Kreistag erhöht Förderung von 92.000 Euro auf 120.000 Euro
Die Pflege und Renaturierung der Bergwiesen bei Hohegeiß gehört zu den Projekten im Jahr 2024 der "Ökologischen Station Westharz". Die Aufgaben liegen in den Händen von Carolin Kluger und Anna Nolte (r.) vom Landschaftspflegeverband Goslar. Foto: Privat
Der 2020 gegründete Landschaftspflegeverband erhält mehr Geld vom Kreis Goslar, um seine Aufgaben zu bewältigen. Die drei Mitarbeiter in dem Büro in Langelsheim kümmern sich um den Naturschutz und bringen die Interessen mehrerer Gruppen zusammen.
Langelsheim/Goslar. Der Landschaftspflegeverband Goslar hat vor allem zwei Aufgaben: Er soll Naturschutzvorhaben koordinieren und voranbringen und das Verhältnis von Gruppen verbessern, die mit Landschaftspflege zu tun haben, also etwa Bauern, Jäger und Umweltschützer. Auch weil dies gut gelungen zu sein scheint, hat der Kreistag die Förderung für den 2020 gegründeten Verband verlängert und erhöht.
So erhält der im Businesspark in Langelsheim mit einem Büro ansässige Verband vom Landkreis künftig 120.000 Euro pro Jahr statt 92.000 Euro.
14.000 Euro mehr
Die Kreisverwaltung hatte den Betrag ursprünglich nur auf 106.000 Euro anheben wollen. Auf Antrag der Grünen hat der Kreistag die Summe auf 120.000 Euro erhöht. Die Differenz von 14.000 Euro wird dem Grünen-Antrag zufolge aus sogenannten „Ersatzgeldeinnahmen“ gezahlt, die fällig werden, wenn durch Natureingriffe Ausgleichszahlungen verhängt werden.
Die Finanzierungszusage gilt von 2026 bis 2030. Vor allem wegen steigender Personal- und Sachkosten soll mehr Geld bezahlt werden, heißt es in der Beschlussvorlage, die dem Kreistag vorlag. Neben Geschäftsführer Karl Könecke arbeiten zwei weitere Kräfte in dem Büro. Anderthalb Stellen werden über externe Programme finanziert. In das Büro ist seit 2022 beispielsweise die ökologische Station Westharz integriert, die für das Land Gebiete betreut, die nach der FFH-Richtlinie (Flora, Fauna, Habitat) geschützt sind.
Die Hauptaufgabe des Landschaftspflegeverbandes bestand in den ersten zwei Jahren nach der Gründung vor allem in der Aufbauarbeit, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Kreistag. Dazu gehört es offenbar auch, verschiedene Akteure zusammenzubringen. Ein Punkt, der nicht zu unterschätzen ist. So lobte der CDU-Kreistagabgeordnete Dr. Andreas Warnecke den Verband im Kreistag für dessen Arbeit. Er habe dazu beigetragen, dass es die „tiefen Gräben zwischen Landschaftsschutz und Landwirten“ nicht mehr gebe. Mathias Schlawitz von den Grünen sprach von einem „gut funktionierenden Projekt“.
61 Mitglieder
In der Vorlage für den Kreistag hebt die Verwaltung zudem hervor, dass bereits in den ersten Jahren Projekte zur Pflege von Wegesrändern und Gräben sowie Bäumen verwirklicht und Streuobstwiesen angelegt worden seien.
Dem Landschaftspflegeverband gehören mittlerweile 61 Mitglieder an, anfangs waren es 17. Neben dem Landkreis arbeiten in dem als Verein organisierten Zusammenschluss fast alle Kommunen aus der Region mit. Außerdem ist die Landesforstverwaltung vertreten, Naturschutz- und Gewässerunterhaltungsverbände und landwirtschaftliche Interessenvertretungen. Als Grundlage für die Arbeit dienen vor allem die Pläne des Landkreises Goslar beispielsweise zur Pflege von Bergwiesen und anderen Lebensräumen.
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