Bühne frei für das neue Goslarer Schulzentrum Goldene Aue
Blick in das neue riesige Forum: Das Schulzentrum Goldene Aue empfängt seine ersten Gäste mit der Bühne zur linken Hand. Foto: Sebastian Sowa
Jetzt haben die beiden Schulen das Sagen: Die Realschule Goldene Aue und das CvD-Gymnasium haben das neue 70 Millionen Euro teure neue Schulzentrum übernommen.
Goslar. „Ab jetzt übernehmen wir.“ Punkt zwölf Uhr erklärte CvD-Direktor Martin Ehrenberg gestern sich selbst und Ulrike Eilers als Chefin der Realschule Goldene Aue zu den neuen Besitzern des 70-Millionen-Euro-Schulneubaus, in den Anfang August nach den Sommerferien mehr als 1400 Schüler und gut 125 Lehrkräfte und weiteres Personal einziehen. „Wir werden das Gebäude hegen und pflegen“, versprach Eilers. Sie sah nicht nur einen „Quantensprung“ von der alten Goldenen Aue hin zu einer hochmodernen Lerneinrichtung, sondern künftig auch „glückliche Lehrkräfte, glückliche Schüler und glückliche Eltern“.
Beeindruckte Gästeschar
Glücklich wäre vielleicht die falsche Vokabel. Aber mindestens beeindruckt waren die mehr als 100 Gäste aus Kreisverwaltung, Politik, Bauunternehmen, Schulvorständen und Personalräten schon, die gestern zur offiziellen Übergabe des Neubaus an die beiden Nutzerschulen gekommen waren. Nachdem Goslars Landrat Dr. Alexander Saipa (SPD) ein rot-weiß-gestreiftes Baustellenband durchschnitten hatte, marschierte die neugierige Schar mit Renate Lucksch an der Spitze ins riesige Forum samt Bühne. „Sagenhaft, mir gefällt das richtig gut“, sagte die Vorsitzende des Bildungsausschusses. „Diese Größenordnung ist schon ein Wahnsinn für Goslar“, erklärte Kreiselternratsvorsitzende Peggy Plettner-Voigt und meinte dies massiv wertschätzend.

Riesiges Gebäude, großer symbolischer Schlüssel: CvD-Direktor Martin Ehrenberg (l.) und Realschulrektorin Ulrike Eilers (r.) übernehmen von Goslars Landrat Dr. Alexander Saipa. Foto: Sebastian Sowa
„Hier ist die Bühne, die in der Stadthalle fehlte“, unkte Detlef Vollheyde (Bürgerliste) am Rande mit einem Augenzwinkern. Anschließend gab es aber fast nur noch Superlative zu hören. Wenn da nicht der sanfte, aber unmissverständliche Hinweis von Depenbrock-Chef Sven Peters gewesen wäre, dass eine bei Bauprojekt-Partnerschaftsmodellen üblicherweise „konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe in Goslar noch nicht ganz so gut geklappt“ habe. Bekanntlich verhandelt der Totalunternehmen aus Ostwestfalen noch mit dem Landkreis über Nachzahlungen wegen unvorhergesehener Teuerungen. Saipa konterte: „Wir diskutieren noch an der einen oder anderen Stelle, das ist vielleicht normal zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.“