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Dorfgemeinschaftshaus in Gielde

GZ Plus IconFranz-Tasler-Haus eingeweiht: 500.000 Euro verhelfen zu neuem Glanz

Frühliche Leute mit Getränken

Die Eröffnung führt Gielder Bürger und Vereinsvertreter zusammen. Foto: Leifeld

Nach dreijähriger Bauzeit wird das Dorfgemeinschaftshaus in Gielde am Donnertagnachmittag offiziell eingeweiht. Was ist neu? Wa wird sich ändern?

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Von Andrea Leifeld
Samstag, 07.03.2026, 10:00 Uhr

Gielde. Mit der offiziellen Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses „Franz-Tasler-Haus“ führte am Donnerstagnachmittag ein freudiger Anlass Ratsmitglieder, Bürger und Neugierige bei einem Ortstermin zusammen, auch um auf das gelungene Projekt und die Zukunft des Hauses gemeinsam anzustoßen. Dort, wo sich das bekannte Gebäude in der Gielder Kirchstraße von außen noch immer als Baustelle präsentiert, zeigt es sich von innen mit viel Leben für kommende Veranstaltungen gefüllt. Martin Schulze, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla, präsentierte zum festlichen Anlass die Fakten, Ortsbürgermeisterin Friedericke Fiebig steuerte mit weiteren Ideen die imaginären Blümchen bei. „Heute wollen wir mit einer offiziellen Eröffnung das I-Tüpfelchen setzen und einen offiziellen Neustart feiern“, betonte Fiebig.

Das Dorfgemeinschaftshaus wurde ja bereits in den vergangenen Wochen für verschiedene Veranstaltungen genutzt, erinnerte sie an den Kinderkarneval und eine Infoveranstaltung zum Glasfaserausbau. Auch die Tische für die bevorstehende Ortsratssitzung, die im Anschluss an die Eröffnungsfeier stattfinden sollte, waren schon bereitgestellt. Zur Erinnerung: Während der Bauphase war der Ortsrat in die Kirche ausgewichen.

Gerüst vor einem Haus.

Die Arbeiten an der Außenfassade sind noch nicht abgeschlossen. Foto: Leifeld

Einladendes Ambiente

Aber innen präsentierten sich der Saal, die Küche und der Clubraum in einem tadellosen und renovierten Zustand: für alle Gäste einladend, hell und freundlich.

Die Geschichte der Bauarbeiten war hingegen dunkel und lang, eine unendliche Geschichte, die alle hat leiden lassen, so Fiebig. Vor über drei Jahren, am 16. August 2022, hatte die Sanierung begonnen. Geplant waren Brandschutzarbeiten und die Erneuerung der Decke. Das Zeitfenster war mit sechs Wochen geplant. Doch dann kam eins zum anderen. Der Brandschutz, die Statik, der Einbau des erforderlichen behindertengerechten WCs und die verlangte Energieeffizienz des alten Gebäudes wurden zu gewichtigen Herausforderungen in dem gesamten Maßnahmenpaket.

Hinweisschild auf Dorfgemeinschaftshaus.

Das bekannte Hinweisschild ist geblieben. Foto: Leifeld

Die zunächst veranschlagten Kosten in Höhe von 500.000 Euro mussten in einem Nachtrag noch einmal um 50.000 Euro erhöht werden. Eine auf öffentlichen Gebäuden vorgeschriebene Photovoltaikanlage wurde bei den ersten Planungen nicht berücksichtigt. Kosten, die die Gemeinde Schladen Werla nur mithilfe von Fördergeldern und Zuschüssen stemmen konnte: 150.000 Euro flossen durch die Leader-Förderung, 25.000 Euro stammen aus dem Asse-Fonds und 10.000 Euro steuerte der Landkreis Wolfenbüttel im Rahmen der Sportförderung bei.

Darüber hinaus galt es, vielen Menschen zu danken: Architekten, Verwaltung, Firmen und nicht zuletzt den Schladener Bauhofmitarbeitern, die die Baumaßnahmen geplant, ausgeführt oder zumindest begleitet hatten. Lediglich der Thekenbereich ist noch nicht ganz fertig.

Ein Mann und eine Frau .

Bürgermeister Martin Schulze und Ortsbürgermeisterin Friederike Fiebig berichten über das gelungene Projekt. Foto: Leifeld

Ideen zur Gestaltung können Bürger bei der Ortsbürgermeisterin vorbringen. Die drei Jahre waren ein Zeitraum, in dem das Dorfgemeinschaftshaus schmerzhaft vermisst wurde. Die Vereine mussten auf andere Orte ausweichen, auch Familienfeiern wurden ausgelagert, erinnerte Fiebig. Aber nun fülle sich der Terminkalender rasant.

Frauentag-Party am Samstag

Dort, wo die DRK-Blutspende im August 2022 die letzte Veranstaltung vor der Bauphase war, sei die Frauentag-Party am Samstagabend der erste Termin nach der offiziellen Einweihung.

Das Franz-Tasler-Haus bietet Platz für 120 Personen (Großer Saal) und für 40 Personen im Clubraum. Es gibt eine Küche mit separatem Eingang. Ein Raum im Obergeschoss kann für Jahreshauptversammlungen genutzt werden.

Im Zuge der Gleichstellung mit anderen Dorfgemeinschaftshäusern werden allerdings die Gebühren im Franz-Tasler-Haus steigen. Sie sollen in drei Stufen bis zum 1. Januar 2028 angepasst werden und betragen (Clubraum / Saal) 130/200 Euro (2026), 170/270 Euro (2027) und schließlich 210/340 Euro ab dem 1. Januar 2028.

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