Ingo Henze zum SPD-Bürgermeisterkandidaten für Langelsheim gekürt
Der SPD-Ortsverein Langelsheim nominiert Ingo Henze einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten. Foto: Heinemann
Der SPD-Ortsverein Langelsheim hat Ingo Henze einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Nach mehr als einem Jahrzehnt im Amt will der 52-Jährige weitermachen.
Langelsheim. Mit einem einstimmigen Ergebnis hat der SPD-Ortsverein Langelsheim Ingo Henze zu seinem Bürgermeisterkandidaten nominiert. Bei der Wahl am 13. September tritt er mindestens gegen eine Gegenkandidatin an: die CDU-Bewerberin Elena Brunke Rudloff. Was ihn antreibt, was ihm wichtig ist und warum ihm seine Arbeit nach knapp 13 Jahren im Amt noch immer Freude bereitet, fasste Henze in einer Rede zusammen.
Weitere Interessenten für die Kandidatur gab es innerhalb der SPD nicht. Als nach möglichen Gegenkandidaten gefragt wurde, ging zwar eine Hand nach oben – allerdings nur, um ein Getränk zu bestellen. Der Vorstand sprach sich geschlossen für den amtierenden Bürgermeister aus. Ein Grund dafür sei vor allem seine langjährige Erfahrung und die Arbeit, die er in dieser Zeit geleistet habe, sagte die Vorsitzende Karin Rösler-Brandt.
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Alle Ortsteile im Blick
„Dir liegt das Wohl der Bürger am Herzen“, betonte sie. „Du hast immer geschaut, was du tun kannst und wie es den Menschen geht.“ Dabei habe Henze stets alle Ortsteile im Blick gehabt und sowohl die Partei als auch die Ortsräte bei vielen Entscheidungen einbezogen.
Für Henze selbst kam die Nominierung nicht überraschend, selbstverständlich sei sie für ihn dennoch nicht. Über das erneute Vertrauen freue er sich sehr. Zwei vollständige Amtsperioden hat er im September bereits hinter sich. Insgesamt kommt er damit derzeit auf mehr als 4500 Tage im Bürgermeisteramt. Zwar dürfte ihn nach dieser Zeit kaum jemand in Langelsheim nicht kennen, doch eine kurze Vorstellung gehöre dazu, sagte er.Kommunalwahlen 2026
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Henze ist 52 Jahre alt und lebt schon immer in Langelsheim. Aufgewachsen ist er mit drei älteren Brüdern. Seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolvierte er beim Landkreis Goslar, später wechselte er in den gehobenen Dienst und 2003 ging er zur Stadt Langelsheim. Dort arbeitete er zunächst als stellvertretender Hauptamtsleiter und als Amtsleiter für die Inneren Dienste sowie als Vertreter des Bürgermeisters – bevor er schließlich selbst Rathauschef wurde.
„Natürlich kann man nach so langer Zeit die Frage stellen: Reicht es nicht?“, sagte Henze. Seine Antwort: nein. „Ganz ehrlich: Der Job macht mir nach wie vor Spaß. Ich gebe offen zu, nicht jeden Tag. Aber wenn ich zurückblicke und mich frage, ob es noch Spaß macht, dann lautet die Antwort: Ja. Man lernt unglaublich viele nette Menschen kennen.“

Die Freude bei Ingo Henze ist groß, als er von dem Votum seiner Genossen erfährt. Foto: Heinemann
Viel Positives erreicht
Rückblickend auf seine bisherigen Jahre im Amt sagte Henze, dass zwar viel Positives erreicht worden sei, dies aber nie allein möglich gewesen wäre. „Entscheidend ist, dass es gemeinsam funktioniert“, betonte er. Besonders stolz sei er darauf, dass viele Beschlüsse im Rat einstimmig gefasst wurden. Von insgesamt 13 Haushaltsbeschlüssen seien lediglich zwei nicht einstimmig gewesen. Häufig bemühe man sich um Kompromisse, um gemeinsam zu tragfähigen Lösungen zu kommen.
Zufrieden zeigte sich Henze auch mit der aktuellen Haushaltssituation der Stadt. „Wir brauchen weder ein Haushaltssicherungskonzept noch Bedarfszuweisungen“, erklärte er.
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Elena Brunke Rudloff ist die Bürgermeisterkandidatin der CDU
Seiner Ansicht nach sei in allen Stadtteilen eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu erkennen. Wichtig sei stets die Frage, was einen Ort oder Stadtteil voranbringe. Als Beispiele nannte er den Kindergartenanbau in Hahausen, energetische Sanierungen an Schulen sowie neue Fahrzeuge und Gebäude für die Feuerwehren. Noch in diesem Jahr sollen zudem die Sanierung der L515 samt Nebenanlagen beginnen und die Aufweitung der Neile fortgesetzt werden.
Er wolle auch weiterhin für diese Entwicklung stehen, betonte er zum Abschluss seiner Rede. Gleichzeitig sei ihm bewusst, dass Fortschritte nur gemeinsam erreicht werden könnten. „Ich bin mir sicher, dass wir das auch in Zukunft zusammen schaffen.“
Als schließlich feststand, dass die 31 anwesenden Sozialdemokraten ihn einstimmig zu ihrem Kandidaten nominiert hatten, zeigte sich Henze sichtlich erfreut. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um seine Parteifreunde auf den bevorstehenden Wahlkampf einzustimmen. Gemeinsam wolle man für gute Ergebnisse für die SPD in der Stadt kämpfen. „Dann mache ich mir sozialpolitisch keine Sorgen um Langelsheim“, sagte Henze abschließend.
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