Schüler und Sportler erlaufen 7000 Euro für Elternhilfe Göttingen
Rolf Nolte, Vorsitzender vom Laufteam Wolfshagen, Grundschulleiterin Simone Maibaum (l.) sowie Lara und Lukas, die die meisten Kilometer beim Christmas-Run gelaufen sind, übergeben die beiden Spenden an die Vertreter von der „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen“. Foto: Heinemann
Zahlreiche Teilnehmer laufen fast 3000 Kilometer für den guten Zweck. Die Drittklässlerin Lara hat sich sogar eine besondere Aktion überlegt, um extra Geld zu sammeln.
Wolfshagen/Göttingen. Die Spendenübergabe aus dem 9. Christmas-Run des Laufteams Wolfshagen an die Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen nahmen die Vertreterinnen vom Elternhaus zum Anlass, die Grundschüler über ihre Arbeit aufzuklären. Fleißig sind die Kinder im Dezember Kilometer gelaufen, um Geld zu sammeln – genauso wie auch viele andere Sportler aus Wolfshagen.
Unter dem Motto „Sich bewegen und Gutes tun“ hat das Laufteam seine Charity-Laufserie fortgesetzt. Nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern vor allem der gute Zweck sollte die Leute motivieren, sich möglichst viel zu bewegen.Schulausschuss Langelsheim
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Fast 3000 Kilometer gelaufen
Aus dem Verein sind 29 Läufer dabei gewesen und meldeten 1662 Kilometer. Von den beiden teilnehmenden Grundschulen Wolfshagen und Lautenthal sind die 111 Kinder insgesamt 1237 Kilometer gelaufen. Die Drittklässlerin Lara hat mit 23 Kilometern die größte Strecke zurückgelegt. Gleich dahinter liegt der Viertklässler Lukas mit 20 Kilometern. Gelaufen sind sie ausschließlich im Sportunterricht. Durch die gelaufenen Kilometer und das Umfeld der Grundschüler kam eine Spendensumme von 3525,50 Euro zusammen. Durch die restlichen Läufer, Paten, Sponsoren und Privatpersonen wurde eine Summe von 3480,62 Euro erzielt. Insgesamt konnten die Grundschule und das Laufteam eine Rekordsumme von insgesamt 7006,12 Euro an die Elternhilfe übergeben.
Geschäftsführerin Dagmar Hildebrandt-Linne und ihr Team freuten sich sehr über die große Spendenbereitschaft und den sportlichen Ehrgeiz der Schüler und aller anderen Teilnehmer, die dieses Ergebnis überhaupt erst möglich machten.Lärm, Recht und Leidenschaft:
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Armbänder für einen guten Zweck
Besonders gerührt zeigten sich die Vertreterinnen der Elternhilfe und auch Schulleiterin Simone Maibaum über das zusätzliche Engagement von Lara. Für sie war es nicht nur wichtig, viele Kilometer zu laufen, um die krebskranken Kinder und auch ihre Familie zu unterstützen, sie und ihre Freunde überlegten sich noch eine weitere Unterstützungsmöglichkeit. „Beim lebendigen Adventskalender haben wir selbstgemachte Armbänder verkauft. Eigentlich geht das Geld an die Kirche, aber wir haben unsere Eltern überredet, dass wir unser Geld an die Elternhilfe spenden dürfen“, erzählt die Drittklässlerin. Mit dieser zusätzlichen Unterstützung sind ungefähr 60 Euro in den Spendentopf geflossen. „Das habt ihr wirklich toll gemacht“, lobt Rolf Nolte, Vorsitzender des Laufteams, „macht in der Zukunft weiter so“.Sportliche in Langelsheim
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Um den Kindern zu verdeutlichen, wofür sie die ganzen Kilometer gelaufen sind, stellten Geschäftsführerin Hildebrandt-Linne und ihr Team die Arbeit im Elternhaus vor. Kyra Druivenga und Mirjam Rittmeyer vom Psychosozialen Team begleiten zum Beispiel die Familien über die gesamte Zeit der Behandlung. Dazu gehören wichtige Gespräche, die Unterstützung der Geschwisterkinder, die oft ihre kranken Schwestern oder Brüder nicht auf der Station besuchen dürfen, oder auch das Aufbauen der Erkrankten.
Dazu stellten die Mitarbeiterinnen die Mut-Perlen vor. Das sind Perlen, die auf eine Kette gefädelt werden und wie ein Tagebuch zeigen, was das Kind alles durchgemacht oder erreicht hat während der Behandlungszeit. Die Grundschüler nutzen die Gelegenheit, um viele Fragen über dieses wichtige, aber auch traurige Thema zu stellen, wofür sich das Team bedankte.

Kyra Druivenga vom psychosozialen Team erklärt den Grundschülern, was Mut-Perlen sind. Foto: Heinemann
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