In Hausdach gekracht

Ursache nach Absturz von Kleinflugzeug mit zwei Toten unklar

Am Samstagvormittag war die Feuerwehr zu dem Absturzort gerufen worden.

Am Samstagvormittag war die Feuerwehr zu dem Absturzort gerufen worden. Foto: Fotoreport-DB/NWM-TV/dpa

Ein Kleinflugzeug stürzt in ein Wohnhaus in Ganderkesee, zwei Menschen sterben. Wie konnte es dazu kommen?

Von dpa 26.07.2026, 14:20 Uhr

Ganderkesee. Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Haus in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) mit zwei Toten ist die Unglücksursache weiter unklar. Die beiden Insassen des Flugzeugs, ein 65-Jähriger und ein 77-Jähriger aus Bremen, waren dabei am Samstag ums Leben gekommen. Das Flugzeug wurde geborgen und beschlagnahmt, es wird derzeit untersucht, wie die Polizei mitteilte. 

Die Bewohner waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht zu Hause. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Einsatzkräfte hatten stundenlang nach dem vermissten zweiten Insassen gesucht. Beide Toten wurden schließlich im Wrack gefunden. 

Flugzeug soll in Bremen gestartet sein

Die Maschine soll kurz vor dem Absturz in Bremen gestartet sein. Dann hatte sie in einer Wohnsiedlung in Ganderkesee an Höhe verloren und war in das Dach des Gebäudes gekracht. 

Anwohner mussten ihre Häuser zunächst verlassen, konnten später aber wieder zurückkehren. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Menschen, die das Unglück unmittelbar miterlebt hatten. Aus Sicherheitsgründen wurde auch die Stromversorgung der Straße vorübergehend unterbrochen. 

Luftraum über dem Unglücksort gesperrt

Das Flugzeugwrack wurde vollständig aus dem Dach geborgen und abtransportiert. Für die Dauer des Einsatzes wurde der Luftraum über dem Unglücksort gesperrt. Laut Feuerwehr sicherten die Einsatzkräfte danach den beschädigten Dachstuhl. Teile des Schornsteins mussten abgetragen werden. Durch das gesamte Gebäude sei demnach Kraftstoff gelaufen.

Die Schadenshöhe konnte zunächst noch nicht beziffert werden. Nach ersten Schätzungen geht die Polizei von einem Schaden im hohen sechsstelligen Bereich aus.

Komplexe Bergungsarbeiten über Stunden

Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen waren der Polizei zufolge äußerst komplex und zogen sich über mehrere Stunden hin. Die weiteren Ermittlungen sollen in Abstimmung mit der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) geführt und in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.

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