Oberharzer Förster geht in Rente: Der Wald von morgen wächst weiter
Förster Dirk Franke (l.) leitet fast 24 Jahre lang das Oberharzer Revier Buntenbock. Der Leiter des Forstamtes Riefensbeek, Max Schröder, verabschiedet ihn in den Ruhestand. Foto: Landesforsten
Fast 24 Jahre prägte Dirk Franke als Revierleiter die Wälder rund um Buntenbock. Zum Ruhestand blickt der Förster auf den erfolgreichen Umbau nach der Borkenkäfer-Krise.
Buntenbock. Als die Fichten rund um Buntenbock starben, gab es für Förster Dirk Franke keinen Grund zur Freude. Heute, zum Abschied nach fast 24 Jahren als Revierleiter, blickt er auf junge Bergmischwälder und geht mit dem Gefühl, seinen Wald gut aufgestellt zu hinterlassen.
Das Forstamt Riefensbeek der Niedersächsischen Landesforsten hat in diesem Monat laut einer Pressemitteilung seinen langjährigen Leiter des Reviers Buntenbock in den Ruhestand verabschiedet. Fast ein Vierteljahrhundert trug Dirk Franke demnach die Verantwortung für die Wälder rund um das alte Fuhrherrendorf. Auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn bleibt er der Region treu und wohnt am Rande seines früheren Reviers.
Prägende Station in der Karriere
Die Zeit in Buntenbock war zugleich die längste und wohl auch die prägendste Station seiner Laufbahn. Seit 2002 leitete Franke das Revier und erlebte dort sowohl ruhige Jahre als auch eine der schwersten Krisen, die die Harzer Wälder in der jüngeren Vergangenheit getroffen haben.
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Besonders deutlich wurde das im Herbst 2019. Ausgerechnet als Franke am 1. Oktober auf 40 Dienstjahre zurückblickte, starben rund um Buntenbock die Fichtenbestände im besten Alter ab. „Ein schmerzhafter Verlust, der als Folge von Dürre und Borkenkäfer-Massenvermehrung noch mehrere Jahre andauern sollte“, schreiben die Landesforsten. Doch mittlerweile habe sich das Bild gewandelt: Auf den früheren Schadflächen wachse ein junger Bergmischwald heran. Dank Frankes intensiver Pflege befänden sich die Wirtschaftswälder rund um Buntenbock heute in einem „ausgezeichneten Zustand“. Das bescheinigte der Leiter des Forstamtes Riefensbeek, Max Schröder, ihm bei seiner Verabschiedung.
Vom Bundeswehrsoldaten zum Förster
Der Weg in den Wald begann für Franke nach seiner Zeit als Bundeswehrsoldat. 1981 entschied er sich für den Försterberuf. Er absolvierte ein Praktikum bei der Waldmärkerschaft Uelzen in der Försterei Bevensen, die private Waldbesitzer in der Heide betreut. Mit dem Forstdiplom in der Tasche startete seine Forstlaufbahn 1987 im früheren Forstamt Stauffenburg, wo er als Forstinspektor-Anwärter in der Försterei Gittelde ausgebildet wurde. Seine erste Station führte ihn 1988 bis 1990 in das frühere Forstamt Braunlage. Hier war Franke im Jugendwaldheim und im Revierdienst tätig.

Eines der letzten Projekte, die Dirk Franke als Revierleiter begleitet hat, ist die Eröffnung des Klimalehrpfads in Buntenbock im April. Foto: Knoke/Archiv
Seine nächste Station brachte ihn laut der Mitteilung in das frühere Forstamt Grund, wo er bis 2001 die Bürogeschäfte leitete. Danach wechselte der Forstmann von der Verwaltungstätigkeit zum Wegebau. Als Einsatzleiter koordinierte Dirk Franke aus dem Forstamt Lauterberg heraus rund ein Jahr lang den für die Waldbewirtschaftung unerlässlichen forstlichen Wegebau. Die längste Zeit in seinem bewegten Berufsleben arbeitete Förster Franke anschließend im Revier Buntenbock. Die Försterei leitete und lenkte er seit 2002 bis zum letzten Arbeitstag knapp 24 Jahre lang.
Bei seiner Verabschiedung würdigte Forstamtsleiter Max Schröder seine Tätigkeit. Franke sei ein Vorbild für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen gewesen. Besonders hob Schröder dessen besonnene, verbindliche und zielstrebige Art sowie seine konsequente Orientierung an der Sache hervor.
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