Tricks, Tarot und Beschwörungen in der Geisterwelt
Theaterdirektor Marco Assmann bittet in seiner Show gerne die Zuschauer an den Kartentisch. Foto: Leifeld
Nach der erfolgreichen „Trickspielershow“ feiert der Lautenthaler Kleinkünstler Marco Assmann zwischen den Jahren die Premiere seines neuen Soloprogramms und bietet „Magische Momente“ in der Wunderkammer. Was macht das kleine Theater so besonders?
Lautenthal. Mystisch. Verblüffend. Ausverkauft. Wahrhaft verzaubernd zeigte sich zwischen den Jahren der Premierenabend zu dem „Magischen Momenten“, der neuen Soloshow des Zauberkünstlers und Theaterdirektors Marco Assmann. Im exklusiven Ambiente des Wunderkammer-Theaters, das mit seiner Wohnzimmeratmosphäre und noch nicht einmal 40 Plätzen besticht, bietet Assmann seinen Besucher Zauberkunst zum Anfassen – hautnah, intim und atemberaubend. Mitmachen ist möglich. Mittendrin, statt nur dabei, so ist die Devise des 51-jährigen Lautenthalers.
Gefährliche erste Reihe
Ja, das kleine Theater an der Wildemanner Straße ist heimelig: „Die besten Plätze des Hauses, für euch reserviert.“ Persönlich begrüßt Marco Assmann jenen Gast im Foyer und geleitet ihn zu seinem Sitzplatz. Ob in der „gefährlichen“ ersten Reihe oder „ganz hinten“ – das spielt in diesem kleinen Theater keine Rolle. Selbst die hintere Reihe ist vom Zockertisch nur wenige Meter entfernt. So gibt es kein Entkommen im Hause Assmanns, wenn von ihm persönlich Assistenten und Zaubergehilfen aus den Publikumsreihen rekrutiert werden. Und alles zusammen lieben die treuen Besucher des wunderbaren Kleinkunsttheaters und lässt den Theaterdirektor damit auch herzlich werben. „Ich biete Shows im kleinen, fast familiären Rahmen und es besteht auch die Möglichkeit im Anschluss den Künstler noch an der Bar zu treffen und zu plauschen. Welches Theater bietet das noch?“ Die Kunst des Close-Up-Zauberns, bei der die Magie direkt vor den Augen des Publikums und oft sogar in den eigenen Händen passiert, ist ein besonderes Erlebnis.

Auch bekannte Literatur wird für verblüffende Tricks herangezogen. Foto: Leifeld
Geben sich in seinem Theater über das Jahr viele Kleinkünstler und bekannte Namen die Klinke in die Hand, startete Marco Assmann vor einem Jahr den Selbstversuch mit einer Soloshow. „Die Trickspielershow ging quasi durch die Decke“, erinnerte Assmann im Gespräch mit der Goslarschen Zeitung an mittlerweile weit über 20 ausverkaufte Shows. Die Sucht seines Publikums nach Lug, Bluff und Betrug zeigt sich nach wie vor ungebremst und wird inzwischen regelmäßig in der Wunderkammer gezeigt. Ein wunderbarer Erfolg, der Marco Assmann über das Jahr ein zweites Soloprogramm austüfteln ließ. „Aber diesmal geht nicht ums Schummeln, sondern ums Staunen“, erklärte er. „Magie ist überall. Wir müssen sie nur entfachen. Als Kind konnten wir sie noch überall entdecken und über viele Dinge staunen.“ Marco Assmann muss es wissen, denn bereits im Kindesalter fesselte ihn diese Magie.
Jahrelange Erfahrung
Vor 35 Jahren absolvierten der Kuriostätenkünstler und Zauberer aus Lautenthal seinen ersten Auftritt, vor 25 Jahren machte er sich in jenem Metier selbstständig. Über viele Jahre war er in vielen Städten Europas als fahrender Zauber- und Straßenkünstler unterwegs und bespielte auch größere Hallen. Aber die Nähe zum Publikum bleibt ihm wichtig. Ab 2007 war Assmann mit einem Flohzirkus unterwegs und die Magie der fahrenden Künstler und Kartenleger ließ ihn nicht mehr los. Er kennt die Kollegen, die Tricks und eben jenen, ungezählte magische Momente. Vor zehn Jahren erfüllte er sich mit der „Wunderkammer Lautenthal“ den Traum vom eigenen Theater.

Gespenstisch: Wird es gelingen, mit dem Zauberkünstler Harry Houdini (1874 bis 1926) Kontakt aufzunehmen? Foto: Leifeld
Zum Inhalt der Show „Magische Momente“ soll an dieser Stelle selbstverständlich nicht viel verraten werden. Doch so viel sei gesagt. Nicht nur für Paula, Danny und Uwe wurde es zwischen allerlei Tricks und Tarot-Karten-Kunst wahrlich verblüffend und magisch. Herzlich bindet Assmann seine Assistenten in die Tricks ein. Und so zeigte sich auch der legendäre Zauber- und Entfesselungskünstler Harry Houdini (1874 bis 1926) in einem besonderen magischen Moment dem kleinen Theater zugetan …
Und wie gefiel die Show-Premiere dem Publikum? „Ganz großes Kino. Das macht echt Spaß“, erklärte der Langelsheimer Ratsherr Stefan Schlechtweg voller Begeisterung nach einer wahrhaft zauberhaften Show und so vielen erlebten, magischen Momenten.

Bereits von außen wirkt das alte Gebäude an der Lautenthaler Ortsdurchfahrt mystisch: Mit der neuen Show bietet die Wunderkammer ihrem Publikum wahrhaft viele „Magische Momente“ Foto: Leifeld
Ein Blick in die noch verbleibende Spielzeit 2024/2025 der Lautenthaler Wunderkammer bietet unter anderen das Internet: :
Weitere Solo-Shows zeigt Marcos Assmann im Jahr 2025: „Magische Momente“ (22. Februar, 4. April), „Trickspielershow“ (7. März, 9. Mai). Ferner werden Irmgards Knef „Noch da!“ (10. Januar), Jens Kommnick „Live!“ (17. Januar), Herr Schröder „Der Rest ist Hausaufgabe“ (23. und 24. April) und Martin Sierp „Knackig – Zumindest die Gelenke!“ (21. Februar) zu sehne sein. Das gesamte Programm bis Mai 2025 ist unter www.wunderkammer-theater.de abrufbar.

Sogar Tricks mit Büchern können verblüffen. Foto: Leifeld