Freispruch: Riesenapplaus für junge Handwerker in Goslar
Rock’n’Roll für die jungen Gesellinnen und Gesellen: „Ulli & Friends“ das sind Ullrich Kohl, Karl-Heinz Möcker, Manuela Bäumler und Ullrich Krusche. Foto: Jörg Kleine
Zur Freisprechung erhielten junge Gesellinnen und Gesellen des heimischen Handwerks ihre Zertifikate. Bei der Feier am Rammelsberg gab es für sie viel Applaus – und Lob vom Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel.

Prominente Gäste applaudieren bei der Freisprechung: Festredner Sigmar Gabriel und Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (vorne v.r.) unterstrichen die Qualität und die großen Chancen der jungen Handwerker. Foto: Jörg Kleine
200.000 offene Stellen im deutschen Handwerk
Die alte Schlosserei am Rammelsberg in Goslar bot das spannende Ambiente für die jungen Frauen und Männer, die ihre Berufsausbildung im Handwerk erfolgreich abgeschlossen haben. Und die alte Weisheit „Handwerk hat goldenen Boden“ könnte zutreffender nicht sein.
In rund einer Million Handwerksbetrieben in Deutschland sind aktuell rund 200.000 Jobs unbesetzt, erklärte Goslars Oberbürgermeisterin zur Eröffnung – und fügte mit Augenzwinkern an: „Auf einen Friseurbesuch muss man ja mittlerweile ein halbes Jahr warten.“ Die jungen Gesellinnen und Gesellen werden also mehr denn je gebraucht. „Gerade im Landkreis Goslar bieten sich für Sie viele Chancen“, machte auch Dirk Stakelbeck deutlich, Obermeister der Friseur-Innung Goslar, der bei der Freisprechung durchs Programm führte.
Sigmar Gabriel macht Mut
Was in der Region gilt, das gilt auch in der ganzen Welt. Denn die meisten Länder beneiden Deutschland um die duale Ausbildung im Handwerk, unterstrich der frühere Außenminister Sigmar Gabriel in seiner Festansprache. Die Ausbildung im Betrieb sei zudem viel mehr als handwerkliches Lernen, sondern lehre auch Miteinander, Konfliktlösungen, Durchhaltewillen und Frustrationstoleranz.
Gabriels herzlicher Appell: die mit dem Gesellenbrief gewonnene berufliche Freiheit auch als Verantwortung zu verstehen – für die Betriebe, für die Gesellschaft, für eine eigene Familie und für lebenslanges Lernen.
Die freigesprochenen Gesellinen und Gesellen
Bei der Freisprechung erhielten folgende junge Gesellinnen und Gesellen des heimischen Handwerks ihre Briefe.
„Freispruch“ bei der Dachdecker-Innung Goslar gibt es für Jacques-Enzo Lessing, Ben Luca Quaiser und Jonas Ruppe. Foto: Jörg Kleine

„Freispruch“ bei der Friseur-Innung: Othmann Shawish, Samantha Luisa Kätzel, Manar Salman, Salma Ramadan und Belinay Kargin (Mitte v.l.) halten stolz ihre Gesellenbriefe. Foto: Jörg Kleine

Freisprechung Kfz- Innung Salzgitter: Finn Bernd Fricke erhält seinen Gesellenbrief, René Hoffmann (l.), den silbernen Meisterbrief (25 Jahre). Foto: Jörg Kleine

Freisprechung der Kfz-Innung Goslar: Gesellenbriefe gehen an Jakob Duderstaedt, Noel Spicker, Aniel Temouri und Justin Ronny Vogt, doch zwei der jungen Handwerker sind bei der Feier nicht dabei – wie in anderen Gewerken leider auch. Foto: Jörg Kleine

Die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Goslar freut sich über Philip Karges, Micha Kreß, Felix Niehus und Damian Peter als neue Handwerksgesellen. Foto: Jörg Kleine

Freisprechung bei der Bäckerinnung: Celina Lange und Ali Thaqi. Foto: Jörg Kleine

Mit einer glatten 1,0 wird Florian Eine, der seine Ausbildung bei Bernhard Olbrich (Langelsheim) absolviert hat, als Prüfungsbester ausgezeichnet. Foto: Jörg Kleine
Elektro-Innung Goslar: Florian Eine, Max Reichelt.
Maler- und Lackierer-Innung: Finn Will.

Freisprechung der Maler- und Lackierer-Innung: Finn Will. Foto: Jörg Kleine
Prüfungsbeste: Florian Eine, Max Reichelt, Markus Hüber.

Rock’n’Roll für die jungen Gesellinnen und Gesellen: „Ulli & Friends“ das sind Ullrich Kohl, Karl-Heinz Möcker, Manuela Bäumler und Ullrich Krusche. Foto: Jörg Kleine
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