Die in Ballenstedt stationierte Maschine hilft im gesamten Harz
Das in Ballenstedt stationierte Löschflugzeug "Hexe 1" ist für die Saison 2026 startklar. Foto: Landkreis Harz
Das Löschflugzeug „Hexe 1“, das der Landkreis Harz gechartert hat, ist wieder startklar. Auch für die Feuerwehren im Kreis Goslar ist die Maschine eine wichtige Hilfe.
Ballenstadt/Harz. Der Landkreis Harz kann nun im vierten Jahr in Folge auf das Löschflugzeug „Hexe 1“ setzen, um bei Waldbränden und anderen Großfeuern Unterstützung aus der Luft zu erhalten. Das gecharterte Löschflugzeug des polnischen Unternehmens MZL, das auch im Landkreis Goslar eingesetzt wird, ist nach der sechswöchigen Winterpause zurück auf dem Ballenstedter Flugplatz.
Pilot Grzegorz Olejnik landete mit der knallgelben Dromadar PZL M 18b kürzlich im Harz. Der Harzkreis ist bundesweit der einzige Landkreis, der ein Löschflugzeug gechartert hat. Damit hatten Verwaltung und Kommunalpolitik auf die Vielzahl der Waldbrände vor allem im Brockengebiet reagiert.
Landeplatz am Bollrich
Auch im Landkreis Goslar ist die Maschine willkommen. Zuletzt flog sie Einsätze beim Brand 2025 zwischen Steinberg und Granetalsperre. Der Bollrich in Goslar wird im Zuge der engen landkreisübergreifenden Zusammenarbeit der Feuerwehren seit einiger Zeit als Landeplatz genutzt, um das Flugzeug bei Bränden in der Region aus Tanklöschfahrzeugen mit Wasser aufzufüllen. Das wird je nach Einsatzort auch bei Feuern im Ostharz so gehandhabt. 2025 wurde die Maschine zu sechs Einsätzen gerufen.
Für Goslars Kreisbrandmeister Udo Löprich ist die Maschine aus Ballenstedt „das erste Mittel der Wahl“. Das Löschflugzeug stehe schnell zur Verfügung und sei eine gute Hilfe. So können sich auch die Feuerwehren aus dem Landkreis Goslar auf ein Löschflugzeug verlassen, seit das Land Niedersachsen bei Großbränden stattdessen auf Löschhubschrauber setzt und auf die 2023 und 2024 in Braunschweig stationierten Löschflugzeuge verzichtet, die für den EU-weiten Einsatz vorgesehen waren.
Der Landkreis Harz hat „Hexe 1“ erstmals beim Großbrand am Brocken 2022 eingesetzt. Der aktuelle Vierjahresvertrag besteht seit 2024 und hat eine einjährige Verlängerungsoption.
Das einmotorige Flugzeug nimmt seinen Dienst für diese Saison offiziell an diesem Mittwoch, dem 1. April auf, wenn die Gefahr von Waldbränden aufgrund der Trockenheit üblicherweise steigt. Die Maschine kann als Einsatzmittel „Florian Harz 25“ von den Feuerwehren unbürokratisch bei der integrierten Rettungsleitstelle in Halberstadt angefordert werden, teilt die Kreisverwaltung in Halberstadt mit. „Hexe 1“ kann pro Flug bis zu 2300 Liter Wasser abwerfen, je nach Bedarf großflächig als Linie oder punktuell als Wasserbombe.
Eine „Rückversicherung
„Wir freuen uns, dass unsere Hexe auch 2026 wieder zur Verfügung steht“, sagte Kai-Uwe Lohse, Kreisbrandmeister für den Landkreis Harz. Die letzten technischen Checks seien mittlerweile erfolgt. Er hoffe auf eine „arbeitsarme, aber ausbildungsreiche Waldbrandsaison“. Lohse sagte weiter: „Wenn es darauf ankommt, wissen die Harzer Feuerwehren, das Löschflugzeug, das in Ballenstedt steht, ist unsere Rückversicherung.“
Die Feuerwehrleute seien stolz, im Ernstfall auf „Hexe 1“ zurückgreifen zu können. Die Unterstützung aus der Luft habe sich seit 2023 bei Bränden in den oftmals schwer zugänglichen Harzer Wäldern bewährt und als großer Vorteil erwiesen. Nach Ostern sollen nach Worten von Lohse die Ausbildungen der Feuerwehren an der Maschine beginnen.
Löschflugzeug beendet die Saison
„Hexe 1“ aus dem Harzkreis kehrt zurück
Schwierige Löscharbeiten
Bekämpfung von Waldbrand dauert an
Zusammenarbeit der Feuerwehren
Das Löschflugzeug „Hexe 1“ aus dem Harzkreis wird in Goslar befüllt
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