Tierhalterin gibt Tipps für eine stressfreie Silvesternacht
Maren Reese ist eine bekennende Hundefreundin. Foto: Privat
Hundefreundin aus Langelsheim gibt Tipps für die Silvesternacht. Was können Tierhalter tun, um Stress für ihre Lieblinge zu vermeiden?
Nordharz. Silvester und Hunde – wie passt das zusammen? Was können Besitzer tun, um das Fest mit der zu erwartenden Knallerei für die Tiere erträglich zu gestalteten? Maren Reese aus Langelsheim, überzeugte Tierfreundin und Halterin mehrerer Hunde, gibt dazu Ratschläge.
Viele Haustiere, nicht nur Hunde, haben Stress in der Silvesternacht. Foto: Pixabay
erantwortungsbewusste Tierbesitzer sollten alles dafür tun, um ihre Tiere angemessen zu schützen, betont sie. Freigänger-Katzen sollten am besten schon ab dem Feuerwerksverkauf im Haus gehalten werden und auch erst einige Tage nach Silvester wieder Freigang bekommen.
„Für Hunde gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht, denn im Zweifelsfall entläuft der geliebte Vierbeiner nur ein einziges Mal und bezahlt diese Panikreaktion im schlimmsten Fall mit seinem Leben“, hält die 34-Jährige fest.
Auslastung ist Maren Reeses erster Tipp für Hundebesitzer: „Beginnt euren Tag mit einer ausgiebigen Gassi-Runde und wählt dafür eine Umgebung in der Natur. So könnt ihr zumindest davon ausgehen, dass ihr keine direkte Konfrontation mit einem Feuerwerkskörper erlebt. Für die kognitive Auslastung könnt ihr spannende Übungen einfließen lassen.“
Keinen Eierlikör geben
Wichtiger noch sei die Sicherung beim Gassigehen. „Auch wenn euer Hund noch nie auf Silvester reagiert hat, kann der Tag kommen, an dem er doch erschrickt und davonrast.“
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Auch Lecken und Kauen kann zum Stressabbau hilfreich sein, zumindest wenn der Vierbeiner im Silvesterstress noch so weit ansprechbar ist, dass eine Nahrungsaufnahme funktioniert. Es sei sinnvoll, eine „Ausnahmeleckerei“ anzubieten, die für den Hund besonders reizvoll ist. Nassfutter, gewolftes Barffleisch und Frischkäse wären Reeses Ideen, mit denen eine Schleckmatte vorbereitet werden kann: „Wenn ihr die Kau- und Leckdauer dabei etwas steigern wollt, könnt ihr es auch einfrieren.“
Alkoholische Hilfsmittel wie Eierlikör oder Ähnliches hat Maren Reese noch nie eingesetzt und würde es deshalb auch nicht empfehlen.
Hundehalter sollten als souveräner Partner Ruhe ausstrahlen und den Hund nicht zurückweisen, wenn er die Nähe zum Menschen sucht: „Ihr werdet seine Angst damit nicht verstärken, sondern ihr werdet sein Anker der Sicherheit.“
Türen geschlossen halten
Auch die Tonlage der Stimme kann dem Hund helfen sich zu entspannen, wenn er merkt, dass Herrchen (Frauchen) entspannt ist.
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Wahlweise sollte dem Hund ein Rückzugsort angeboten werden. Ein Raum, in dem die Fenster und Rollläden geschlossen sind und ein Radio läuft. „Bietet ihm eine Höhle zum Verstecken oder eine flauschige Decke zum Schnuffeln.“
Doch auch alle anderen Familienmitglieder sollten an den Hund denken. „Gerade, wenn Kinder in der Familie leben, passiert es in der Aufregung mal fix, dass eine Tür offensteht und der Hund entläuft. Achtet auf Sicherheit im Haus, damit der Hund nicht durch so eine unvorhersehbare Gelegenheit entläuft. Die Verantwortung liegt hier immer bei den Erwachsenen“, erklärt Maren Reese.
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