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Schönes Wetter am Samstagabend

GZ Plus IconIn Braunlage wird bei einem Osterfeuer sogar geflogen

Am Fuße der Schanzen feiern die Menschen am Braunlager Osterfeuer.

Am Fuße der Schanzen feiern die Menschen am Braunlager Osterfeuer. Foto: Schlegel

Die Osterfeuer in den Braunlager Ortsteilen haben ganz unterschiedlichen Charakter. Manche Veranstalter feiern traditionell, andere modern und sogar sportlich, mit Discomusik. Die GZ hat sich auf zwei der Brauchtumsveranstaltungen umgeschaut.

Von Volker Jung,
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Von Holger Schlegel
Dienstag, 22.04.2025, 06:00 Uhr

Braunlage. Glück hatten die Braunlager, St. Andreasberger und Hohegeißer: Ihre Osterfeuer lodern traditionell bereits am Karsamstag und da war das Wetter am Abend schön und trocken. Andere Harzer, die am Ostersonntag zündelten, wurden schon mal ein wenig nass.

Aber wie gesagt: nicht die Braunlager. Beispielsweise im Ortsteil St. Andreasberg: Viele Menschen gingen hinauf auf den Glockenberg. Kein Wunder, die Bergstadt ist in den Osterferien sehr gut besucht. Pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit entzündete die Bergwacht das kunstvoll errichtete Osterfeuer. Es gehört wohl zu einem der größten im Harz. In der Mitte eine Fichte, darum die Balkenkonstruktion mit aufgetürmten Fichtenzweigen. Das Feuer loderte in den nächtlichen Himmel. Bei frühlingshaften Temperaturen und einem herrlichen Sonnenuntergang waren mehrere hundert Menschen mit Rucksäcken und Partykörben voll Verpflegung gekommen.

Hoch über St. Andreasberg loderte das Osterfeuer.

Hoch über St. Andreasberg loderte das Osterfeuer. Foto: Jung

Einheimische und Gäste blickten in die Flammen und genossen den Funkenflug, vor allem die Kinder waren von diesem Feuerbrauch begeistert. Bis in den späten Abend feierten die Menschen an den lodernden Flammen, um die bösen Geister des Winters zu vertreiben und den Frühling zu feiern. Natürlich durfte auch das Anschwärzen der Gesichter nicht fehlen, so wird es in St. Andreasberg seit vielen Jahrzehnten gehalten.

Stockbrot zu rösten ist ein Klassiker – nicht nur für Kinder.

Stockbrot zu rösten ist ein Klassiker – nicht nur für Kinder. Foto: Schlegel

In Braunlage organisiert der Wintersportverein seit nunmehr fast zehn Jahren die Osterfeuerveranstaltung. Sie dürfte zu den durchaus moderneren im Harz gehören. Das Feuer ist kleiner, aber das Drumherum ein ganz anderes. So auch in diesem Jahr.
Ab geht die wilde Fahrt auf den Tellerschlitten.

Ab geht die wilde Fahrt auf den Tellerschlitten. Foto: Schlegel

Für Kinder gab es wie vielerorts das beliebte Stockbrot-Rösten am Lagerfeuer. Aber da das Fest im Auslauf der Brockenwegschanzen gefeiert wurde, und der WSV stolz auf sein Skispringerteam sein kann, ging es auch ziemlich sportlich zu. Sportlerinnen und Sportler der verschiedenen Leistungs- und Altersklassen zeigten auf den verschiedenen Schanzen – von ganz klein bis ganz hoch – was sie bereits in jungen Jahren oder immer noch im reifen Alter drauf haben. Wo findet sich im Harz schon ein Osterfeuer, bei dem auch geflogen wird?

Einnahmen für den WSV

Zu Füßen der Mini-Schanzen konnten die Kinder zudem die wilde Fahrt auf Tellerschlitten erleben. Aus den Boxen erklang Partymusik und die vielen fleißigen Helferlein des WSV verkauften Getränke und Speisen. Die Einnahmen wiederum kommen dem Verein zugute. Vorsitzender Jens Koch jedenfalls war zufrieden. Der Festbereich füllte sich schon früh, als er das Feuer anzündete, dürften schon rund 800 Besucher auf dem Platz gewesen sein. Und es strömten immer noch weitere Gäste herbei. In der Regel, so Koch, kämen über den Abend verteilt gut 2000 Gäste, es sei halt ein ständiges Kommen und Gehen.

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