Grundschule Oker: Stadtrat einstimmig für Anbau
So stellen sich die Oldenburger Architekten den Anbau vor: Die Ansicht zeigt die Südseite. Foto: Stadt Goslar Foto: Stadt Goslar
Mehr Platz für die Grundschule Oker: Der Goslarer Stadtrat hat einstimmig den geplanten Anbau beschlossen. Entstehen sollen neue Klassen- und Fachräume für die Grund- und Förderschule und eine Mensa. Dennoch bleibt die Grundschule ein Problemkind.
Oker. Einstimmig für den Anbau an der Okeraner Grund- und Förderschule hat sich der Goslarer Stadtrat ausgesprochen.
„Endlich geschieht etwas“, so begann Ratsmitglied Jens Kloppenburg von der SPD seine Stellungnahme. Es gebe dringend Handlungsbedarf. Dass Schüler quer über den Pausenhof laufen müssen, um auf die Toilette zu gehen, sei ein untragbarer Zustand, der sich schnellstmöglich ändern müsse.
Die Probleme im Schulaltbau werden durch den Neubau nicht gelöst – die Politik sieht weiter Handlungsbedarf. Foto: Epping
Dass das Lehrerzimmer nicht barrierefrei sei, da es sich in der zweiten Etage befindet, sei Grund dafür, die Grundschule Oker als „städtisches Gebäude zum Schämen zu bezeichnen“, jedoch würden diese Probleme auch mit dem Neubau nicht verschwinden. Denn der Altbau bleibe, wie er ist – alt.
Neuer Anbau für die Grundschule
Im Sommer 2026 wollen die Okeraner das Ganztagsangebot starten
Norbert Schecke von der CDU befürwortete den Neubau gleichfalls: „Oker ist auf der Zielgeraden“. Durch den Neubau werde der Standort gestärkt, da das Angebot für die Ganztagsgrundschule dann endlich starten könne. Die Linke-Ratsfraktion spricht sich ebenfalls für das Projekt aus, jedoch bestehe hier laut Michael Ohse dringender Bedarf zur Planung der Verkehrssituation. So sollten etwa Ampeln oder Tempo-20-Zonen eingeführt werden, um den Schülern ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen.
Platz für 96 Schüler in der Mensa
Das Millionenprojekt schafft Platz für 96 Schüler in der Mensa. Platz, den die wachsende Grundschule dringend benötigt. Zurzeit besuchen 242 Schülerinnen und Schüler die Schule, die durch den Neubau die Möglichkeit haben, das geplante Ganztagsangebot zu nutzen.
Noch im Februar soll es losgehen
An der Okeraner Mehrzweckhalle beginnt bald der große Abriss
Die beiden aufgesetzten Stockwerke sind gleicher Art und mit jeweils drei Schulräumen und weiteren Differenzierungsräumen und Sanitäranlagen ausgestattet. Mit der Fertigstellung des Neubaus soll das Lernen in Containern ein Ende finden. Auch die Sorge um die Verkehrssituation entspannt sich dann, denn aktuell müssen zum Teil Schüler die Straße überqueren, um die Klassenräume zu wechseln.
Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt der Sanierungsbedarf der Grundschule hoch. Die Mängelliste ist lang: Der Keller ist feucht, somit ist das Lagern von Materialien darin nicht möglich. An den Außenmauern bröckelt der Putz, sodass schon das Stahlgeflecht zu sehen ist. Die Fliesen in den Fluren sind zum Teil kaputt, und die Wände benötigen einen neuen Anstrich.
Auch die Sanierung der Mehrzweckhalle wurde dringend gefordert, damit die Schüler wieder an richtigem Sportunterricht teilnehmen können.

Die Containerlösung für die Grundschule Oker sorgt immer wieder für Diskussionen. Foto: Epping