Katharina Fritsch sagt danke
Katharina Fritsch trägt den Kaiserring der Stadt Goslar, den ihr Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner verliehen hat. Foto: Sowa
Die 50. Kaiserring-Verleihung in Goslar ehrte die Bildhauerin Katharina Fritsch. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies kam zur Preisverleihung. Die Preisträgerin dankte in ihren Worten der „tollen Stadt Goslar“.
Goslar. So gut besucht war eine Kaiserring-Verleihung schon länger nicht mehr: Umso mehr freute sich Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner über den guten Zuspruch zur 50. Kaiserring-Verleihung der Stadt Goslar an die Düsseldorfer Bildhauerin Katharina Fritsch.
Zum Jubiläum gab es besondere Gäste, so war die Politik mit Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, sowie der Bundestagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt und dem Landtagsabgeordneten Christoph Willeke (alle SPD) gut vertreten; das Land hat den Kaiserring anlässlich der Jubiläumsverleihung auch finanziell unterstützt.
Politikergespräche am Rand der Verleihung in der Kaiserpfalz: Falko Mohrs (l.) mit Ministerpräsident Olaf Lies (r.) und der Bundestagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt. Foto: Sowa
Um sich mit Kunst auseinander zu setzen, brauchte man Zeit, sagte Lies, und genau das sei „etwas, das uns verloren geht“. Die Kunstwerke von Katharina Fritsch fallen auf, gefallen und rufen dazu auf, nicht nur auf die Oberfläche zu achten, sondern Offensichtliches zu hinterfragen, sagte der MP. Sein Bekenntnis, das Mönchehaus-Museum sei „aus unserem Bundesland nicht mehr wegzudenken“ gefiel, für den Appell „Die Freiheit von Kunst und Künstlern dürfen wir uns nicht nehmen lassen“ gab es Applaus.
Nachdem Prof. Dr. Marion Ackermann, Juryvorsitzende und Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, eine ebenso persönliche wie wertschätzende Laudatio auf die Preisträgerin gehalten hatte, die in ihrer Arbeit „nie menschenfeindlich, nie zynisch“ sei, trat Fritsch kurz ans Mikrofon. Sie dankte Marion Ackermann für die Laudatio, Dr. Bettina Ruhrberg für die Zusammenarbeit, der „tollen Stadt Goslar“ und dem VFK sowie „allen, die geholfen haben und extra gekommen sind“. Es gab sogar Anreisen aus New York.
Ackermann hatte in ihrer Laudatio unter anderem zahlreiche von Fritsch geschaffenen Skulpturen wie den orangefarbenen Oktopus, das weiße Gehirn, die gelbe Madonna und die blauen Männer, aber auch die rot lackierte Muschel als die „guten Geister“ heraufbeschworen und Lust auf die Ausstellung im Mönchehaus gemacht. Die machten andere „gute Geister“ möglich, allen voran Goslars Unternehmer und Ehrenbürger Hans-Joachim Tessner, der das Werk von Peter Schenning fortsetzt und den Kaiserring laut Urte Schwerdtner auch in Zukunft fördern wird.
Copyright © 2025 Goslarsche Zeitung | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.