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Nach Eklat

Judo-Bund über Erklärung zu Prügelattacke: „Inakzeptabel“

Deutschlands Olympia-Starter Timo Cavelius (r) wurde Opfer einer Prügel-Attacke. (Archivfoto)

Deutschlands Olympia-Starter Timo Cavelius (r) wurde Opfer einer Prügel-Attacke. (Archivfoto) Foto: Erik Gruhn/Deutscher Judo-Bund/dpa

Akaki Japaridze prügelt in der Bundesliga einen deutschen Judoka nach dem Kampf krankenhausreif. Der deutsche Verband äußert sich nun deutlich zu dem Vorfall - und dem Statement des Georgiers.

Von dpa 11.09.2026, 13:00 Uhr

Leipzig. Der Deutsche Judo-Bund hat die Aussagen von Akaki Japaridze nach dessen Prügelattacke auf Timo Cavelius mit deutlichen Worten verurteilt. Man sei „fassungslos über das Statement“ des Georgiers sowie „über die Zusprüche und Befürwortungen, die dieser Beitrag, teilweise auch von angesehenen internationalen Judo-Stars, erhalten hat.“ 

Der 24 Jahre alte Japaridze vom JC Leipzig hatte den für den TSV Abensberg kämpfenden Cavelius krankenhausreif geprügelt und ihm den Kiefer gebrochen. Warum es zu diesem Ausraster kam, hatte der Georgier via Instagram zu erklären versucht. Er wolle klarstellen, so schrieb er, dass dieser Vorfall „nicht das Ergebnis von Emotionen“ gewesen sei, die durch die sportliche Niederlage ausgelöst wurden. 

Verband: Relativierung ist „nicht tolerierbar“

„Der Grund war ein anderer: ehrverletzendes Verhalten des Gegners mir gegenüber, sowohl verbal als auch durch Gesten. Das ist im Sport und im Rahmen der Sportethik ebenso völlig unakzeptabel – und in erster Linie unakzeptabel für mich als Georgier und als Mann“, schrieb Japaridze. Vom Deutschen Judo-Bund hieß es dazu: „Eine Relativierung oder gar Verteidigung dieser schwerwiegenden Körperverletzung ist für uns nicht tolerierbar und mit den Grundprinzipien unseres Sports unvereinbar.“

Der inzwischen nach Georgien zurückgekehrte Kämpfer hatte gegen den Deutschen einen Kampf verloren. Dieser zeigte dann eine geballte Faust in Richtung seines Teams und auch in Richtung des Georgiers. Dann prügelte Japaridze plötzlich auf seinen Gegner ein und verletzte ihn schwer im Gesicht.

Lange Pause für Cavelius

Der nationale Verband stellte klar, dass die Prügelattacke weder mit dem Verhältnis der Vereine noch mit dem Verhältnis der beiden Nationen zu tun habe. „Wir reden hier nicht von einem emotionalen Gerangel oder einer verständlichen Eskalationsstufe nach einer vermeintlichen Provokation. Dies war ein massiver Übergriff, der das Risiko schwerster körperlicher Verletzungen in sich trug“, schrieb der Deutsche Judo-Bund.

Cavelius, der nach dem Vorfall am vergangenen Samstag in der Leipziger Universitätsklinik sofort operiert wurde und seinen Kiefer mit drei Platten fixieren ließ, muss nun noch zehn bis zwölf Wochen warten, bis er wieder kämpfen kann. 

„Ich bin auf dem Weg der Genesung“, sagte Cavelius der dpa. Rückblickend meinte er: „Selbst wenn mein Jubel bei Akaki Japaridze negative Emotionen ausgelöst haben sollte, kann dies einen solchen Gewaltexzess weder erklären noch rechtfertigen. Ich habe ihn weder verbal beleidigt noch körperlich angegriffen.“

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