Weitere Geheimnisse aus Harzburgs Vergangenheit kommen ans Licht
Kennt Bad Harzburg von oben und unten wie kaum ein Zweiter: Horst Woick (li.) in den 1950er Jahren, als er in Clausthal seinen Bergbauingenieur baute und in der Grube Friederike in Bad Harzburg arbeitete. Bergbau ist ein Schwerpunktthema auf Woicks Website. Foto: Harz-History
Zwei neue Online-Archive offenbaren weitere Geheimnisse der Bad Harzburger Geschichte und treiben das Harz-History-Fotoarchiv sogar über die Millionen-Marke.
Bad Harzburg. Ein besonderes Weihnachtsgeschenk begeisterte das Harz-History-Archivteam der Bad-Harzburg-Stiftung: An Heiligabend wurde zum ersten Mal die Schallmauer von einer Million Seitenaufrufe in einem Jahr durchbrochen. Zu dem weiter steigenden Interesse tragen auch zwei neue Websites bekannter Bad Harzburger bei: Horst Woick und Harry Plaster.
Als ehemaliger Kurdirektor und Ehrenvorsitzender des Fördervereins Historischer Burgberg, der seine Laufbahn in den 1950er Jahren unter Tage als Kumpel begann, hat Horst Woick ein faszinierendes Archiv vor allem auch rund um den Burgberg und den Bergbau zusammengetragen. Komplettiert wird die Sammlung durch Materialien zum Thema Wandern, Horst Woick gilt als einer der Väter der legendären Harzüberquerungen.
Interview mit Ex-Kurdirektor Woick
Was sagt ein Burgberg-Experte zu den millionenschwerer Turmplänen?
Seine gesamten Archivalien hat der 92-Jährige jetzt der Bad-Harzburg-Stiftung als Zustiftung überlassen. Und gemeinsam mit dem Archiv-Team der Stiftung wurde das Projekt in Angriff genommen, wie im Fall des Ahrens-Archivs nun auch die Exponate aus dem Hause Woick der Öffentlichkeit im Internet zugänglich zu machen. Die ersten Ergebnisse sind unter https://horst-woick-archiv.de zu entdecken und werden nach und nach ergänzt.

Bis 2015 betreute Harry Plaster auch das Ahrens-Bildarchiv der Bad-Harzburg-Stiftung. Privat verfügt er nach einem jahrzehntelangen Sammlerleben über unzählige Exponate zur Geschichte Bad Harzburgs. Nun gewährt er online Einblicke. Foto: Harz-History
Sukzessive kann allein mit Blick auf die unglaubliche Menge des Materials auch Harry Plaster nur vorgehen. Es sind die Ergebnisse eines fast ein halbes Jahrhundert währenden Sammlerlebens, die Plaster zur ersten Adresse in Sachen Bad Harzburger Historie machten. Unter https://archiv-harry-plaster.de gewährt er jetzt nochmals einen etwas tieferen Blick in seine Archiv-Schatztruhe. Seit Beginn der Plattform Harz-History ist seine Sammlung eine der Säulen des historischen Fotoarchivs.
Stiftung finanziert „Harz-History“
Die Zukunft des digitalen Bilderarchivs ist erst einmal gesichert

Eine Serie von Partyszenen aus den 1970/80er Jahren in den Sozialen Medien bescherte offenkundig etlichen Bad Harzburgern Jugenderinnerungen und Harz-History viel Resonanz, nicht wirklich geklärt aber wurde die Frage, ob dieser DJ auch im „Backofen“ (Café Raeck) aktiv war. Die einzige Info des Archivteams ist eine Notiz: „P Kellermann, Ralf 1978“. Wer weiß mehr? Foto: Harz-History
Mit der Harzsagenhalle auf dem Burgberg und dem Radau-Wasserfall hat die Bad-Harzburg-Stiftung schon mehrfach dazu beigetragen, die „Hardware“ der Bad Harzburger Historie zu bewahren. Mit der Unterstützung bei den beiden Websites, deren Domains Dirk Junicke als Vorsitzender des Fördervereins Historischer Burgberg finanziert, knüpft die Bürgerstiftung nun auch weiter an dem Netzwerk, das etlichen Sammlungen auf Harz-History eine Heimat bietet.

Es gibt so manche Schnittmenge zwischen den Archiven: Das Foto der ungewöhnlichen Radtour stammt von Udo Schlegel und lag im Archiv Plaster. Als aktiver Teilnehmer konnte Horst Woick zumindest die Mit-Radler identifizieren, darunter Dietmar Korsch, Walter-Friedrich Meyer Wünsch und Rolf Meyer. Es könnte sich um eine Vatertagstour 1978 handeln, denn nach der Schneekatastrophe im Januar hielt sich der Schnee im Harz hartnäckig. Foto: Harz-History
Dass an der Geschichte der eigenen Harzer Heimat großes Interesse besteht, zeigen nachdrücklich die Nutzerzahlen. Fast 30.000 Besucher katapultierten Harz-History in 2025 über die Million-Marke und auch die ersten Gehversuche des Archivs auf Instagram und Facebook finden ebenso wie das „Bewegtbild-Angebot“ auf YouTube immer mehr Follower und Abonnenten. red
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