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Jahresrückblick Goslar

GZ Plus IconBocksberg und Stadthalle: Heiko Rataj hält die Region in Atem

Das Foto zeigt Heiko Rataj neben einem großen Drachenkopf im Inneren des Drachenblitzes auf dem Bocksberg in Hahnenklee.

Heiko Rataj in seinem Element: Der Herr der Bocksberg-Drachen ist immer für eine Überraschung gut. Foto: Sowa

Party mit Ex-Puhdys in Hahnenklee und Pläne für eine Westharz-Halle in Langelsheim: Der Herr der Drachen lässt es 2025 richtig krachen.

Sonntag, 28.12.2025, 13:00 Uhr

Drachenblitz, Geburtstagsparty, Stadthallen-Pläne: Der Bocksberg-Betreiber und Multi-Unternehmer Heiko Rataj schreibt 2025 die dicksten Schlagzeilen. Start ist am Freitag vor Pfingsten, als am 6. Juni die ersten Gäste in den Tandemwagen ihre Runden durch die Kreisel drehen – einen Stahlkoloss mit drei Drachen-Köpfen und gut 100 Tonnen Gewicht. Auf mehr als 560 Meter und durch fünf große Kreisel führt der rasante Weg mit der neuen Sommerrodelbahn in Richtung Tal. Rataj, der rund zwei Millionen Euro investiert hat, hatte zur Eröffnung ganz eigene Botschaften im Gepäck. „Die Bauzeit betrug rund ein Jahr, die Genehmigung dauerte vier Jahre“, sagte er mit vielsagendem Blick zu Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner.

Die Ex-Puhdys auf dem Bocksberg

Seinen 60. Geburtstag feiert Rataj am 25. Juli groß und bodenständig zugleich: Rund 400 Gäste sind mit von der Partie, als er auf „seinen“ Bocksberg in Hahnenklee ruft – hemdsärmelig, ganz wie es seinem Gusto entspricht. Das besondere Präsent an die Gäste: Ex-Puhdys stehen im Rampenlicht in der Festscheune, wo Rataj auch an seine Vergangenheit als junger Mensch in der DDR erinnert.

Mit Quaster & Friends stehen nun zwei Ex-Puhdys am Bocksberg auf der Bühne: Gitarrist und Sänger Dieter „Quaster“ Hertrampf und Bassist Peter „Bimbo“ Rasym, die nach dem Ende der Kultband aus Ostdeutschland ein eigenes musikalisches Projekt samt weiterer erfahrener Musiker fahren. Die Gäste am Bocksberg sind begeistert.

Nach eigenem Bekunden ist Rataj ein Mensch, der nicht erwachsen sein und Spuren hinterlassen will. Er hat nach Gold in Alaska geschürft und ist im Winter mit dem Heißluftballon über die Alpen gefahren. In Seehausen in der Altmark geboren, absolviert er nach der Schule eine Ausbildung zum Koch und Fleischer und ist nach dem Fall der Mauer bald in der ganzen Welt unterwegs. In Australien verdient er sich zeitweise als Postflieger in Kleinstflugzeugen seinen Lebensunterhalt. Über die Pacht von Gasthäusern kommt er einst in den Harz. Als er vor mehr als 20 Jahren das traditionsreiche Ausflugslokal „Maltermeister Turm“ kauft, lebt er eine Zeit lang nebenan im Turm. Seit einigen Jahren ist die Winkelsmühle in Seesen sein Ankerpunkt, wenn er denn in der Gegend weilt.

Wale, Pinguine und Alaska-Gold

Vom tiefen Süden der Erde mit Pinguin-Projekten in Südafrika bis hin zum hohen Norden, wo er in Norwegen das Whale-Watching forcieren will. Besagtes Goldsuchen am Klondike im fernen Westen hat TV-Geschichte geschrieben. Und in Japan, wo Tochter Lisa Japanologie und Musikwissenschaft studiert, hat er mittlerweile auch eine Dependance, die von Europa betrachtet östlicher kaum möglich ist.

Aber Rataj weiß auch in der Heimat noch zu überraschen: Als Goslars Ehrenbürger Hans-Joachim Tessner seinen Rückzug vom Pfalzquartier schon verkündet hat, stellt Rataj Ende September seine Pläne für eine Westharz-Halle mit 1500 Plätzen der Langelsheimer Politik noch hinter verschlossener Tür vor. Im Oktober wird öffentlich, dass er auf einem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet Frau Sophienhütte bauen will. Geplante Nutzungen? „Die volle Bandbreite“, kündigt Rataj an.

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