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Nach zusätzlicher Sperrung ab Montag

GZ Plus IconBad Harzburger Schmiedestraße soll zu Ostern wieder befahrbar sein

Die Schmiedestraße soll zu Ostern (und diesmal definitiv) wieder befahrbar sein. Vorher muss aber noch einmal für zwei Wochen die Kreuzung zur Juliusstraße – hier zu sehen – gesperrt werden.

Die Schmiedestraße soll zu Ostern (und diesmal definitiv) wieder befahrbar sein. Vorher muss aber noch einmal für zwei Wochen die Kreuzung zur Juliusstraße – hier zu sehen – gesperrt werden. Foto: Schlegel

Nach mehrmonatiger Verzögerung soll der Umbau der Bad Harzburger Schmiedestraße zu Ostern beendet sein. Das hat jetzt die Stadt angekündigt. Zuvor, ab 31. März, kommt es aber nochmal zu einer zusätzlichen Sperrung unterhalb der Lutherkirche.

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Von Christoph Exner
Freitag, 28.03.2025, 04:00 Uhr

Bad Harzburg. Autofahrer und Anwohner in der Bad Harzburger Schmiedestraße können durchatmen: Nach mehrfacher Verzögerung gehen die Bauarbeiten dort in die finale Phase. Ein letztes Mal kommt es ab Montag zu einer zusätzlichen Sperrung, zu Ostern soll die Straße dann wieder befahrbar sein. Diesmal wirklich? „Definitiv ja“, heißt es aus dem Rathaus auf GZ-Nachfrage.

Seit April wird die Schmiedestraße zwischen der Rudolf-Huch-Straße und der Kreuzung an der Lutherkirche wie berichtet komplett neu ausgebaut. Für den Verkehr ist sie seitdem gesperrt. Bei Baubeginn war noch von einer Fertigstellung Ende September die Rede. Die verschob sich jedoch immer weiter nach hinten. Dann kam der Winter. Schnee und Frost machten eine Fortsetzung der Arbeiten unmöglich. Abgesehen davon, dass die Firmen, die das Material für die Deckschicht herstellten, erst im Februar wieder mit der Produktion beginnen wollten.

Umleitungsstrecke führt durch das Ostviertel

Nun gibt es eine neue Fahrbahn, die Asphaltierung sei gut, ja sogar schneller vorangegangen als geplant, heißt es aus dem Rathaus. Trotzdem müssen sich Verkehrsteilnehmer noch einige wenige Tage gedulden, bis die Vollsperrung der wichtigen Verbindungsstraße aufgehoben wird – und sich sogar noch ein letztes Mal auf zusätzliche Einschränkungen einstellen. Zwischen kommendem Montag, 31. März, und Freitag, 11. April, wird nämlich die Kreuzung zwischen Schmiedestraße und Lutherkirche gesperrt.

Im September war das schon einmal der Fall. Damals wurden sogenannte Suchschachtungen durchgeführt. Sie sollten klären, wo die neuen Leitungen und Kanäle aus der Schmiedestraße ans vorhandene Netz angeschlossen werden können. Jetzt sollen diese Anschlüsse geschaffen werden. Eine Umleitungsstrecke ist ausgeschildert, sie führt durchs Ostviertel, und zwar über die Lutherstraße, die Reischauerstraße und dann via Sachsenbergstraße auf die Herzog-Julius-Straße. In Letzterer wird die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Zudem gelten dort Haltverbote, ebenso in der Reischauerstraße sowie der Schreiberhauer Straße. Auch sie werden laut Ordnungsamt entsprechend ausgeschildert.

Sind diese Arbeiten beendet, dann werde nicht nur die Kreuzung, sondern auch die komplette Schmiedestraße wieder freigegeben, teilt die Stadt mit. Es könne zwar sein, dass anschließend noch Restarbeiten anfallen, dafür werde aber keine Vollsperrung mehr nötig sein.

Keine Aufzeichnungen von Findlingen

Doch was hat in der Schmiedestraße eigentlich so lange gedauert? Neu asphaltieren und Gehwege bauen dürfte doch kein ganzes Jahr dauern, mag sich so manch einer gefragt haben. Doch das ist zu kurz gedacht. Das Problem in der Schmiedestraße steckt nämlich im Untergrund. Dort verlaufen so ziemlich alle Versorgungsleitungen, die man sich vorstellen kann. Neben Gas-, Wasser- und Stromleitungen sowie den Regenwasserkanälen sind das auch Leitungen der Telekom und vom Bad Harzburger Mineralbrunnen.

Das war der Stadt und dem beauftragten Planungsbüro zwar bekannt, doch wusste niemand, wo exakt diese Leitungen entlanglaufen. Anders als heute, wenn eine Straße neu gebaut wird, gab es im Fall der Schmiedestraße offenbar keine Pläne, aus denen das ersichtlich wurde. Für die Arbeiter war es also eine ziemliche Fummelei, zumal auch noch Hausanschlüsse erneuert werden mussten.

Abgesehen davon sei der Untergrund im Laufe der Jahre, bevor es die heutige Straße gab, mit allem möglichen Material aufgeschüttet worden, erklärt Bau- und Ordnungsamtsleiter Tobias Brandt. Heißt: im Untergrund fanden sich beispielsweise auch große Findlinge, die es erst einmal zu beseitigen galt. Und auch darüber habe es keine Aufzeichnungen gegeben.

Unerwartete Hindernisse sind nicht ungewöhnlich

Doch das, so Brandt, sei nichts Ungewöhnliches. Dass man im Untergrund auf unerwartete Hindernisse stoße, passiere bei Baustellen immer wieder. Die Schmiedestraße sei in dieser Hinsicht keine Problembaustelle gewesen. Nur war eben die Vielzahl an Hindernissen außergewöhnlich. Und das habe man vorher nicht absehen können, sagt Brandt. „Es ist nicht so, dass wir da vorher mit einem gigantischen Scanner über den Boden gehen.“

Er „verstehe komplett“, dass die Verzögerung für die Bad Harzburger, insbesondere für die Anlieger, ärgerlich war. Dass es zu der mehrmonatigen Verzögerung gekommen ist, habe jedoch nicht an schlechter Arbeit der Planer oder der Baufirmen gelegen, betont der Amtsleiter.

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