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GZ-Glücksschweinchengeld überreicht

GZ Plus IconGlücklicher Geldsegen für vier Nordharzprojekte

Neun Personen freuen sich über ein Ereignis.

Groß ist die Freude bei der Übergabe des GZ-Glücksschweinchengeldes: (v.l.) Chefredakteur Jörg Kleine, Jan Kleiner mit Eva und Jakob, GZ-Verleger Philipp Krause, Marvin Simons, Astrid und Stefan Dützer und Arnold Kipke. Foto: Leifeld

Das GZ-Schweichengeld wird überreicht. 12.000 Euro fließen an Projekte von vier Vereinen und Organisationen in Nordharz. Wer sind die Empfänger?

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Von Andrea Leifeld
Sonntag, 11.01.2026, 19:45 Uhr

Liebenburg/Schladen-Werla. Der Geldsegen, den die rosa GZ-Glücksschweinchen alljährlich bescheren, ist im Nordharzgebiet angekommen. 12.000 Euro des erzielten Verkaufserlöses überreichte GZ-Verleger Philipp Krause am Donnerstagnachmittag an zuvor ausgewählte Vereine, Organisationen und Projekte in den Gemeinden Liebenburg und Schladen-Werla.

Damit das gelingen konnte, galt sein Dank auch allen emsigen und treuen Schweinchenkäufern. Zum Jahreswechsel hatten im Langelsheimer Stadtgebiet sowie in den Gemeinden Liebenburg und Schladen-Werla gleich mehrere Tausend der glücksbringenden Borstenviecher neue Besitzer gefunden. Die Silvestertradition der Goslarschen Zeitung, die vor 53 Jahren werbewirksam im Stadtgebiet ihre Anfänge nahm, um auf die Tageszeitung aufmerksam zu machen, ist längst auch im Nordharz fest etabliert.

Leute kaufen Glücksbringer

In der Gemeinde Liebenburg werden am Silvestertag an elf Verkaufsstellen die Glücksbringer angeboten. Foto: Leifeld

Unter den Fittichen lokaler Ratsmitglieder verlief der GZ-Glücksbringer-Verkauf vielerorts flüssig, stellenweise sogar heiß umkämpft, und bescherte mit einem Nordharzer Gesamterlös in Höhe von rund 12.000 Euro ein erneut schönes Ergebnis.

Wehrnachwuchs in Schladen-Werla bedacht

Im feierlichen Übergabereigen vorangehend konnte Marvin Simons als Gemeindejugendfeuerwehrwart in Schladen-Werla 5000 Euro entgegennehmen. Unterteilt in jeweils 1000 Euro schwere Kuverts werden alle fünf Kinder- und Jugendfeuerwehren in Schladen, Gielde, Hornburg, Werlaburdorf und Isingerode bedacht.

„Gerade die Ausstattung bei der Kinderfeuerwehr ist keine Pflichtaufgabe der Gemeinde“, erklärte der Jugendwart. Aber insbesondere gute Handschuhe würden auch dort gebraucht. Bei der Jugendfeuerwehr stünden im kommenden Sommer verschiedene Zeltlager an, nannte er weitere Verwendungsziele. Als wichtiger Wehrnachwuchs sind 128 Jungen und Mädchen in den fünf Kinder- und Jugendfeuerwehren involviert.

Outdoor KidsClub in Upen

Auch in der Gemeinde Liebenburg wurde ehrenamtliche Arbeit mit Kindern großgeschrieben und bedacht. 1500 Euro nahm Jan Kleiner für den Outdoor KidsClub Upen entgegen. Dieser muntere Kindertreff wird bereits in dritter Generation geführt und ist unter dem Dach der Braunschweigischen Landeskirche verankert. 20 Kinder im Vorschulalter kommen dort aktuell unter der Leitung von Lisa und Jan Kleiner jeden Samstag (außer in den Ferien) zu Spiel und Spaß im Wald und auf dem Resthof im Beeke zusammen. Freitags alle 14 Tage bietet der „Lagerfeuerabend“ Kindern im Grundschulalter einen Anlaufpunkt für Spaß und Unternehmungen.

„Gutes Werkzeug wird immer gebraucht“, nannte Jan Kleiner eine von vielen Verwendungsmöglichkeiten des tierischen Geldsegens.

Schotter für den Gleisbau

Mit 3000 Euro wurde der Förderverein des Arbeitskreises Schroederstollen bedacht. Seit 2006 treiben Astrid und Stefan Dützer mit einer emsigen Helferschar das ehrgeizige Projekt unermüdlich voran, das den ehemaligen Förderstollen der Grube Georg-Friedrich bei Klein Döhren zu einem Besucherstollen mit Grubenbahnfahrten wandeln soll. Für 300 Meter Gleis, die derzeit ebenso mühsam wie arbeitsintensiv in Stollen verlegt werden, wird noch Gleisschotter benötigt.

„Schotter für den Schotter“, schmunzelte der Bergbauingenieur Stefan Dützer. Das sei eine gute Verwendung für das GZ-Glücksschweinchengeld.

Geld für Liebenburger Ortsheimatpflege

Auch der Förderverein der Heimatpflege Liebenburg wurde bedacht. Als Gemeindeheimatpfleger nahm Arnold Kipke 2500 Euro aus dem Schweinchenverkauf entgegen. Der Förderverein, der sich vor einigen Jahren aus steuerrechtlichen Gründen gründete, umfasst die Projekte und Vorhaben aller Ortsheimatpfleger in der Gemeinde: Erhard Vocht (Döhren), Lutz Griesbach (Neuenkirchen), Horst Kintscher (Klein Mahner), Lüder Winkel (Liebenburg), Werner Wenke (Othfresen), Ulrich Mertinat (Heißum), Dirk Grätz (Dörnten), Thomas Capelle (Ostharingen) und Werner Ehlers (Upen).

Glücksschwein aus Holz

Viel Glück 2026. Foto: Leifeld

Unter anderem soll die Upener Chronik fortgeschrieben werden und nach einem Umbau werden im Heimatmuseum Döhren neue Regale benötigt. „Ideen für die Verwendung gibt es viele“, betonte Arnold Kipke dankbar.

Im gesamten Verbreitungsgebiet der Goslarschen Zeitung wurden 39.000 GZ-Schweinchen veräußert, die 73.180 Euro einbrachten. Eine stattliche Summe, die nicht nur das Ergebnis des Schweinchenverkaufs vom Silvestertag 2024 um mehrere tausend Euro toppte, sondern landkreisweit an ausgewählte Vereine, Organisationen und Projekte gespendet wird. Mit der Geste soll auch untermalt werden, wie wichtig Ehrenamt und Engagement in unserer Gesellschaft sind.

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