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Attraktion in Braunlage

GZ Plus IconSkateanlage: Rat entscheidet sich einstimmig für teure Variante

Im hinteren Bereich des Multifunktionsplatzes an der Von-Langen-Straße in Braunlage soll die Skateanlage entstehen. Die Fläche beginnt etwa am Ende der Beschriftung des Fahrradparcours und führt bis zum Zaun.

Im hinteren Bereich des Multifunktionsplatzes an der Von-Langen-Straße in Braunlage soll die Skateanlage entstehen. Die Fläche beginnt etwa am Ende der Beschriftung des Fahrradparcours und führt bis zum Zaun. Foto: Eggers

Freude bei Cordula Dähne-Torkler, der Vorsitzenden des Kinderschutzbundes: Seit 2017 kämpft der Verein für den Multifunktionsplatz mit einer Skateanlage. Am Dienstag hat der Rat in Braunlage dafür gestimmt und sich auf die teure Variante geeinigt.

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Von Michael Eggers
Donnerstag, 27.02.2025, 12:00 Uhr

Braunlage. Die Zeit drängt: Bis zum 15. Oktober muss die Stadt Braunlage den Bau der Skateanlage auf dem Multifunktionsplatz an der Von-Langen-Straße abgeschlossen und abgerechnet haben. Ansonsten gibt es das bereits bewilligte Fördergeld in Höhe von 268.000 Euro nicht. Dementsprechend eilig hatte es der Rat mit einem Beschluss, der sich am Dienstagabend einstimmig für die 470.000-Euro-Variante entschieden hat.

Planer David Jablonski von der Firma Endboss aus Hannover stellt die verschiedenen Varianten für die Skateanlage auf dem Multifunktionsplatz ausführlich in der Ratssitzung vor.

Planer David Jablonski von der Firma Endboss aus Hannover stellt die verschiedenen Varianten für die Skateanlage auf dem Multifunktionsplatz ausführlich in der Ratssitzung vor. Foto: Eggers

Planer David Jablonski von der Firma Endboss aus Hannover stellte in der Sitzung die drei erarbeiteten Varianten ausführlich vor, die zwischen 410.000 und 470.000 Euro kosten. Zuvor hatte die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Cordula Dähne-Torkler, noch einmal eindringlich in der Einwohnerfragestunde um diese Skateanlage gekämpft. Sie erinnerte daran, dass sich die Braunlager Jugendlichen für das Projekt ausgesprochen hatten und fragte den Bürgermeister direkt, wie er zu diesem Vorhaben stehe.

65 Prozent Förderung

Wolfgang Langer unterstrich, dass er persönlich für den Bau der Skateanlage sei. Überhaupt schien es zu diesem Zeitpunkt der Sitzung, dass sich alle Ratsmitglieder für die Schaffung der Skateanlage aussprechen. Im Vorfeld der Sitzung hatte das noch anders geklungen. Kein Wunder, dass sich Cordula Dähne-Torkler nach dem einstimmigen Beschluss riesig freute und sichtlich strahlte.

Dank der engagierten Zusammenarbeit zwischen Kinderschutzbund und Stadt hatte es nicht nur Fördermittel für die Skateanlage gegeben, sondern auch einige Unternehmen und Privatleute haben großzügig dafür gespendet.

Wie hoch der Eigenanteil der Kommune ganz genau ist, steht angesichts der Spenden noch nicht fest, aber es habe eine 65-prozentige Förderung der zunächst geschätzten Mittel gegeben, wie Kämmerer Enrico Gessing auf GZ-Anfrage mitteilte. Diese 268.000 Euro kommen vom Amt für regionale Landesentwicklung. Der Kämmerer rechnete aber vorsichtig und plante 550.000 Euro für das Vorhaben in den Doppelhaushalt ein.

Hauke Lattmann von der Bürgerliste sprach sich in der Sitzung zunächst für die kostengünstigere 411.000-Euro-Variante aus, nachdem eine Reihe von Ratsmitgliedern bereits die 470.000-Euro-Variante gefordert hatte. Das mittlere Konzept schied bei allen Ratsmitgliedern gleich von vornherein aus, weil es zu stark auf den Fahrradparcours auf dem Platz ragte.

Lattmann war anfangs davon ausgegangen, dass die Stadt 470.000 Euro für das Projekt eingeplant habe. Wenn sich die 470.000-Euro-Variante nun während des Baus verteuere – was laut dem Ratsherrn wahrscheinlich sei – müsse die Kommune eigenes Geld nachschießen, meinte er.

Auch für Urlauber

Doch Gessing und auch Langer betonten, dass die Stadt 550.000 Euro im Haushalt eingeplant habe. Weil die Kommune dann bei einer leichten Verteuerung einen ausreichenden Puffer hätte, entschieden sich schließlich alle Ratsmitglieder für die 470.000-Euro-Variante.

Die alten Skate-Elemente sind bereits auf den Parkplatz vor dem Multifunktionsplatz geschafft worden. Sie können offenkundig nicht mehr genutzt werden.

Die alten Skate-Elemente sind bereits auf den Parkplatz vor dem Multifunktionsplatz geschafft worden. Sie können offenkundig nicht mehr genutzt werden. Foto: Eggers

Diese bietet die meisten Hindernisse und Möglichkeiten für die Skateboardfahrer, die Inlineskater und Fahrradfahrer, die künftig diesen Platz nutzen sollen. Zwar wird er vor allem für die Braunlager Kinder und Jugendlichen gebaut, aber auch bei Urlaubern dürfte er attraktiv sein, meinte Ratsvorsitzender Karl-Herbert Düker (CDU). Wie in der Sitzung zudem betont wurde, nutzten nicht nur Kinder und Jugendliche den Platz, sondern auch Erwachsene.

Hauke Lattmann hakte bei Planer Jablonski wegen der Fertigstellung zum 15. Oktober nach, und dieser betonte, er könne keine Garantie geben, dass es klappt. Er zeigte jedoch einen strengen Zeitplan auf, wie es funktionieren könnte.

Der Multifunktionsplatz, auf dem die Skateanlage errichtet wird, steht an der Ecke Flurweg/Von-Langen-Straße. Er ist bereits seit einigen Jahren aufgewertet worden und verfügt unter anderem über Fitnessgeräte, Basketballkörbe und Hockeytore, eine Tischtennisplatte, einen Fahrradparcours, eine Doppelschaukel und eine Hangwellenrutsche sowie einen Unterstand, unter dem die Jugendlichen, die sich schon vorrangig auf dem Platz treffen, vor Regen geschützt sind.

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