Was die Kunst- und Museumsmeile in Bad Harzburg so besonders macht
Maia Perron ist ein der Künstlerinnen, die im Bahnhof ausstellen und auch arbeiten. Foto: Schlegel
Bad Harzburg zeigte am Wochenende, was in der Stadt steckt: 1000 Besucher, 20 Kunstschaffende, 80 Ehrenamtliche. Vom Gestüt bis zum Bahnhofsrestaurant wurde Kunst präsentiert – die Museumsmeile hat sich etabliert. Aber was macht sie so besonders?

Richard Maschke und Nina Festerling bei der Eröffnung n der Wandelhalle. Foto: Schlegel
Das Konzept ist fürwahr ambitioniert: Vom Gestüt bis hinauf zum Harzwaldhaus an der Bergbahn (und das ist länger als eine klassische Meile) öffnen Museen ihre Türen, zeigen Kunsthandwerker und Maler ihre Werke in mitunter ungewöhnlichen Stätten. Das Ganze wird organisiert und koordiniert von einer engagierten Gruppe um den Schauspieler Richard Maschke. Dazu gehören noch Nina Festerling, Franziska Glombeck, sowie Michael und Sven Bartsch.
Sie wollen „bürgerschaftliches Engagement fördern“, den Dreiklang aus Natur, Mensch und Kultur in den Fokus rücken. So jedenfalls umriss Maschke den Geist der Veranstaltung bei der kleinen Eröffnungsfeier am Morgen in der Wandelhalle.
Unbekannte Orte erleben

Das Burgy lädt im Gestüt die Kinder ein, kreativ zu werden. Foto: Schlegel
Oder das Gestüt: Die Eigentümer, die Familie Junicke, stellten die große Reithalle zur Verfügung, die allerdings – einziger Wermutstropfen in einem ansonsten rundherum gelungenen Konzept – doch recht groß und hallenartig wirkt. Dafür passt aber auch ordentlich was hinein. Am Samstag beispielsweise Fotografien von Dylan Menke, Martin Wurzbacher und Paul Kese, Malereien von Schülern verschiedener Harzburger Schulen und sogar Stationen für Kinder, an denen sie sich kreativ austoben konnten. Auch die Freimaurerloge in der Herzog-Wilhelm-Straße öffnete ihre ansonsten für die Öffentlichkeit verschlossenen Türen. Dort zeigte Kathrin Weiher moderne Malerei.

Eine Reise in die Gründerzeit unternimmt Michael Bartsch (l.) in der Villa Charlotte. Foto: Schlegel
80 Ehrenamtliche
Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was am Samstag geboten wurde. Insgesamt beteiligten sich 20 Kunstschaffende jeden Alters und 80 Ehrenamtliche sorgten dafür, dass alles rund lief.

Kathrin Weyer (r.) zeigt im Haus der Freimaurerloge ihre Kunstwerke. Foto: Schlegel

Andrea Tilinski zeigt in ihrem Atelier in der Herzog-Wilhelm-Straße, wie ihre spezielle „Pouring-Technik“ funktioniert. Foto: Schlegel
Copyright © 2025 Goslarsche Zeitung | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.