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CDU-Stadtverband Langelsheim

GZ Plus IconElena Brunke Rudloff ist die Bürgermeisterkandidatin der CDU

Mann überreicht Blumen an eine Frau.

Glückwünsche zum starken Ergebnis: Ulrich Eberhardt überreicht Elena Brunke Rudloff Blumen. Foto: Leifeld

Einstimmig wählt der CDU-Stadtverband Langelsheim Elena Brunke Rudloff zur Bürgermeisterkandidatin. Sie fordert am 13. September Amtsinhaber Ingo Henze heraus.

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Von Andrea Leifeld
Sonntag, 11.01.2026, 14:24 Uhr
Seit Samstagnachmittag steht fest: Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September wird SPD-Amtsinhaber Ingo Henze nicht wieder als einziger Kandidat auf dem Zettel stehen. Mit Elena Brunke Rudloff bekommt der Politik-Platzhirsch eine Gegenkandidatin aus den Reihen der CDU.

Einstimmig wählten die Mitglieder des Langelsheimer Stadtverbands die 30-jährige gebürtige Langelsheimerin und inzwischen Wahl-Bredelemerin Brunke Rudloff in einer kurzfristig einberufenen Aufstellungsversammlung im Wolfshäger Hotel „Im Tannengrund“.

Geheimes Votum

Das geheim abgegebene Votum der 13 anwesenden Wahlberechtigten erfolgte einstimmig und wurde von vielen Regularien gerahmt. Das Kommunalwahlrecht lässt Bewerber fürs Bürgermeisteramt zu, die zwischen 23 und 67 Jahre alt sind und im Stadtgebiet wohnen. Die Langelsheimer Parteichefin Brunke Rudloff, die ihre Ambitionen im Vorfeld noch nicht offiziell bestätigt hatte, blieb die einzige Bewerberin. „Vor fünf Jahren hatten wir niemanden auf dem Zettel“, freute sich Versammlungsleiter Ulrich Eberhardt über die gefühlte Aufbruchstimmung in den Reihen der Christdemokraten.

Leute am Tisch mit Wahlzetteln

Bei der Aufstellungsversammlung im Wolfshäger Hotel „Im Tannengrund“ fällt die Entscheidung. Foto: Leifeld

In Langelsheim und den Reihen der CDU ist die 30-Jährige keine Unbekannte: Geboren am 19. Juli 1995, begann ihr politisches Interesse bereits während ihrer Schulzeit mit der Wahl in den Landesschülerrat. „Damals aber noch ohne Parteibindung“, gewährte die frisch gebackene Bürgermeisterkandidatin Einblicke in ihre Vita.

Es folgte ihr Engagement in der Hochschulpolitik beim Ring christlich-demokratischer Studenten. Beim Landesverband der Jungen Union Braunschweig ging ihr politischer Weg weiter, wo sie als stellvertretende Vorsitzende Verantwortung übernahm. „Im CDU-Stadtverband Langelsheim bin ich seit vier Jahren eure Vorsitzende“, listete sie in ihrer Bewerbung auf und dankte später den Anwesenden für das entgegengebrachte Vertrauen.

Den fürs Bürgermeisteramt wünschenswerten Blick über den Tellerrand bringt ihr Stellvertreterposten im CDU-Kreisvorstand. Und: „Auf Bundesebene arbeite ich inzwischen seit fünf Jahren im Vorstand der Frauenunion mit.“ Brunke Rudloff ist verheiratet und kinderlos.

Im beruflichen Werdegang studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der Ernst-August-Universität Göttingen und an der TU Clausthal. „Derzeit arbeite ich als Referentin für Windenergie und Kommunales im Landesverband für erneuerbare Energien. In dieser Funktion stehe ich täglich im engen Austausch mit Ministerien, der Landespolitik und Kommunen.“

Politik auf Augenhöhe

Gerade in einem kontrovers und emotional geführten Themenfeld wie den erneuerbaren Energien lerne man, unterschiedliche Positionen ernst zu nehmen, sachlich zu bleiben und tragfähige Lösungen zu entwickeln, fügte sie an.

„Politik gelingt nur dann, wenn man sich auf Augenhöhe begegnet“, so Brunke Rudloff. „Sie braucht Ehrgeiz, aber ebenso Geduld und Ausdauer.“ Vor allem habe sie gelernt: „Gute Politik lebt von Überzeugungskraft – nicht von Lautstärke.“

Frau mit Blumenstrauß

Elena Brunke Rudloff tritt bei der Bürgermeisterwahl am 13. September für die CDU gegen den SPD-Kandidaten Ingo Henze an. Foto: Leifeld

Die Bürgermeisterkandidatin zeigte sich bereit, das Amt mit Energie, Verantwortung und Leidenschaft auszufüllen: für einen starken Wirtschaftsstandort Langelsheim und zugleich eine familienfreundliche Stadt, in der auch junge Leute und Familien ihre Zukunft sehen. „Und für eine Politik, die zuhört, erklärt und gestaltet.“

Spürbare Aufbruchstimmung erfasste die Christdemokraten. „Wir brauchen mehr Drive und Moderation im Rathaus“, gab sich Ulrich Eberhardt überzeugt, mit einer CDU-Bürgermeisterin im Rathaus mehr für die Stadt Langelsheim erreichen zu können. Langelsheim fit machen für die Zukunft, müsse das gemeinsame Ziel sein. Die derzeitigen Diskussionswege seien zäh und lang. Das Umsetzen von Maßnahmen dauere oft noch länger. Es gebe viele Dinge, die in der freien Wirtschaft schon lange passiert wären, erinnerte er an den Hochwasserschutz und die Ausweisung eines Baugebietes im Stadtgebiet.

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