US-Blindgänger in Wilhelmshaven – Evakuierung steht bevor
In Wilhelmshaven wird am Dienstag eine Bombe entschärft. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa
Am Marinearsenal muss ein Blindgänger entschärft werden. Zuvor müssen 13.600 Menschen ihre Häuser verlassen. Was das für Schulen, Kitas, Altenheime und den Verkehr bedeutet.
Wilhelmshaven. Nach dem Fund einer amerikanischen Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg steht in Wilhelmshaven die Evakuierung von Tausenden Anwohnern und Anwohnerinnen bevor. Ab 8.00 Uhr müssen rund 13.600 Menschen in der Südstadt, der Innenstadt und im Stadtteil Heppens ihre Häuser verlassen, wie Stadt und Polizei mitteilten. Bis 11.00 Uhr muss das Gebiet komplett geräumt sein, danach soll die Entschärfung beginnen.
Die Bombe war bei Arbeiten im Marinearsenal gefunden worden. Damit der Blindgänger mit zwei Zündern entschärft werden kann, müsse kurzfristig ein Radius von Tausend Metern evakuiert werden, teilte die Stadt am Montagabend mit. Auch wenn es sich nicht um Langzeitzünder handle, bestehe ein Restrisiko des Zündsystems.
Schulen und Kitas geschlossen – Kein Busverkehr im Gebiet
Drei Sporthallen sollen den Angaben zufolge ab 8.00 Uhr als Notunterkünfte bereitstehen. Dann wird auch der Busverkehr in dem Gebiet eingestellt, die Schulbusse sollen zuvor aber regulär fahren.
Ebenfalls betroffen sind einer Mitteilung der Polizei zufolge zwei Schulen sowie fünf Kitas in dem Gebiet, die am Vormittag allesamt geschlossen bleiben müssen. Möglicherweise müssten auch Alten- und Pflegeheime in dem Gebiet evakuiert werden, hieß es.