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Großfahndung und Durchsuchungen

Nach Schüssen auf Polizisten: 16-jähriger Tatverdächtiger stellt sich

Polizisten und Polizeifahrzeuge stehen hinter einer Absperrung.

Ein Polizist ist bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen in Göttingen angeschossen worden. Jetzt hat sich ein Verdächtiger gestellt. Foto: picture alliance/dpa | Stefan Rampfel

Nach Schüssen auf einen Beamten in der Göttinger Innenstadt: Der dringend tatverdächtige Jugendliche hat sich in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei gestellt.

Von Redaktion Dienstag, 16.06.2026, 19:14 Uhr

Göttingen. Nach den Schüssen auf einen Polizeibeamten in der Göttinger Innenstadt am vergangenen Samstagabend erzielte die Polizei heute einen Fahndungserfolg: Der dringend tatverdächtige 16-Jährige stellte sich am Dienstagabend in Begleitung seines Rechtsanwalts bei der Göttinger Polizei. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Dem Jugendlichen werfen die Ermittler vor, am 13. Juni gegen 22.15 Uhr während einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien mehrfach mit einer scharfen Schusswaffe geschossen zu haben. Dabei wurde ein Polizist getroffen und erlitt schwere Verletzungen.

Durchsuchungen und europaweite Fahndung

Unmittelbar nach der Tat richtete die Polizeiinspektion Göttingen eine Mordkommission ein. Rund um die Uhr ermittelten die Beamten und erhielten dabei Unterstützung von Einheiten aus ganz Niedersachsen, schreibt die Polizei. Am gestrigen Montag durchsuchten die Ermittler dann zwei Wohnhäuser in Göttingen und eins in Gieboldehausen. Dabei stellten sie Beweismittel wie Mobiltelefone sicher. Gleichzeitig fahndete die Polizei öffentlich nach dem 16-Jährigen, zuletzt auch mittels eines europäischen Haftbefehls. Aufgrund der Berichterstattung in der Presse und über das für die Übermittlung von privatem Video- und Bildmaterial geschaltete Hinweisportal gingen parallel dazu etliche Hinweise ein. „Allein das Hinweisportal wurde über 2000 Mal aufgerufen“, berichtet die Polizei. Die Auswertung der Hinweise dauere noch an.

„Hintergründe der Tat aufklären“

Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn bezeichnete die Festnahme als große Erleichterung und wertete sie als deutliches Signal für die Funktionsfähigkeit des Rechtsstaates. Der hohe Fahndungsdruck und die präsente Polizeiarbeit hätten den Tatverdächtigen dazu bewegt, sich zu stellen, erklärte Wulff-Bruhn. Inspektionsleiter Marco Hansmann lobte die enge Zusammenarbeit der beteiligten Behörden. „Jetzt geht es weiter darum, die Hintergründe der Tat aufzuklären“, so Hansmann.

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