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Kommunalpolitik

GZ Plus IconGoslar: Die PARTEI stellt Kandidaten für Ratswahl 2026 vor

Mehrere Männer und ein Hund stehen zusammen.

Ein Männer-Quintett für den Goslarer Rat: Die Partei mit ihrem Vorsitzenden Jan Oppermann (2.v.r.) hat ihre Liste bereits Ende September aufgestellt. Foto: Privat

Die PARTEI startet in Goslar mit fünf Kandidaten in die Ratswahl 2026. Oppermann will in Rat und Kreispolitik, Wirth zieht sich zurück.

Von Von Frank Heine Mittwoch, 03.12.2025, 08:00 Uhr
Die Partei hat für Goslar vorgelegt, es aber auch nicht unbedingt eilig. Schon seit dem 27. September haben die Satire-Parteigänger ihre fünf Kandidaten für die Ratswahl am 13. September 2026 aufgestellt. Am 30. November ging die Pressemitteilung in die Goslarer Politikwelt hinaus. Spannend: Ratsherr Sebastian Wirth tritt nicht mehr an.
Zu sehen ist ein Mann im Anzug, in dem viele Abzeichen stecken.

Ratsherr Sebastian Wirth tritt nicht mehr an. Foto: Sowa

Vorsitzender Jan Oppermann will nicht nur in die Goslarer Bürgervertretung, sondern auch Landrat werden.

„Fünf Menschen, eine Mission: die Stadt ein bisschen besser machen.“ So kündigt Oppermann sein Quintett für Goslar an. „Während andere Parteien so tun, als wäre Kommunalpolitik ein Verwaltungsakt, bringt die Partei fünf Kandidaten ins Rennen, die nicht nur etwas sagen wollen – sondern auch etwas zu sagen haben. Und manchmal sogar mit Sinn.“

Fünf Männer auf der Liste

Wer sind die fünf? Auf jeden Fall alles Männer. Auf Listenplatz eins steht Olaf Lietz, „Wahl-Gosleraner mit Energieüberschuss“. Er sei freiwillig nach Goslar gekommen – „ein politisches Statement an sich.“ Die Nummer zwei hat Vorsitzender Oppermann inne, der im Mai 2023 mit einer 7:4-Kampfabstimmung gegen Wirth an die Parteispitze vorstieß. Er ist inzwischen regelmäßiger Ratssitzungsbesucher und Einwohnerfrager sowie einer der Sprecher für das Inklusionsbündnis „Goslar geht gemeinsam“. Er fordert im Landkreis Goslar aber auch Landrat Dr. Alexander Saipa (SPD) heraus.

Neuer Stellvertreter

Die Nummer drei Florian Jelen besetzt die Aufgabenfelder Öffentlichkeitsarbeit und Kultur. Auf vier steht Manuel Benoit, der als täglich ÖPNV-Betroffener genau weiß, was Warten heißt. Er kämpft insbesondere gegen schlechte Busverbindungen. Robert Wolter komplettiert die Liste, ist aus Köln nach Goslar gekommen und als „Der Hutmacher“ bekannt. Er ist übrigens inzwischen auch Parteivize. Oliver Lietz übernimmt das Amt des Schatzmeisters.

Nach nur einer Periode endet dagegen für Wirth das Ratsdasein Ende Oktober 2026 schon wieder. Er wolle die Prioritäten im Privaten anders setzen. Wirth führt aber mit Layla Schmidt aus Wilhelmshaven als Co-Vorsitzender die Landespartei. Also geht es 2027 eher in Richtung Landtagskandidatur? „Das sind ungelegte Eier“, sagt Wirth – und ist in der Tat noch ein Weilchen hin. In Goslar bildet Wirth mit den drei Grünen und dem auf SPD-Ticket, aber mit persönlichem Mandat gewählten Giovanni Graziano die Ratsgruppe Grüne Partei 42.

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