Steigende Spritpreise: So reagieren Autofahrer im Raum Goslar
Die GZ hat Menschen zu ihrem Tankverhalten befragt. Foto: Büsching
Hohe Spritpreise aufgrund des Iran-Krieges treffen Autofahrer im Landkreis Goslar. Die GZ hat sie nach ihrer Meinung gefragt.
Landkreis, Goslar. Der Iran-Krieg hat die Spritpreise international steigen lassen. Für viele Autofahrer – auch hier im Harz – ist das ärgerlich. Die GZ wollte daher wissen, ob und wie sich das Tankverhalten der Einwohner im Landkreis Goslar verändert hat, und hat nachgefragt.
Viele Autofahrer haben keine Alternative
„Wie soll man sein Tankverhalten ändern, wenn man berufstätig ist? Es kann ja schlecht jeder seine Arbeit niederlegen, um sein Auto stehen zu lassen!“, fragt Saskia Madleen Leiht auf Facebook und spricht vermutlich vielen Autofahrern aus der Seele. Schließlich hat nicht jeder die Möglichkeit, auf öffentliche Transportmittel umzusteigen oder aus dem Homeoffice zu arbeiten. Philipp Kleber macht auf die Unternehmen aufmerksam, die oft einen großen Fuhrpark besitzen: „Als Unternehmen mit Dieselfahrzeugen wie Baggern, Radladern, LKW, Transportern und Kleinmaschinen wie Rüttelplatten etc. ist es im Moment sehr schwierig.“ Des Weiteren spielt er darauf an, dass es wenige bis keine Ausweichmöglichkeiten gibt: „Und nein, es gibt keinen E-Bagger, E-Radlader oder sonst noch was, beziehungsweise die Beschaffungskosten sind dermaßen hoch.“ Es scheint, dass wer keine andere Wahl hat, es wohl oder übel aussitzen muss: „Ich versuche mich durchzuwurschteln, bis wir eine alternative Regierung haben!“, schreibt Dieter Rainoch ebenfalls auf Facebook.
Teure Spritpreise? – „Ich fahre weniger.“
Auf WhatsApp sagen viele der Befragten: „Ich fahre weniger.“ Andere wiederum steigen auf das Fahrrad um oder laufen. Ebenso gibt es Menschen, die versuchen, gewisse Besorgungen mit einer Fahrt zu erledigen, so auch eine GZ-Leserin: „Ich fahre weniger und wenn etwas zu erledigen ist, dann gleich alles. Einkauf macht mein Freund jetzt nach der Arbeit. Er muss ja leider täglich fahren.“
Auch über Instagram erreichten die GZ einige Kommentare – so auch dieser von einer GZ-Followerin: „Oh ja, wir haben unseren Urlaub nach Kroatien gestrichen. Das kann sich ja keiner mehr leisten.“ Das zeigt, dass nicht nur der Alltag, sondern auch Zukunftspläne darunter leiden. Glücklicherweise nehmen es einige mit Sarkasmus und Humor, wie ein Instagram-Nutzer mit dem nachfolgend beschriebenen Teufelskreis: „Ich tanke nur, um zur Arbeit zu kommen, um mein Geld zu verdienen, damit ich mir das Tanken leisten kann, um zur Arbeit zu fahren.“
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Spritpreise im Landkreis Goslar: Wo sich das Tanken bezahlt macht
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