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Wirtschaft im Harz

GZ Plus IconWarum der Hagebau in Seesen plötzlich zu einem Obi-Markt wird

Der Eingang eines Baumarktes ist mit Luftballkons geschmückt.

Von Hagebau zu Obi: Die Baumarktkette mit dem Biber ist in der Region auf Wachstumskurs. Foto: Gereke

Seesens Hagebaumarkt wird zu einem Obi. Das sind die Hintergründe zu der Veränderung und was das für die Mitarbeiter des Baumarktes in der Innenstadt bedeutet.

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Von Andreas Gereke
Freitag, 09.01.2026, 04:00 Uhr

Seesen. Und plötzlich ist alles anders: Die Baumarktkette Obi ist in der Region auf Wachstumskurs – und der Hagebaumarkt in Seesen Geschichte. Mit insgesamt sieben Baumärkten wechselt die Stammelbach Karl Krüger GmbH & Co. KG zum Jahresbeginn ins Franchise-System von Obi – darunter der Markt in der Sehusastadt am Markthaus-Parkhaus, der nun unter neuer Flagge öffnet.

Vertrautes Team, aber erweitertes Produkt- und Serviceangebot sowie nach und nach immer mehr die Farbe Orange: Die Stammelbach Karl Krüger GmbH & Co. KG als Betreiber von sieben Hagebau-Standorten in der Großregion Hannover/Hildesheim/Harz/Weserbergland wechselt in das Obi-Franchise-System. Zu den Gründen, weshalb die Stammelbach Karl Krüger GmbH & Co. KG in das Obi-Franchise-System wechselt, macht die Baumarktkette keine Angaben, heißt es auf GZ-Nachfrage. In einer früheren Pressemitteilung war davon die Rede, dass Eigentümerfamilie Krüger mit Obi als starkem Partner die Märkte zukunftsfähig aufstellen und den Kunden ein leistungsfähigeres Angebot gemacht werden könne.

Alle Mitarbeiter bleiben

Obi selbst setzt auf Wachstum durch den Schulterschluss mit neuen Franchisepartnern. Auf diese Weise verdichtet die Baumarktkette mit dem Biber ihr Netz stationärer Baumärkte und kommt ihrem Ziel näher, in Deutschland alle 15 Autominuten einen Obi-Markt erreichbar zu machen, heißt es in einer Pressemitteilung.

An einer Wand befinden sich die Reste des früheren Namens Hagebaumarkt.

Die Umbauarbeiten laufen, an einer Fassade ist noch zu erkennen, dass es früher ein Hagebaumarkt war. Foto: Gereke

„Da es sich beim Obi-Markt in Seesen um einen Franchisemarkt handelt, sind die Mitarbeitenden direkt beim Franchisenehmer angestellt. Die bisherige Betreibergesellschaft Karl Krüger GmbH & Co. KG hat den Betrieb zum 1. Januar auf die Krüger Baumarkt Seesen GmbH & Co. KG übertragen. Hierbei handelt es sich um eine 100-prozentige Tochter der Karl Krüger GmbH & Co. KG. Alle 25 Mitarbeitenden sind weiterhin im Markt tätig“, informiert Lisa Heider von der Obi-Presseabteilung auf GZ-Nachfrage.

Umbau bei laufendem Betrieb

Am 2. Januar sind die Märkte an die Obi-Systeme angeschlossen worden, auf weitere umbaubedingte Schließungen müssen sich Kunden nicht einstellen, heißt es. Geplante Umbauarbeiten erfolgen im laufenden Betrieb. „Das heißt: Der Markt wird Schritt für Schritt auf der vorhandenen Fläche zu einem Obi-Markt umgebaut, wobei insbesondere die Obi-Sortimente in den Markt integriert werden. Obi-Services wie die zentrale ,MachBar‘, Farbmisch-Service oder Holzzuschnitt bestehen schon. Andere wie Reservieren & Abholen sowie Anhänger- und Transporter-Vermietung werden noch eingerichtet. Der Obi-Markt in Seesen verfügt zudem über rund 3500 Quadratmeter Gartenparadies“, erläutert Heider.

Insgesamt wechseln sieben Märkte der Stammelbach-Krüger-Gruppe zu Obi – unter ihnen ist Seesen mit seinen 6800 Quadratmetern Verkaufsfläche einer der kleineren Standorte. Neben Seesen werden auch die Hagebaumärkte in Alfeld, Hildesheim, Holzminden, Ronnenberg, Sarstedt und Quedlinburg-Gernrode zu Obi-Märkten – sie haben Verkaufsflächen von 6200 bis 16.500 Quadratmetern.

Derzeit gibt es in Deutschland insgesamt 356 Obi-Märkte, von denen 208 als Filial- und 148 als Franchisepartner-Märkte betrieben werden. „Obi setzt schon seit Gründung des Unternehmens auf die strategische Zusammenarbeit mit starken, regionalen Partnern. Unabhängig von der Ausbau-Geschwindigkeit des Marktnetzes steht dabei die regionale Expertise im Vordergrund“, so Heider auf GZ-Nachfrage. Obi ist ein Unternehmen der Tengelmann-Gruppe.

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