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Zur Debatte ums Tierheim

GZ Plus IconKommentar: Was versteht dieser Tierschutzverein unter Transparenz?

Zwei Hunde und eine Katze stehen auf ihren Hinterpfoten und halten sich Augen, Ohren und Schnauze zu.

Vor Problemen die Augen verschließen, unliebsame Kritik nicht hören wollen und am besten auch nichts öffentlich dazu sagen: So wie auf diesem KI-generierten Bild scheint momentan der Tierschutzverein zu agieren. Foto: Ki-generiert

Wenn es im Tierheim wieder in geordneten Bahnen läuft, wieso hat dann der Verein Angst vor der Öffentlichkeit?, fragt GZ-Redakteur Holger Schlegel in einem Kommentar.

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Von Holger Schlegel
Freitag, 13.02.2026, 16:00 Uhr

Bad Harzburg. Im Tierheim Eckertal soll wieder Ruhe eingekehrt sein. Verträge sind unterzeichnet, das Veterinäramt hat keine Mängel festgestellt, neues Personal ist eingestellt. Der Vorstand spricht von „geregelten Bahnen“. Das klingt nach Stabilität. Und Stabilität ist gut, vor allem für die Tiere.

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Umso erstaunlicher ist es, dass die Mitgliederversammlung zwar unter dem Schlagwort „Transparenz“ angekündigt wird, die Presse jedoch außen vor bleiben soll.
Holger Schlegel

Holger Schlegel Foto: Privat

Das mag vereinsrechtlich zulässig sein. Es wirkt dennoch wie ein Signal. Hat da etwa jemand Angst? Soll Ruhe erzwungen werden?

Wer Transparenz verspricht, sollte keine Angst vor Öffentlichkeit haben. Wer sagt, man habe alles im Griff, sollte kritische Fragen nicht als Störung empfinden.

Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass man Debatten auf Vereinsmitglieder beschränkt und hinter verschlossenen Türen führt. Ein Verein, der durch frisch geschlossene Verträge weiterhin kommunale Mittel erhält, steht auch in der Pflicht, vor dem Steuerzahler Rechenschaft abzulegen.

Vielleicht läuft der Betrieb ja tatsächlich wieder in geregelten Bahnen. Vielleicht ist vieles wirklich aufgearbeitet. Dann sollte eine offene Debatte doch eigentlich nicht als Bedrohung empfunden werden.

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