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Kaffeetafel auf der Fahrbahn

GZ Plus IconSchmiedestraßenanlieger feiern Ende der Harzburger Dauerbaustelle

Auch Bürgermeister Ralf Abrahms (r.) nimmt an der Kaffeetafel Platz.

Auch Bürgermeister Ralf Abrahms (r.) nimmt an der Kaffeetafel Platz. Foto: Schlegel

Die Schmiedestraße ist fertig. Nach fast einem Jahr endeten die Bauarbeiten dieser Tage, bald soll die Straße freigegeben werden. Die Anlieger feierten das am Donnerstag mit einer Kaffeetafel, an der auch Bürgermeister Ralf Abrahms Platz nahm.

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Von Holger Schlegel
Freitag, 11.04.2025, 04:00 Uhr

Bad Harzburg. Ganz ein Jahr wird es nicht, aber fast: Am 29. April 2024 begann der Ausbau der Schmiedestraße, in der kommenden Woche soll sie wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das, so dachten sich die Herren und Damen aus dem evangelischen Kirchenladen, der mitten in der Baustelle lag, sei doch Anlass für ein kleines Freudenfest. Denn noch ist die Straße gesperrt, da ist Platz für eine ganze Kaffeetafel.

Es war Marianne Schirrmeister aus dem Kirchenladenteam, die sich dachte, man könnte doch nach so vielen Entbehrungen und auch Ärgernissen rund um die Baustelle ein paar Stunden der geselligen Versöhnlichkeit verbringen. Kurzerhand wurde eine kleine Kaffeetafel geplant und aufgebaut.

Eingeladen waren alle Anwohner, Freunde, Passanten und natürlich als Dankeschön auch die Bauarbeiter. Letztere hatten aber bereits zum Mittag ihre Siebensachen gepackt und waren von dannen gezogen.

Parkplätze auf der anderen Straßenseite

Wer aber kam, war Bürgermeister Ralf Abrahms, quasi oberster Bauleiter dieses städtischen Projekts. Wobei auch er nicht mit Antworten auf die vielen Detailfragen dienen konnte. Nur soviel wusste er zu berichten: In der kommenden Woche, also vor Ostern, werde die Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Es fehlen noch ein paar Markierungen. In erster Linie die für die Parkplätze, die künftig übrigens auf der linken Straßenseite ausgewiesen sein werden.
Der neue Schutzstreifen für Radfahrer wird durch die Bushaltestelle unterbrochen.

Der neue Schutzstreifen für Radfahrer wird durch die Bushaltestelle unterbrochen. Foto: Schlegel

Denn rechts wurde ein Schutzstreifen für Radfahrer aufgepinselt. Der ist schon fertig und wurde gestern bei der Kaffeetafel neugierig beäugt. Er beginnt kurz hinter der Einmündung der Rudolf-Huch-Straße und endet an der Kreuzung zur Herzog-Julius-Straße, also genau die Länge der ausgebauten Straße. „Beginnt im Nichts und endet im Nichts“, war ein Kommentar. Aber, so Bürgermeister Abrahms, der Radstreifen sei ausdrücklicher Wunsch der Politik, speziell des Bau- und Verkehrsausschusses gewesen. Stichwort „Radwegekonzept“.

Kirchenladen hat überlebt

Aber wie dem auch sei: Die Schmiedestraße sieht, wie die GZ bereits berichtete, wieder wie eine richtige Straße aus. Und die Menschen, die nun fast genau ein Jahr lang in der Baustelle gelebt oder gearbeitet haben, sind von all der Mühsal befreit. Marianne Schirrmeister und ihr Team beispielsweise sind froh, dass ihr ehrenamtlich betriebener Kirchenladen überhaupt noch existiert. Als im Oktober im Rahmen der Bauarbeiten auch noch die Gehsteige weggerissen worden waren, war schon dezente Panik ausgebrochen, ob der Laden ohne das für ihn so wichtige Weihnachtsgeschäft überhaupt überleben würde. Hat er aber, „unseren treuen Stammkunden sei Dank“, so Schirrmeister.

Und das ist ein Grund zur Freude genau wie eben die Tatsache, dass die Baustellenphase vorüber ist. Wobei sich gestern dennoch der eine oder andere Passant gewundert haben dürfte, warum Menschen mitten auf einer Straße eine Kaffeetafel aufgebaut hatten. Aber: Warum eigentlich nicht?

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