Mord an Buxtehuder Baggersee: Urteil ist rechtskräftig
Die Tat ereignete sich bereits im Jahr 2002. (Symbolbild) Foto: Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa
Der Mord an einem 27-Jährigen im Jahr 2002 beschäftigte die Ermittler sehr lang. 2025 gab es ein erstes Urteil. Nun bestätigt der Bundesgerichtshof die lebenslange Haftstrafe.
Stade. Das mehr als 20 Jahre nach einem Mord in Buxtehude vom Landgericht Stade gesprochene Urteil ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte die verhängte lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten, wie eine Sprecherin des Landgerichts mitteilte. Der bei der Verurteilung im Oktober 2025 43-Jährige erschoss demnach das 27 Jahre alte Opfer heimtückisch.
Die Tat ereignete sich im Jahr 2002, nachdem es bei einem gemeinsamen Grillabend zum Streit gekommen war. Drei Männer sollen das alkoholisierte Opfer in die Nähe eines Baggersees gelockt haben. Dort wartete der nun rechtskräftig Verurteilte und schoss mit einer Schrotflinte dreimal auf das Opfer. Bereits der erste Schuss war tödlich.
Cold Case sorgte für bundesweite Aufmerksamkeit
Der Fall hatte als sogenannter Cold Case bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Den Prozess ins Rollen gebracht hatte 20 Jahre nach der Tat ein Geständnis des Verurteilten im Jahr 2023 bei der Polizei. Zuvor hatten die Beweise für eine Anklage nicht ausgereicht, obwohl die vier Verdächtigen früh feststanden. Später zog der Angeklagte sein Geständnis zurück.
Gegen das Urteil legte er Revision ein, die vom BGH nun verworfen wurde. Gegen die drei mutmaßlichen Komplizen wird in einem weiteren Verfahren verhandelt, das bisher nicht abgeschlossen ist.