Schladen-Werla wählt neuen Bürgermeister mit Ja- oder Nein-Stimme
Am 23. Februar können die Bürger in Schladen-Werla für oder gegen Martin Schulze als Bürgermeister stimmen. Foto: Michael Reichel/dpa/dpa-tmn
Am 23. Februar gehen die Bürgerinnen und Bürger in die Wahllokale, um den neuen Bundestag zu wählen. In Schladen-Werla steht zusätzlich die Bürgermeisterwahl auf dem Programm. Kämmerer Martin Schulze ist der einzige Kandidat. Wie wird er gewählt?
Schladen-Werla. In weniger als 20 Tagen entscheiden sich die Bürgerinnen und Bürger in Schladen-Werla für einen neuen Bürgermeister. Einziger Kandidat ist der Kämmerer der Gemeinde, Martin Schulze, der auch der derzeitige allgemeine Vertreter des Bürgermeisters für die Gemeinde ist. Der frühere Bürgermeister, Andreas Memmert, ist aus gesundheitlichen Gründen zum 1. Dezember 2024 zurückgetreten. Doch wie wird gewählt, wenn es nur einen Kandidaten gibt?
Auf dem Stimmzettel werden die Wähler zwei Kästchen vorfinden – mit ja oder nein können sie abstimmen. Wenn mehr Bürger für Martin Schulze als Bürgermeister sind, als gegen ihn, ist er offiziell gewählt. Er braucht also mehr Ja- als Nein-Stimmen.
Ganz unbekannt dürfte den Wählern dieses Vorgehen nicht sein. Bei der letzten Wahl von Bürgermeister Andreas Memmert gab es ebenfalls keinen Gegenkandidaten. Die Wähler entschieden sich damals klar für Memmert mit 73,94 Prozent der Stimmen. Auch Ingo Henze, Bürgermeister in Langelsheim, und Alf Hesse, Bürgermeister in Liebenburg, haben eine ähnliche Wahl hinter sich, weil sich kein Gegenkandidat fand.
7200 Wahlberechtigte
Eine Mindestwahlbeteiligung gibt es laut Gemeindewahlleiterin Jennifer Naue nicht. Je nachdem, wie viele Stimmberechtigte ihren Weg zur Urne wagen, braucht Schulze mehr als 50 Prozent Befürworter darunter. Knapp 7200 Bürger sind wahlberechtigt in der Gemeinde. Für die gleichzeitig laufende Bundestagswahl sind es 7000.
Falls Martin Schule nicht die Mehrheit der positiven Stimmergebnisse auf sich vereinen kann, muss eine neue Direktwahl durchgeführt werden. Naue führt aus, dass diese innerhalb von sechs Monaten durchzuführen wäre. „Im Falle einer neuen Direktwahl besteht die Möglichkeit, dass Martin Schulze auch weiterhin die Funktion des allgemeinen Vertreters des Bürgermeisters für die Gemeinde Schladen-Werla beibehält“, sagt Naue. Falls Schulze nicht gewählt wird, würde er also den Bürgermeister weiter vertreten.
Bis 2031 gewählt
Bei mehr als der Hälfte der Ja-Stimmen ist zwar klar, dass die Bürger Schulze als Bürgermeister wollen, doch diese Wahl muss er, so ist es üblich, noch annehmen. Sobald dies schriftlich geschehen ist, ist er offiziell gewählt. „Der genau Tag der Amtseinführung hängt vom Eingang der Annahme ab und kann aus diesem Grund zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht konkretisiert werden“, führt Wahlleiterin Naue aus.
Doch für wie lange würden die Bürger Martin Schulze eigentlich wählen? Jennifer Naue erklärt, dass Schulze für die aktuelle und folgende Wahlperiode gewählt wird. Die nächste Kommunalwahl findet im Herbst 2031 statt. Seine Amtszeit würde dementsprechend knapp sechs Jahre betragen.