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GZ-Tipps zur Gartengestaltung

GZ Plus IconWer unüberlegt zum Spaten greift, begeht den größten Fehler

Eine Schubkarre und Gartengeräte stehen in einem Schulgarten.

Beim Anlegen oder der Neugestaltung eines Gartens gibt es einiges zu beachten. Foto: Symbolbild: dpa/Jens Büttner

Der Winter bietet Zeit für Neuplanungen im heimischen Gartenreich. Doch es gilt fatale Fehler zu vermeiden. Die GZ gibt Tipps.

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Von Andrea Leifeld
Freitag, 13.02.2026, 13:00 Uhr

Im Februar-Garten gibt es noch nicht viel zu tun. Das Wetter zeigt sich trist und grau, die Beete und Wege sind matschig, nass oder sogar noch verschneit. Es ist ein guter Zeitpunkt, Umbauten oder gar eine komplette Neugestaltung des Gartens zu planen: Wäre dort genügend Platz für die bereits so lange gewünschte Grillecke? Oder für ein kleines Gewächshaus, ein Gemüsebeet und eine Spielecke für die (Enkel)Kinder? Könnten auch Kaninchen & Co. ihren Freilauf bekommen?

Planungen mit der ganzen Familie

Die Liste der Wünsche ist oft lang, und der große Garten erscheint dann ganz plötzlich (zu) klein.

Um alle Wünsche erfassen zu können, ist es unerlässlich, dass der Familienrat tagt und jedes Mitglied seine Vorstellungen vorträgt. Dabei gilt es zwingend zu berücksichtigen: Man kann nicht alles haben! Alle vorgetragenen Wünsche müssen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Was ist möglich, was machbar? Gerade bei der Neugestaltung eines Gartens sind voreilige Entscheidungen unklug.

Wer unüberlegt zum Spaten greift, begeht den größten Fehler bei der Gartengestaltung: Das Arbeiten ohne Plan. Tatsächlich bereuen viele Gartenbesitzer unüberlegte Umbauten schneller, als sie glauben, denn der falsch gewählte Verlauf von Gartenwegen oder die falsche Pflanzenauswahl lässt sich oft nur mit großem Aufwand ändern.

Skizze nach den Wünschen erstellen

Wichtig ist die vorhergehende, persönliche Bestandsaufnahme mit folgenden Fragen: Welche Bereiche im Garten sollen bleiben? Was soll neugestaltet werden? Welche Wünsche hat der Nutzer an seinen Garten?

Anhand der groben Liste kann dann eine Skizze erstellt werden. Dabei müssen Gegebenheiten wie Sonnenplätze und Schattenlage berücksichtigt werden, ebenso bereits vorhandene Wasser- und Stromanschlüsse.

Auch die Beschaffenheit des Bodens ist wichtig. Stimmen die Bedürfnisse der Pflanzen nicht mit den Bodenverhältnissen überein, kostet es den Hobbygärtner viel Mühe, seine Schützlinge gedeihen zu lassen.

Eine Bodenanalyse kann daher besonders bei der Neugestaltung von Gärten sinnvoll sein. Sind Bodentyp, -beschaffenheit und pH-Wert bekannt, können passende Pflanzen ausgewählt oder der Boden gezielt durch Düngung oder mechanische Maßnahmen verbessert werden.

Ein weiterer Fehler wäre, die Pflanzen aus einem schlichten Bauchgefühl heraus zu kaufen. Zu viele unterschiedliche Pflanzen bescheren dem Gartenfreund großen Pflegeaufwand. Bodendecker und eine insektenfreundliche Blühwiese minimieren hingegen die Gartenarbeit.

Viel Arbeit verdirbt bald die Freude

Ein weiterer Fehler ist, dass sich Gartenbesitzer zu viel zumuten und viel Arbeit, die in die Pflege der Anlagen gesteckt werden muss. Das verdirbt schon bald die Freude am Garten.

Auch wichtig: Wege haben eine entscheidende gestalterische Aufgabe im Gartenreich. Kleine Gärten können durch ausgeklügelte Wegführungen optisch vergrößert werden, in großen Gärten sorgt der Weg für Struktur und unterteilt das Grundstück clever in einzelne Areale.

Und Obacht: Auch wenn es kostspielig werden kann, einen (großen) Garten komplett umzugestalten, sollten Billigangebote nicht verlockend wirken. Eine gute Qualität und Fachberatung bei Pflanzen und Gehölzen bieten Gärtnereien und Gartencenter.

Viele Arbeitsschritte, wie das Pflastern oder einfache Maurerarbeiten, können mit Hilfe von Bekannten gut und kostengünstig bewerkstelligt werden.

Zuletzt: Auch wenn ein Garten so unglaublich groß erscheint, ist diese Freiheit nur in Maßen zu genießen: Werden zu viele verschiedene Gestaltungselemente miteinander kombiniert, wirkt der Garten schnell unruhig und überladen. Daher empfiehlt es sich, bei maximal zwei Stilrichtungen zu bleiben.

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