Zähl Pixel
Spende von 3500 Euro

GZ Plus IconGZ-Glücksschweinchen helfen den Kindern in der Stadt Braunlage

Freude beim Sozialfonds und der Martini-Kirchengemeinde nach der Übergabe des Erlöses aus der GZ-Glücksschweinchenaktion (von links): Karl-Heinz Plosteiner, Frederik Kunze, Michaela Gamenik, Johannes Barner, Robert Hansmann, Wolfgang Langer und GZ-Verleger Philipp Krause.

Freude beim Sozialfonds und der Martini-Kirchengemeinde nach der Übergabe des Erlöses aus der GZ-Glücksschweinchenaktion (von links): Karl-Heinz Plosteiner, Frederik Kunze, Michaela Gamenik, Johannes Barner, Robert Hansmann, Wolfgang Langer und GZ-Verleger Philipp Krause. Foto: Eggers

Der Erlös der GZ-Glücksschweinchen-Aktion kommt in diesem Jahr in der Stadt Braunlage vor allem den Kindern zugute. In welcher Form haben am Donnerstag bei der Übergabe Sozialfonds und Martini-Kirchengemeinde St. Andreasberg mitgeteilt.

author
Von Michael Eggers
Samstag, 11.01.2025, 10:00 Uhr

Braunlage. Keine Frage, das Verhältnis zwischen Kommunalpolitikern und Journalisten ist nicht immer das Beste. Wenn es aber darum geht, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen, halten sie schon zusammen. Konsens macht stark, und so konnte GZ-Verleger Philipp Krause am Donnerstag zusammen 3500 Euro an den Sozialfonds Braunlage und die Martini-Kirchengemeinde überreichen. Beide wollen das Geld Kindern zugutekommen lassen.

Der Betrag ist der Erlös der GZ-Glücksschweinchen-Aktion in der Stadt Braunlage. Am Silvestertag hatten Bürgermeister Wolfgang Langer und die Ratsmitglieder sowie die stellvertretende Vorsitzende Julia Fremdling und Schatzmeisterin Michaela Gamenik vom Sozialfonds die kleinen Talismane in Braunlage und St. Andreasberg für mindestens 1,50 Euro verkauft. GZ-Verleger Philipp Krause betonte bei der Übergabe am Donnerstag im Rathaus Braunlage, dass die Aktion ohne die Unterstützung der Kommunalpolitiker nicht funktionieren würde. „Sie sind die Stütze“, betonte er.

Fast 1,5 Millionen Euro

Seit mehr als 50 Jahren bietet die GZ die Glücksschweinchen an. Was als Werbeaktion für die Zeitung 1973 begonnen hatte, als Mitarbeiter des Medienunternehmens die Talismane in Goslars Innenstadt am letzten Tag des Jahres verteilten, entwickelte sich zu einer Aktion für den guten Zweck, die ihresgleichen sucht. „Mir ist deutschlandweit außer bei unserem Partnerverlag in Stade nichts Vergleichbares bekannt“, sagte GZ-Chefredakteur Jörg Kleine.

Interessant dabei sei, dass die Summe für den guten Zweck landkreisweit stetig nach oben gegangen ist. „Wir haben in den ersten 30 Jahren 500.000 Euro für soziale Projekte zusammenbekommen und fast eine Million Euro in den vergangenen 20 Jahren“, berichtete Philipp Krause.

Insgesamt 1,497 Millionen Euro seien bislang bei dieser Aktion erzielt, sagte der Verleger weiter. Diesmal sind im Verbreitungsgebiet der GZ 39.000 Schweinchen auf die Suche nach Personen gegangen, denen sie Glück bringen können. „Dabei kam ein Betrag in Höhe von 70.430 Euro zusammen“, informierte er.

Weiter kündigte Philipp Krause an, dass die GZ mittelfristig plant, 2 Euro pro Schweinchen zu nehmen, auch damit mehr Geld für den guten Zweck zusammenkommt. „Wir könnten natürlich auch die Zahl der Schweinchen insgesamt auf 45.000 erhöhen“, meinte er, aber wenn es zu viele Glücksbringer sind, könnte der Verkauf schwieriger werden. „Und wir wollen nicht, dass die Kommunalpolitiker stundenlang versuchen müssen, einen Käufer zu finden“, sagte er. Der Verkauf solle leicht von der Hand gehen.

Ein richtiger Ausflug

Und das tut er vor allem in der Bergstadt. In der Stadt Braunlage seien die St. Andreasberger wieder diejenigen gewesen, die im Schnitt die Glücksschweinchen am teuersten verkauften. Mit den 400 Glücksbringern mit dem Glückscent im Rücken haben sie fast 900 Euro zusammenbekommen, und das bei einem Mindest-Verkaufspreis von 1,50 Euro. Die Summe hat die GZ dann noch mal auf 1000 Euro aufgestockt, und so bekommt die Martini-Kirchengemeinde 1000 Euro für die Ferienbetreuung. Das Geld nahm der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Frederik Kunze, entgegen.

Bereits seit Jahren bietet die Kirchengemeinde in der Bergstadt diese Betreuung in der ersten kompletten Woche der großen Ferien an. „Ohne die Hilfe der GZ wäre das nur schwer möglich“, sagte Frederik Kunze. Die Kirchengemeinde wolle den Mädchen und Jungen auch außergewöhnliche Dinge bieten. „So manches Kind hat dabei das erste Mal einen richtigen Ausflug gemacht“, meinte er. Vor anderthalb Jahren beispielsweise war die Kirchengemeinde mit den Grundschülern, die an dieser Ferienbetreuung teilnehmen, im Circus-Land der Zirkusfamilie Knie bei Einbeck.

Kontakt zu den Schulen

„Auch wir wollen die Ferienbetreuung unterstützen“, sagte Johannes Barner, der Vorsitzende des Sozialfonds, der zusammen mit Schatzmeisterin Michaela Gamenik 2500 Euro aus der GZ-Aktion entgegennahm. Das Geld solle dafür verwendet werden, Familien in der ganzen Stadt Braunlage zu unterstützen, die oft nicht wissen, wie sie die Kosten für ihre Kinder bezahlen können. Dies könnten Anschaffungen von Materialien für Kindergarten und Schule, Beiträge für Kinderkrippe und Kinderhort, Essenskosten oder auch schulinterne Angeboten wie Klassenfahrten und Ausflügen sowie Angebote im familiären Umfeld sein oder eben die Kosten der Ferienbetreuung, erklärte er. „Wir sitzen jedenfalls nächste Woche mit den Schulen zusammen, um über Hilfen unsererseits zu sprechen“, sagte Johannes Barner. Diese Hilfe funktioniere aber nur im Stillen.

Der Sozialfonds in Braunlage betreibt darüber hinaus den „Gedeckten Tisch“ im Gemeindehaus, dem Nachfolger der Tafel und seit kurzem die Braunlager Suppenrunde, die mittlerweile gut angenommen werde, wie Michaela Gamenik berichtete. Dieses Angebot richtet sich an alle, die nicht allein, sondern mal in Gemeinschaft essen wollen. Alle zwei Wochen mittwochs veranstaltet der Verein diese Suppenrunde jeweils von 12 Uhr an im Gemeindehaus.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Themen aus der Region