Das Löschflugzeug „Hexe 1“ aus dem Harzkreis wird in Goslar befüllt
Das Löschflugzeug „Hexe 1“ aus Ballenstedt wird auf dem Segelflugplatz am Bollrich in Goslar mit Wasser befüllt. Foto: Epping
Der Bollrich ist bei Einsätzen des Löschflugzeugs „Hexe 1“ für Einsätze am Brocken und im Oberharz mittlerweile unverzichtbar. Auf dem Flugplatz Goslar wird der Flieger mit Wasser befüllt, weil er schneller zum Einsatzort gelangt als von Ballenstedt.
Goslar/Harz. Beim Waldbrand am Kleinen Winterberg am Mittwoch dieser Woche hat sich wieder gezeigt, wie selbstverständlich die Feuerwehren aus den Landkreisen Goslar und Harz zusammenarbeiten. Der Segelflugplatz am Bollrich in Goslar hat sich mittlerweile als Tankplatz für das Löschflugzeug „Hexe 1“ des Landkreises Harz etabliert, das in Ballenstedt stationiert ist.
Kürzere Flugzeit nach Goslar
Goslar bietet sich für Einsätze am Brocken oder wie zuletzt am Kleinen Winterberg zwischen Schierke und Braunlage an, weil die Flugzeiten kürzer sind als von Ballenstedt aus. Erst recht bietet sich der Bollrich als Wassertankplatz für Waldbrand-Einsätze wie kürzlich am Burgberg in Bad Harzburg an. Kai-Uwe Lohse, Kreisbrandmeister im Harzkreis, sagt: „Der Platz passt gut ins Konzept.“
Goslars Stadtbrandmeister Christian Hellmeier erklärt, bei Brandeinsätzen komme es darauf an, dass ein Löschflugzeug in kurzer Zeit möglichst häufig am Einsatzort Wasser abwirft. Von „Umlaufzeiten“ spricht Hellmeier und sagt, diese werde von Goslar aus im Vergleich zu Starts aus Ballenstedt halbiert, wenn Einsätze am Brocken oder im Oberharz geflogen werden.
2023 bei einem Großbrand am Brocken, war „Hexe 1“ erstmals zum Bollrich geflogen, um für die Einsätze Löschwasser aufzufüllen. Mittlerweile sind es vier Einsätze. Rund 2000 Liter nimmt das Flugzeug jedes Mal auf.
Bollrich wurde vorbereitet
Beim ersten Einsatz vom Bollrich aus, war das Flugzeug per Schlauchleitung aus einem Hydranten am Osterfeld befüllt worden, berichtet Hellmeier weiter. Mittlerweile pendeln Tanklöschfahrzeuge zwischen dem Osterfeld und dem Bollrich, um „Hexe 1“ mit Löschwasser zu versorgen. Auch die Zisterne am Bollrich wird genutzt, um das Flugzeug zu befüllen, erklärt Hellmeier. Besonders, wenn zwei Flugzeuge im Einsatz sind, wie es bereits einmal der Fall war, sei es wichtig, dass in kurzer Zeit Löschwasser bereitsteht.
Die Stadt Goslar hat den Bollrich mittlerweile für „Hexe 1“ hergerichtet, berichtet Kreisbrandmeister Uwe Fricke. Die Piste wurde geebnet, sie sei zuvor zu buckelig gewesen. Außerdem mussten einige Bäume gefällt oder gekürzt werden, um den Startvorgang zu ermöglichen.
Bei größeren Einsätzen, wenn „Hexe 1“ nicht nur drei- oder viermal auf dem Bollrich Wasser aufnimmt, fliegt das Löschflugzeug zwischendurch nach Ballenstedt, um Sprit nachzutanken.
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