Mast gebrochen - Katamaran gerät in Seenot
Nördlich der Insel Wangerooge eilen Seenotretter zu einem Katamaran mit Mastbruch. (Symbolbild) Foto: Stefan Rampfel/dpa
Ein Katamaran treibt manövrierunfähig auf dem Meer, mit gebrochenem Mast und seekrankem Skipper. Wie helfen die Seenotretter?
Hooksiel/Wangerooge. Ein havarierter Katamaran mit gebrochenem Mast hat nördlich der Nordseeinsel Wangerooge die Seenotretter auf den Plan gerufen. Am Freitagabend sei der Mast des Kajüt-Katamarans eines Seglerpaares auf einer Überführungsfahrt von Skandinavien nach Portugal aus zunächst ungeklärter Ursache gebrochen, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. Zur Einsatzzeit herrschten Winde der Stärke 3 und eine langgezogene Dünung mit Wellenhöhen von etwa einem halben Meter.
Gegen 17.30 Uhr empfing die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio den Angaben zufolge einen schwachen „Mayday“-Ruf - das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Weder der Name eines Schiffes noch eine Position wurden genannt. Wenig später meldete sich die Crew einer Segeljacht, die den Notruf ebenfalls aufgefangen und einen havarierten Katamaran rund neun Seemeilen - etwa 16,5 Kilometer - nördlich der Insel Wangerooge ausgemacht hatte. Das etwa zehn Meter lange Boot trieb manövrierunfähig mit zwei Menschen an Bord auf der Nordsee.
Katamaran wird abgeschleppt
Ein in Hooksiel im Landkreis Friesland stationierter Seenotrettungskreuzer lief sofort aus, dessen Tochterboot war auf See und lief dem Seenotrettungskreuzer voraus. Auch ein Einsatzschiff der Bundespolizei steuerte die Unglücksstelle an. Dort war der Skipper des Katamarans wegen des unkontrollierten Schaukelns des Bootes seekrank geworden, er wurde an Bord des Einsatzschiffes gebracht und medizinisch versorgt. Der gebrochene Mast wurde samt Segel und Takelung abgetrennt, um den Havaristen abschleppen zu können.
Am späten Abend traf der Schleppverband im Hafen von Hooksiel ein. Eine weitere medizinische Versorgung war zu dem Zeitpunkt nicht mehr notwendig.