St. Elisabeth-Krankenhaus beantragt Insolvenzverfahren
Beim Amtsgericht Braunschweig ist ein Antrag auf Insolvenzverfahren des St. Elisabeth Krankenhauses in Salzgitter eingegangen. Foto: Oliver Berg/dpa
Das St. Elisabeth Krankenhaus in Salzgitter-Bad hat Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Braunschweig beantragt. Was das für Patienten und Mitarbeiter bedeutet.
Salzgitter. Das St. Elisabeth Krankenhaus in Salzgitter-Bad hat am 24. Februar in Eigenverwaltung einen Antrag auf Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Braunschweig eingereicht.
Angespannte Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor
Wie aus einer Pressemitteilung herausgeht, seien die Gründe dafür die seit mehreren Jahren angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor. Das Krankenhaus sei sowohl von den strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen als auch von erhöhten Personal-, Energie- und Sachkosten betroffen. Abgesehen davon wirken sich Investitions- und Projektkosten im Zusammenhang mit dem Neubau auf die wirtschaftliche Gesamtsituation aus, wie das Krankenhaus mitteilt.
Doch das nun beantragte Insolvenzverfahren soll sich nicht auf den Krankenhausbetrieb auswirken. Dieser „läuft in allen Bereichen uneingeschränkt weiter“, heißt es. Sowohl die medizinische als auch die pflegerische Versorgung der Patientinnen und Patienten in Salzgitter-Bad und der umliegenden Region seien vollständig sichergestellt. Ebenso würden weiterhin Behandlungen und Operationen wie geplant stattfinden, so das Krankenhaus.
Die Zukunft der Mitarbeiter
Das Klinikpersonal des St. Elisabeth-Krankenhauses sei am selben Tag im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung über die Antragstellung und das weitere Vorgehen informiert worden. „Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld abgesichert“, teilt das Krankenhaus mit. Was die Geschäftsführung angeht, wird diese im Rahmen des Insolvenzverfahrens weiterhin im Amt bleiben und das Krankenhaus eigenverantwortlich durch den bevorstehenden Sanierungsprozess führen. Das Ziel sei es, die wirtschaftliche Stabilität des Hauses wiederherzustellen und eine tragfähige strukturelle Perspektive zu entwickeln. Begleitet wird die Geschäftsführung durch die Kanzlei Brinkmann & Partner und Advant Beiten.
Krankenhaus hält an geplantem Zukunftsprojekt fest
Trotz des eingeleiteten Insolvenzverfahrens, will das St. Elisabeth Krankenhaus weiterhin an der geplanten Inbetriebnahme des Neubaus mit moderner Medizin- und Gebäudetechnik festhalten. Derzeit werden einzelne organisatorische und kaufmännische Rahmenbedingungen überprüft, heißt es.
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