekehrt sein. Verträge sind unterzeichnet, das Veterinäramt hat keine Mängel festgestellt, neues Personal ist eingestellt. Der Vorstand spricht von „geregelten Bahnen“. Das klingt nach Stabilität. Und Stabilität ist gut, vor allem für die Tiere.
Vorstand bezieht Stellung
Nach dem Donnerwetter: Wie steht es um Harzburgs Tierschutzverein?

Holger Schlegel Foto: Privat
Wer Transparenz verspricht, sollte keine Angst vor Öffentlichkeit haben. Wer sagt, man habe alles im Griff, sollte kritische Fragen nicht als Störung empfinden.
Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass man Debatten auf Vereinsmitglieder beschränkt und hinter verschlossenen Türen führt. Ein Verein, der durch frisch geschlossene Verträge weiterhin kommunale Mittel erhält, steht auch in der Pflicht, vor dem Steuerzahler Rechenschaft abzulegen.
Vielleicht läuft der Betrieb ja tatsächlich wieder in geregelten Bahnen. Vielleicht ist vieles wirklich aufgearbeitet. Dann sollte eine offene Debatte doch eigentlich nicht als Bedrohung empfunden werden.
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