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Eishockey-Regionalliga

Knackiges Wochenende für die Harzer Falken

Eishockeyspieler in Aktion auf dem Eis, zwei Spieler in weißen Trikots und zwei in schwarzen Trikots kämpfen um den Puck vor dem Torwart in gelb-blauer Ausrüstung.

Falken-Angreifer Ales Kosnar (M.) kehrt am Freitag an seine alte Wirkungsstätte in Salzgitter zurück. Foto: Drechsler

Erst Derby in Salzgitter, dann Pokalfight in Timmendorf: Für Eishockey-Regionalligist Harzer Falken wird es knackig. Trainer Jan Bönning weiß, was gefragt ist.

Von Björn Gabel 15.10.2026, 17:00 Uhr

Die Harzer Falken tanzen an diesem Wochenende auf zwei Hochzeiten. Zunächst geht es am Freitag um 20 Uhr bei Nachbar Salzgitter Icefighters um Punkte in der Regionalliga Nordost, ehe die Falken am Sonntag, 17.30 Uhr, bei den Beach Devils Timmendorf in den OsWeNo-Pokal einsteigen. Zwei Spiele also, in denen die Mentalität stimmen muss.

Gefühlt handelt es sich um anderthalb Auswärtsspiele, denn am Salzgittersee könnten die Falken-Fans in Überzahl sein, erst recht nach dem 11:1-Auftaktsieg gegen die Weserstars Bremen. In Salzgitter hat die für diese Saison gewählte Neuausrichtung hingegen bisher noch nicht gefruchtet.

Viele neue Ausländer in Salzgitter

Die Icefighters haben unter anderem mit vier Tschechen, drei Finnen und zwei Letten den Ausländeranteil in der Mannschaft stark erhöht und setzen mit Jorgen Kryger auf einen Trainer aus Dänemark, die ersten beiden Punktspiele gingen jedoch verloren. Falken-Trainer Jan Bönning stellt sich dennoch angesichts des Derbycharakters „auf einen packenden Fight bis zum Ende hin“ ein. Mit Ales Kosnar und Nicolas Korbel haben zwei Stürmer der Falken eine Salzgitter-Vergangenheit.

Richtig stark performt hat bisher Pokalgegner Timmendorf. Drei Pflichtspiele, drei Siege bei einem Torverhältnis von 23:3 – das sagt schon alles. Maßgeblich beteiligt war daran die neue Topreihe des Beach Devils mit dem Schweden Daniel Magnusson, dem frisch verpflichteten US-Boy Nate Chickering, der schon sieben Tore erzielt hat, und dessen Landsmann Jonah Henderson.

Der Falken-Coach sieht die Partie an der Ostsee daher als „richtigen Gradmesser und richtige Standortbestimmung“, zumal sich keines der zehn Teams in diesem Wettbewerb etwas erlauben kann. Bönning geht davon aus, dass es schon mit neun Punkten aus vier Spielen eng werden kann, sich für das Halbfinale zu qualifieren. Gefordert sei daher schon im zweiten Pflichtspiel der Saison „Play-off-Mentalität“, um nicht gleich mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Timmendorf hat sich mit Siegen in Lauterbach (5:1) und zu Hause gegen Chemnitz (9:2) schon mal eine gute Basis geschaffen.

Pohjamo am Ellbogen genäht

Fehlen wird den Falken an diesem Wochenende erneut Stürmer Davide Vinci, Reko Pohjamo musste nach der Partie gegen Bremen ins Krankenhaus, um eine Verletzung am Ellbogen nähen zu lassen. Bei weiteren Spielern entscheidet sich der Einsatz kurzfristig.

So könnte die Stunde einiger Förderlizenzspieler schlagen, von denen Jonas Niemeyer auf jeden Fall dabei sein wird. Der 17-Jährige hinterließ bisher einen guten Eindruck und bekam gegen Bremen konsequent Eiszeit. Gegen die Weserstars hatte Patrik Franz das Team als Kapitän aufs Eis geführt – eine wertschätzende Geste nach 200 Spielen im Falkentrikot. Künftig trägt wieder Nico Ehmann das „C“ auf der Brust. Franz gehört wie Regan Nagy und Markus Magnusson aber zum vom Trainer bestimmten Mannschaftsrat.

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