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„Lange brachgelegen“

GZ Plus IconOberharz: Warum ist der Jahresabschluss 2012 jetzt erst fertig?

Geldscheine mit dem Wert von 100 und 50 Euro und Münzen liegen auf einem Tisch.

Ab 2015 geht die Arbeit an den Jahresabschlüssen laut Kämmerer Michael Strübig deutlich schneller. Foto: Skolimowska/dpa

14 Jahre alte Jahresabschlüsse sind aktuell Thema in der Oberharzer Politik. Warum das so ist und warum das so lange gedauert hat.

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Von Sören Skuza
Samstag, 21.02.2026, 12:00 Uhr

Oberharz. Aktuell durchlaufen die Jahresabschlüsse 2012 bis 2014 die Sitzungsrunde der Clausthal-Zellerfelder Politik. Man muss kein Mathe-Genie sein, um sofort zu erkennen, dass das ziemlich lange her ist. Warum das so ist, erläuterte Kämmerer Michael Strübig im Ortsrat der Bergstadt Wildemann.

Im Jahr 2010, so Strübig, habe sich die Buchhaltung für die Kommunen geändert, wodurch sie sich umstellen mussten auf kaufmännische Buchhaltung. Das habe nicht nur im Oberharz Konsequenzen gehabt, sondern viele Gemeinden vor Probleme gestellt, weshalb sich damals erst einmal auf das Tagesgeschäft konzentriert wurde. „Das Thema hat lange Zeit brachgelegen“, erklärt der Kämmerer.

Die Jahresabschlüsse 2012, 2013 und 2014 zusammen vorzulegen, sei auch deshalb sinnvoll, weil dies die letzten Abschlüsse in der alten Samtgemeinde-Struktur vor der Reform sind. Darum gehe er auch davon aus, dass es ab jetzt deutlich schneller gehen werde, weil nach 2015 nicht mehr alles fünfmal erledigt werden müsse.

Strübig machte deutlich, wie sinnvoll er den Blick auf 14 Jahre alte Zahlen findet: „Erkenntnisse sind einfach nicht gegeben.“ Dennoch habe die Arbeit sein müssen. Und um wirklich sicher zu sein, dass nicht doch jemand irgendwelche Vorwürfe daraus stricken könnte, wolle man die Jahresabschlüsse zusätzlich vom Rechnungsprüfungsamt des Landkreises prüfen lassen – obwohl dies rechtlich eigentlich nicht notwendig sei. Und wie sieht der Zeitplan für die ausstehenden Abschlüsse aus? „2030 wollen wir fertig werden“, erklärte der Kämmerer.

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