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Aktion „Saubere Landschaft“

GZ Plus IconBad Harzburgs Putzgeschwader haben ihre Arbeit beendet

Der Verein „Harlingerode Pur“ klaubt den Müll in der Feldmark hinter dem Dorf auf.

Der Verein „Harlingerode Pur“ klaubt den Müll in der Feldmark hinter dem Dorf auf. Foto: Privat

Die Aktion „Saubere Landschaft“ ist beendet, rund 300 Freiwillige haben vier Wochen lang die Natur vom Müll des Winters befreit. Das Ergebnis überrascht und erfreut die Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung, aber auch die 30 Sammelgruppen.

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Von Holger Schlegel
Mittwoch, 07.05.2025, 09:00 Uhr

Bad Harzburg. Jetzt ist die Landschaft rings um Bad Harzburg wieder ein ganzes Stück sauberer: Das Großreinemachen, zu dem die Stadt wieder aufgerufen hatte, ist nach vier Wochen beendet. Das Resümee: Es wurde wieder viel Müll gefunden. Aber doch deutlich weniger als in den Vorjahren.

Rund 30 Gruppen sind im April durch die Natur gezogen, resümiert die städtische Umweltmanagerin Marie Scholz. Eine ordentliche Zahl, wenngleich es nach wie vor Ecken gibt, die nicht betreut werden können. Durchschnittlich sechs bis acht Leute groß waren die Trupps, wenngleich es auch richtig große Abordnungen gab. Die Schule an der Deilich beispielsweise zog gleich mit 65 jungen Leuten los, auch die anderen Schulen, das DRK und die Jugendfeuerwehr seien immer mit großen Gruppen unterwegs, so Scholz. Insgesamt schätzt sie die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf gut 300. Darunter einige, die zum ersten Mal dabei waren, aber auch viele Stammkunden.

Rund 60 Säcke Abfall

Gesammelt worden seien rund 60 Säcke voller Abfall, „das ist eine deutlich geringere Menge als früher“, so Scholz. Der Container, den die Stadt auf dem Bauhof kostenlos zur Verfügung stellte, war weniger gefüllt als in den Vorjahren. Zum Vergleich: 2024 waren dort 20 Kubikmeter Müll angeliefert worden, allerdings auch von 32 Gruppen. Woran es liegt? Das kann Scholz nicht sagen, es sei einfach erfreulich, dass die Menschen weniger Müll in der Natur hinterlassen.

Der CDU-Stadtverband gehört zum Stammpersonal der Aktion.

Der CDU-Stadtverband gehört zum Stammpersonal der Aktion. Foto: Privat

Diese Erfahrungen haben auch die Sammeltrupps gemacht. Beispielsweise der CDU-Stadtverband, der die Straßenränder der K46 zwischen Bettingerode und Eckertal sowie zwischen Bettingerode und Harlingerode unter seine Fittiche genommen hatte. Resultat: „Es wird nicht mehr so viel Müll aus Autos geworfen“, so der da noch amtierende Stadtverbandsvorsitzende Jobst Dreß. Besorgniserregend sei dann aber doch der Fund zweier Ölkanister gewesen.

„Der übliche Müll“

Und die Nordic-Walking-Abteilung der TSG, die im Bereich Göttingerode, Café Goldberg und Stadtstieg unterwegs gewesen war, hatte nach gut fünf Kilometern auch „nur“ zwei große Mülltüten gefüllt. Im Gegensatz zu den vorigen Jahren sei erstaunlich wenig zusammengekommen, berichtete auch Dieter Warnecke. Er ist der Kopf der „Saubermänner“ (und Sauberfrauen), die durchs Kalte Tal über das Molkenhaus bis hin zur Rabenklippe sammelten. In erster Linie seien Glas, Kunststoff und Papiertaschentücher gefunden worden.

Auch die SPD ist jedes Jahr mit dabei.

Auch die SPD ist jedes Jahr mit dabei. Foto: Privat

Der SPD-Ortsverein ist, wie viele Parteien, ebenfalls traditionell mit von der Partie, mit dabei war auch Ratsmitglied Annette Bothe, die zwar an einer Beinverletzung laborierte, aber kurzerhand einfach im Rollstuhl mitgekommen war und so die Säcke transportieren konnte. Zuletzt war dann auch der Verein Harlingerode Pur unterwegs, der selbstverständlich im beziehungsweise am eigenen Dorf tätig wurde. Gesammelt wurde in der die Feldmark hinter dem Sportplatz bis zum Pumpenteich und hinauf zur Bundesstraße.
Der Harzklub macht den Burgberg sauber.

Der Harzklub macht den Burgberg sauber. Foto: Privat

Gut vier Säcke seien laut Pur-Chef Joachim Niemeyer zusammengekommen, „das Übliche“, was man leider Gottes in der Natur finde. Aber auch in Harlingerode kam am Ende Müll im geringeren Umfang als in den Vorjahren zusammen.

Und dass der Harzklub Zweigverein Bad Harzburg auch zum Frühjahrsputz aufbricht, versteht sich von selbst, das Betreuungsgebiet der Aktion Saubere Landschaft war der Burgberg.

Eine Waschmaschine

Alles in allem ist Marie Scholz dankbar für die Arbeit der ehrenamtlichen Sammeltrupps und eben auch zufrieden mit dem geringeren Müllaufkommen. Natürlich gebe es nach wie vor Hotspots, an denen viel gefunden wird, aber halt auch Ecken, die deutlich sauberer vorgefunden wurden als früher.

Zudem habe es in diesem Jahr auch keine besonderen Auffälligkeiten gegeben. In der Vergangenheit waren durchaus mal ganze Reifensätze im Wald gefunden worden. In diesem Jahr war es „nur“ eine Waschmaschine, die dann vom Bauhof abgeholt wurde. Und die im Wald zu entsorgen ist natürlich besonders albern, denn sie wäre auf dem Wertstoffhof kostenlos angenommen worden.

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